Freitag, 9. Dezember 2016

Iljushin Il-2 Stormovik - Airfix 1/72

Die Iljuschin Il-2 „Stormowik (russisch Ильюшин Ил-2 Штурмовик, Schlachtflugzeug) ist ein ein- oder zweisitziges, einmotoriges, stark gepanzertes Schlachtflugzeug, das im Zweiten Weltkrieg von den sowjetischen Luftstreitkräften eingesetzt wurde. Es ist eines der meistgebauten Flugzeuge der Welt. Die Hauptaufgabe dieses Flugzeugs war die Bekämpfung gepanzerter Fahrzeuge, obwohl es auch gegen „weiche Ziele“ eingesetzt wurde. Die Sowjets selbst nannten es „Fliegender Panzer“ oder liebevoll „Iljuscha“. Von deutschen Jagdpiloten wurde die Il-2 auch „Betonflugzeug“ genannt, da sie sogar direkte Treffer einer 20-mm-Kanone überstehen konnte und mit Maschinengewehren kaum abzuschießen war.


Bei den ersten Kämpfen erlitten Il-2 größere Verluste, bedingt durch den fehlenden Jagdschutz und die mangelnde Verteidigungsfähigkeit nach hinten. Dazu kam, dass die Piloten die Umschulung auf die Maschine noch nicht beendet und keine Waffen getestet hatten sowie eine Einsatztaktik für die Maschinen fehlte. So griff am 27. Juni 1941 das 4. Schlachtfliegergeschwader (das zu diesem Zeitpunkt über 64 Maschinen verfügte) erstmals mit Il-2 eine deutsche Panzerkolonne an. Bis zum 2. Juli verlor das Regiment 20 Piloten und 44 Il-2. Bis zum Ende 1941 gingen von den 1500 an die Luftstreitkräfte gelieferten Maschinen 1100 verloren, wobei sich auch der Verlust an Piloten katastrophal auswirkte. So wurden die Verluste durch nur wenige Stunden auf der Maschine geschulte Piloten ersetzt, die teilweise nur geradeaus fliegen und mit Mühe starten und landen konnten. Ein Luftkampf wurde nicht gelehrt und so wurden viele schon beim ersten Einsatz abgeschossen. Vom Boden ging von der 20-mm- und 37-mm-Flak eine hohe Gefahr aus. In der Luft erzielten die deutschen Jäger wegen des fehlenden Schutzes nach hinten und der mangelhaften Ausbildung der Piloten (ihnen blieb nur die Flucht im Tiefstflug) beim Angriff von seitlich oder hinten unten sowie aus kurzer Entfernung auf die ungeschützte Heckseite hohe Abschussquoten. Im Februar 1942 wurde darum beschlossen, die Il-2 entsprechend Iljuschins früheren Entwürfen wieder zum Zweisitzer umzubauen. Die Erprobung dieses als Il-2M bezeichneten Modells erfolgte im März desselben Jahres, gleichzeitig wurde der stärkere AM-38F-Motor eingebaut. Die WWS erhielten diese Il-2 ab September/Oktober 1942. Als Waffe für den Bordschützen diente ein Beresin-UBT-Maschinengewehr im Kaliber 12,7 mm. Da die Panzerung für diesen unzureichend war, ergaben sich hohe Verluste. So wurden im Laufe des Krieges fast dreimal mehr Schützen als Piloten getötet.
Ab Frühjahr 1943 erschien mit der Il-2M-3 die leistungsfähigste Version. Sie besaß verbesserte Flugeigenschaften und war an den gepfeilten Außenflügeln erkennbar. Sie war die am meisten produzierte Il-2. Eine kleine Anzahl dieser Maschinen erhielt je zwei Unterflügelstationen mit 37-mm-Kanonen NS-37.
Erfolgreiche Il-2-Piloten des Zweiten Weltkrieges waren unter anderem die zweifachen Helden der Sowjetunion Talgat Begeldinow (über 300 Einsätze), Iwan Pawlow (250), Grigori Siwkow (243), Michail Bondarenko (230), Anatoli Brandis (228), Nikolai Semjeiko (227), Alexander Jefimow (222) und Leonid Beda (213).
Als Angriffsflugzeug war die Il-2 nur eingeschränkt effektiv. So zeigte sich, dass ein gezielter Angriff mit hohen Sturzwinkeln gegen kleine Ziele nicht möglich war. Deshalb blieb nur der Anflug in 400 bis 1000 m Höhe und ein Waffeneinsatz mit flachen Winkeln bis maximal 30°. Ein Anflug in geringer Höhe mit hoher Geschwindigkeit brachte keine hohe Trefferquote, da das Visier nur aus individuellen Markierungen an der Frontscheibe bestand. Dazu kam, dass der Kanoneneinsatz zu starken Vibrationen und damit zu ungenauen Schießergebnissen führte. So war nur der Angriff gegen Flächenziele und in größeren Verbänden sinnvoll, wobei letzteres erst 1944 ausgeführt wurde.
Die Il-2 war wenig effektiv in der Bekämpfung von Panzern und anderen Bodenzielen. So wirkten die anfangs vorrangig eingesetzten FAB-100-Bomben nur bei Einschlag weniger als 5 m vom Panzer entfernt, was durch das mangelhafte Visier schwierig war. Auch die Kanonen und ungelenkten Raketen konnten die Panzerung von deutschen Panzern kaum durchschlagen. Dazu kam noch die geringe Trefferquote, die selbst unter Schießplatzbedingungen nur bei 3 % für die SchWAK und 10 % für die WJa lag, und die fehlende Funkausrüstung der Flugzeuge, die eine Abstimmung der Flugzeuge untereinander und ihre Leitung vom Boden verhinderte. Nur in Ausnahmefällen wie beispielsweise anfangs während der Schlacht um Kursk durch erstmaligen Einsatz von panzerbrechenden Bombenkassetten, die eine Fläche von 30 m × 100 m abdeckten, gab es gute Ergebnisse. Dabei wurden sechs bis acht Panzer pro Angriff zerstört. Nach der Änderung der Gefechtstaktik der Deutschen ging deren Zahl jedoch stark zurück. Jedoch waren auch die Verluste hoch. So gingen bei der Schlacht um Kursk in fünf Tagen 255 Maschinen verloren. Insgesamt verlor die Sowjetunion von 1941 bis 1945 23.600 Maschinen, davon 12.400 im Gefecht und mehr als 7800 Piloten. Die Verlustquote lag insgesamt bei durchschnittlich 53 Einsätzen bis zum Verlust.
Die Produktionsangaben aller gebauten Il-2 schwanken von etwa 31.000 bis zu 36.163 Exemplaren.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Iljuschin_Il-2

Video : https://www.youtube.com/watch?v=Sxn2sz8uJi8















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