Freitag, 11. September 2026

X-Craft Midget Submarine - 3D-Scale (3D Druck) 1:72

Die X-Klasse war eine britische Klasse von Kleinst-U-Booten, die während der Jahre 1943 und 1944 für die Royal Navy gebaut wurde. Sie war wesentlich größer als der ursprüngliche bemannte Torpedo vom Typ „Chariot“. Die als „X-Craft“ bekannten Boote waren so konstruiert, dass sie von einem vollwertigen „Mutter-U-Boot“ – meist eines der T- oder S-Klasse – in ihr Einsatzgebiet geschleppt wurden. Während der Anfahrt befand sich eine Überführungsbesatzung an Bord. Beim Erreichen des Einsatzgebiets wechselte die eigentliche Einsatzbesatzung per Beiboot vom Schlepp-U-Boot zum X-Craft, während die Überführungsbesatzung mit dem Beiboot zum Schlepp-U-Boot zurückkehrte. Nach Abschluss des Angriffs traf sich das X-Craft wieder mit dem Schlepp-U-Boot und wurde in den Heimathafen zurückgeschleppt. Die Reichweite wurde vor allem durch das Durchhaltevermögen und die Entschlossenheit der Besatzungen begrenzt; nach entsprechender Ausbildung wurde sie jedoch auf bis zu 14 Tage im Boot oder 1.000 Seemeilen (1.900 km) geschätzt. Die tatsächliche Reichweite des X-Craft selbst betrug 600 Seemeilen (1.100 km) über Wasser und 80 Seemeilen (150 km) unter Wasser bei einer Geschwindigkeit von 2 Knoten (3,7 km/h). 


Technische Daten 

Das Boot war etwa 16 m (51 ft) lang, hatte einen maximalen Durchmesser von 1,7 m (5,5 ft) und eine Verdrängung von 27 Long Tons (27 t) über Wasser sowie 30 Long Tons (30 t) unter Wasser. Der Antrieb erfolgte durch einen 4-Zylinder-Dieselmotor des Typs Gardner 4LK mit 42 PS – einer für Londoner Busse entwickelten und modifizierten Ausführung – sowie einen 30-PS-Elektromotor. Dies ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 6,5 Knoten (12,0 km/h) über Wasser; unter Wasser betrug die Geschwindigkeit etwa ein Drittel dieses Wertes. Die Besatzung bestand anfangs aus drei Mann – Kommandant, Steuermann und Maschinist (ERA – Engine Room Artificer) –, doch bald kam ein Taucherspezialist hinzu, für den eine Schleuse, eine sogenannte „Nass-und-Trocken-Kammer“, vorgesehen war. Der Maschinist, meist ein „Chief Petty Officer“ der Navy, bediente und wartete die Maschinenanlage des Bootes. Die Bewaffnung der „X-Craft“-Boote bestand aus zwei seitlich am Rumpf angebrachten Sprengladungen – sogenannten „Side-Cargoes“ –, die jeweils zwei Tonnen Amatol enthielten. Die Taktik sah vor, diese Ladungen auf dem Meeresgrund unter dem Zielobjekt abzulegen und anschließend zu entkommen. Die Zündung erfolgte über einen Zeitzünder. Zur Tarnung gegen die Entdeckung durch am Meeresboden installierte U-Jagd-Sensoren waren die Boote mit Generatoren zur Neutralisierung ihres eigenen Magnetfelds ausgestattet; zudem verfügten sie über Sonar und ein Periskop. 

Einsatz 

Bevor man ein einsatzreifes Waffensystem als fertiggestellt betrachtete, wurden zunächst mehrere Versuchsboote gebaut. Das erste einsatzfähige Boot war die X3 (oder HM S/M X.3), die in der Nacht zum 15. März 1942 vom Stapel lief. Die Ausbildung der Besatzungen begann im September 1942; im Oktober folgte die X4. Ab Dezember 1942 und im Januar 1943 trafen sechs Boote der „5-10“-Klasse ein; diese waren äußerlich identisch mit den Vorgängern, verfügten jedoch über einen grundlegend überarbeiteten Innenraum. Diese Unternehmungen waren Teil einer längeren Reihe von Einsätzen durch Kampfschwimmer; siehe hierzu auch den Artikel „Bemannter Torpedo“. Als Einsatzbasis und Ausbildungszentrum diente HMS Varbel, untergebracht im ehemaligen „Kyles Hydro Hotel“ in Port Bannatyne auf der schottischen Insel Bute (im Firth of Clyde). 

Wichtige Einsätze 

Erster Einsatz war im September 1943 die „Operation Source“, ein Versuch, die im Kåfjord (nahe dem Nordkap in Nordnorwegen) stationierten schweren deutschen Kriegsschiffe auszuschalten. Es kamen sechs X-Craft zum Einsatz, doch nur zwei konnten ihre Sprengladungen erfolgreich platzieren (unter dem deutschen Schlachtschiff *Tirpitz*). Zwei Boote gingen bereits während des Schlepptransports nach Norwegen verloren: Die X8 nahm Wasser auf und wurde selbstversenkt, während die X9 samt Besatzung sank, nachdem die Schleppleine gerissen war. Lediglich X6 und X7 – unter dem Kommando von Lieutenant Donald Cameron beziehungsweise Lieutenant Godfrey Place – konnten ihre Ladungen erfolgreich anbringen, wenngleich ihre Besatzungen in Gefangenschaft gerieten (es gibt Hinweise darauf, dass auch X5 ihre Ladungen platzierte; auch die X10 drang in den Ankerplatz ein, konnte jedoch keinen Angriff durchführen, und die Besatzung wurde von einem anderen U-Boot aufgenommen). Die *Tirpitz* wurde schwer beschädigt, manövrierunfähig gemacht und fiel bis Mai 1944 aus; Es wurde am 12. November 1944 während der Operation Catechism in Tromsø (Norwegen) von Avro-Lancaster-Bombern mit Tallboy-Bomben zerstört. Für ihren Einsatz wurden Cameron und Place mit dem Victoria-Kreuz ausgezeichnet, während Robert Aitken, Richard Haddon Kendall und John Thornton Lorimer den Distinguished Service Order und Edmund Goddard die Conspicuous Gallantry Medal erhielten. Der Kommandant von X8, John Elliott Smart, wurde zum Member of the Order of the British Empire (MBE) ernannt. Es bestand die Möglichkeit, dass auch X5 vor seiner Zerstörung erfolgreich seitliche Sprengladungen angebracht hatte, doch dies wurde nie zweifelsfrei nachgewiesen; der Kommandant Henty-Creer erhielt keine Auszeichnung, wurde jedoch in einem offiziellen Bericht lobend erwähnt (Mentioned in Despatches). Die verlorenen Boote wurden Anfang 1944 durch die Boote X20 bis X25 sowie sechs reine Ausbildungsboote ersetzt. Die U-Boote X20 bis X25 wurden nach Bergen in Norwegen verlegt. Am 15. April 1944 griff  X24 im Rahmen der Operation Guidance das Schwimmdock von Laksevåg an. Eigentlich war X22 für diese Mission vorgesehen, war jedoch während einer Übung versehentlich gerammt worden und mit der gesamten Besatzung gesunken. X24 führte den Anmarsch durch und entkam erfolgreich, doch die Sprengladungen wurden - annstatt im Trockendock - unter der *Bärenfels* platziert – einem Handelsschiff mit 7.569 Bruttoregistertonnen (BRT), das am Dock lag. Das Schiff sank, während das Dock nur geringfügige Schäden erlitt. Am 11. September wurde der Einsatz von X24 wiederholt; diesmal gelang es, das Dock zu zerstören. Die X-Boote waren an den Vorbereitungen für die Operation Overlord beteiligt. Im Rahmen der Operation „Postage Able“ sollte das Boot X20 unter dem Kommando von Lt. K.R. Hudspeth Vermessungen der Landungsstrände durchführen; hierfür verbrachte es vier Tage vor der französischen Küste. Tagsüber wurden Periskopaufklärungen der Küstenlinie sowie Echolotmessungen vorgenommen. Jede Nacht näherte sich X20 dem Strand, und zwei Taucher schwammen an Land. Bodenproben wurden in Kondomen gesammelt. Die Taucher gingen in zwei Nächten an Land, um die Strände bei Vierville-sur-Mer, Moulins St. Laurent und Colleville-sur-Mer zu vermessen – jene Abschnitte, die später als amerikanischer „Omaha Beach“ bekannt wurden. In der dritten Nacht war eine Landung vor der Orne-Mündung („Sword Beach“) geplant, doch zu diesem Zeitpunkt führte Erschöpfung (Besatzung und Taucher hatten sich kaum anders als durch Benzedrin-Tabletten wachgehalten) und das sich verschlechternde Wetter dazu, dass Hudspeth den Einsatz verkürzte und am 21. Januar 1944 zur Basis „Dolphin“ zurückkehrte. Hudspeth erhielt eine Wiederholungsspange zu seinem DSC (Distinguished Service Cross). X20 und X23, jeweils mit einer fünfköpfigen Besatzung, dienten als Navigationsmarken, um der Invasionsflotte am D-Day die Landung an den richtigen Strandabschnitten zu ermöglichen (Operation „Gambit“); dies geschah im Rahmen der „Combined Operations Pilotage Parties“ (COPP). Die Boote waren zudem mit einem Funkfeuer und einem Echolot ausgestattet, um kanadische und britische Schiffe zu den geeigneten Positionen vor „Sword Beach“ und „Juno Beach“ zu leiten. Sauerstoffflaschen an Bord beider Boote ermöglichten es den Besatzungen, während dieses Einsatzes über längere Zeiträume unter Wasser zu bleiben – insgesamt 64 von 76 Stunden auf See. 

Das einzige verbliebene, intakte Exemplar eines X-Bootes, X24, wurde 1987 von der Basis HMS Dolphin, wo es seit 1981 ausgestellt war, in das nahegelegene Royal Navy Submarine Museum überführt. Im Fernen Osten wurden die Einsätze mit den modifizierten U-Booten der XE-Klasse fortgesetzt.

X-Boote und Besatzungen 

X3 – inoffiziell *Piker 1* genannt; ging am 4. November 1942 im Loch Striven aufgrund eines undichten Motorventils verloren. Die gesamte Besatzung konnte sich mithilfe ihrer Davis-Rettungsgeräte (Davis Submerged Escape Apparatus) retten.

 X5 – inoffiziell *Platypus* genannt; unter dem Kommando von Lt. Henty-Creer RNVR (zugleich Kommandeur der Operation); Besatzung: S-Lt. Nelson, Midshipman Malcolm und ERA Mortiboys; Überführungsbesatzung: Lt. Terry-Lloyd (Kommandant), L/S Element, Stoker Garrity. Henty-Creer, Nelson, Malcolm und Mortiboys kamen bei dem Angriff ums Leben, wenngleich das genaue Schicksal von X5 unbekannt ist. 

X6 – genannt *Piker II*; unter dem Kommando von Lt. Donald Cameron; Besatzung: Lt. J. T. Lorimer, S-Lt. R. Kendall und ERA Goddard; Überführungsbesatzung: Lt. Wilson (Kommandant), Leading Seaman McGregor, Stoker Oxley. Cameron erhielt das Victoria-Kreuz (VC), Lorimer und Kendall den DSO, Goddard die Conspicuous Gallantry Medal. 

X7 – inoffiziell *Pdinichthys* genannt; unter dem Kommando von Lt. Basil C. G. Place; Besatzung: S-Lt. R. Aitken, Lt. Whittam und ERA Whitley; Überführungsbesatzung: Lt. Philip (Kommandant), Leading Seaman J. Magennis, Stoker Luck. Das Boot wurde unmittelbar nach dem Angriff auf die *Tirpitz* selbstversenkt, doch nur Place konnte sich vor dem Sinken retten. Aitken entkam vom Grund des Fjords, während Whittam und Whitley nicht mehr entkommen konnten, bevor ihr Atemgasvorrat erschöpft war. Place erhielt ebenfalls das Victoria-Kreuz (VC) und Aitken den DSO, während Philip mit dem MBE ausgezeichnet wurden.

X8 – inoffiziell *Expectant* genannt; unter dem Kommando von Lt. McFarlane RAN[13] (Lt. Smart war Kommandant der Überführungsbesatzung) 

X9 – inoffiziell *Pluto* genannt; unter dem Kommando von Lt. E. A. Kearon RNVR; AH Harte (Able Seaman) und GH Hollet (Stoker). Sank am 16. September 1942, während sie von der *Syrtis* geschleppt wurde.  

X10 – inoffiziell *Excalibur* genannt, unter dem Kommando von Lt. Hudspeth RANVR. 

Das Mutterschiff für die X-Boote war die HMS *Bonaventure*. 

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/X-class_submarine 

Videos: Inside a WW2 X-Craft SUBMARINE! With Al Murray & James Holland  

             The Midget Submarine That Changed the Course of WWII  

             X-class Submarine (X-Craft) - British Secret Weapons  


 

Der 3D-Bausatz wird in verschiedenen Maßstäben angeboten. Ich habe mir das Modell im Maßstab 1/72 zugelegt, damit es maßstäblich zu meinen anderen Modellen passt. So sauber wie auf dem Bild oben ist der Bausatz bei mir nicht angekommen - da waren jede Menge Drucker-Verbindungen - Druckgrate - zu entfernen. Die Paßgenauigkeit hat mich nicht zu Begeisterungsstürmen verleitet, und mehrere Teile im Bereich des Hecks waren gebrochen. Manche Steuerstangen waren um das Doppelte zu dick gestaltet, weshalb ich sie durch gezogene Gußgratstücke ersetzte. Die Sprengladungsbehälter waren alles andere als glatt und man sah deutlich die Spuren des 3D-Druckers (Drucklinien & -rillen). Um den Eindruck der dicken gegossenen Metallplatten zu erwecken wurden mit dem Dremel sog. "Pockennarben" aufgebracht. Auch Periskop und Schnorchel waren nicht zu gebrauchen und wurden aus Gußgraten selbst hergestellt. Handgriffe, Haltestangen und dergleichen wurde aus Draht gefertigt, da diese Teile entweder nicht vorhanden bzw. schlichtweg unbrauchbaur waren. Alles in Allem ergibt der Kit aber ein außergewöhnliches Modell, das mir viel Spaß gemacht hat und eine willkommene Erweiterung meiner U-Boot-Sammlung darstellt.


















 

Samstag, 5. September 2026

Weserflug P.1003-11 (Diorama) - Bird Models 1/72

I attach great importance to the statement that the symbols of the Nazi period ( Swastikas ) serve only a faithful reproduction of the models. A political attitude can and should not be derived from it. The generally applicable laws and regulations, which allow an exhibition of Nazi symbols, will therefore be satisfied.


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Ich lege grossen Wert auf die Feststellung, daß die Symbole der NS-Zeit ( Swastikas ) lediglich einer originalgetreuen Wiedergabe der Modelle dienen ! Eine politische Einstellung/ Gesinnung kann und sollte nicht davon abgeleitet werden.

Den allgemein geltenden Gesetzen und Richtlinien, die zwar eine Ausstellung von NS-Symbolen erlaubt, aber eine Verherrlichung verbietet, wird somit entsprochen!
 

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Die Weserflug P.1003 war ein Projekt des deutschen Weser-Flugzeugbaus von 1938 zur Entwicklung eines zweisitzigen militärischen Kipprotorflugzeugs mit VTOL-Eigenschaften. 


 

Anfang 1938 erstellten der technische Direktor von Weserflug, Adolf Rohrbach, und Adolf Simon Pläne für ein Kipprotor-Flugzeug, dessen Entwicklung unter der Bezeichnung P.1003 vom Reichsluftfahrtministerium unterstützt wurde. 

Das Flugzeug war ein Eindecker mit einem konventionellen Rumpf. Das Flugzeug wurde als Schulterdecker geplant, dessen Außenflächen mit einem Propeller an jeder Flügelspitze schwenkbar waren. Für dieses Prinzip meldete Weserflug im Mai 1938 ein Patent an. In der Rumpfmitte war ein Daimler-Benz DB 600 installiert. Antriebswellen verbanden den Motor mit den beiden Außengondeln, in denen die Untersetzungsgetriebe untergebracht waren. Die zwei Propeller mit vier Metern Durchmesser saßen an den Spitzen der Außengondeln. 

Die ursprünglichen Pläne sahen ein Einziehfahrwerk vor. Für den Start konnte der gesamte äußere Teil des Flügels um 90 Grad gedreht werden, so dass die Propeller nach oben zeigten und das Flugzeug vom Boden hoben. Danach würden die Propeller für den Übergang in den Horizontalflug waagerecht geschwenkt werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weserflug_P.1003 

Das errechnete Gesamtgewicht (leer) betrug 2000 kg und das Versuchsflugzeug sollte eine Höchstgeschwindigkeit vom 650 km/h erreichen. Das Projekt 1003 war der erste ernsthaft verfolgte Versuch eines Senkrechtstarters bzw. Tragschraubers. Die Weserflug P.1003-11 war dabei eine kleinere Variante und sollte - ähnlich der Bell AH-1 Cobra - als Heeresunterstützungs- und Schnelleingreif-Schwenkflügler eingesetzt werden. Die Entwürfe sahen allerdings noch keine Bewaffnung vor, da man erst einmal das Prinzip austesten wollte. Modelle wurden ausgiebig im Windtunnel ausgewertet und ferngesteuerte Modelle flogen noch vor den Zweiten Weltkrieg. 

Eine weitere Version war ein vergrößertes Projekt, das die Länge von 8 Metern auf fast 12 Meter umsetzen sollte. Das Cockpit wurde von dem Lastensegler DFS 230 übernommen, hatte aber aufgrund des eingebauten Motors weniger Tragekapazität. 

Bei Kriegsbeginn wurden die Prioritäten vom RLM auf andere Flugzeugmuster gesetzt, und für "solche Spielereien" hatte man dann keinen Sinn mehr. Betrachtet man aber die Einsatzspektren der heutigen Bell V-22 Osprey's, die als unbedingte Nachfolger dieser Idee angesehen werden können, dann sieht man erst, was das RLM nicht erkannt hatte. Die Pläne, Patente sowie die Versuchsmodelle wurden nach dem Krieg von den Amerikanern erbeutet.

Quelle: Die deutsche Luftrüstung 1933 - 1945 (Band 4) von Heinz J. Nowarra  

Video: US Navy V-22 Osprey | 4K Unfold, Start up, Take Off  

 

Ein kleiner spartanischer Bausatz mit wenig Teilen, wobei Alle erst einmal von Graten befreit werden müssen. Dies ist aber ein Glücksspiel bei feineren bzw. filigranen Teilen, die eher brechen als sich von ihrem Gußüberschuß zu trennen. Fürchterlich sind die Rotorblätter, die erst einmal in Form geschliffen werden müssen, da sie (zumindest bei meinem Bausatz) eher klumpenförmig geliefert wurden. Das Cockpit hat eigentlich nur einen kleinen Sitz - also muß dort auch erst einmal anständig nachdetailliert werden. Es gibt eigentlich kein Teil, das nicht geschliffen werden muss - und das (viereckige) Fahrgestell hab ich gleich mal entsorgt und auf Restteile einer Me 262 zurückgegriffen. Wo ich aber nicht widerstehen konnte, das war die Darstellung der Kippflügel. Ich hab durch den Rumpf ein Loch gebohrt, ein Stückchen Gußgrat eines Plastikmodells dort hindurchgesteckt und dann die Flügel aufgesteckt. Das funktioniert sehr gut und man kann verschiedene Flügelstellungen zeigen. Was aber positiv anzumerken ist, das ist die Vaku-Tiefziehhaube, die glasklar ist und sich relativ leicht an den Resinrumpf anpassen lässt.

Es ist ein unglaublich interessants Modell und ich liebe es als Highlight in der Vitrine. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen den kleinen Schwenkflügler in einem Diorama zu zeigen. Da er ja vermutlich unter anderem auch für Transportaufgaben hätte verwendet werden können, wollte ich ihn vor den Eingang einer im Berg befindlichen Untertage-Fabrik stellen. Dort liefert der Pilot grade Munitionskisten, während ein Kollege sich das unübliche Gefährt begutachtet.

Die Bodenplatte ist ein Brotzeitbrettchen, auf das Plastikplatten geklebt wurden. Aussparungen für die Schienen einer Kleinspurbahn (Untertage so üblich) wurden nicht vergessen und selbstgefertigte T-Träger als Schienen eingesetzt. Das Bunkertor ist wiederum eine dicke Plastikplatte, die graviert wurde. Die übliche Sicherungs-Schießscharte wurde auch aus Plastikresten gefertigt. Der Berg wurde dann mit Gips aufgespachtelt und bemalt. Ein wenig "Grünzeug" vervollständigt die Berglandschaft. Die Türe wurde nach Vorbildfotos von Bergbunkern getarnt - und ich bin echt erstaunt, wie gut das wirkt. Ich habe sogar Fotos gefunden, wo die Bunkertüren mit einem Drahtgeflecht und Gips in die Landschaft eingefügt wurden, indem man die Steinwand nachgeformt hat. 
























 

 

Weserflug P.1003-11 - Bird Models 1/72

I attach great importance to the statement that the symbols of the Nazi period ( Swastikas ) serve only a faithful reproduction of the models. A political attitude can and should not be derived from it. The generally applicable laws and regulations, which allow an exhibition of Nazi symbols, will therefore be satisfied.


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Ich lege grossen Wert auf die Feststellung, daß die Symbole der NS-Zeit ( Swastikas ) lediglich einer originalgetreuen Wiedergabe der Modelle dienen ! Eine politische Einstellung/ Gesinnung kann und sollte nicht davon abgeleitet werden.

Den allgemein geltenden Gesetzen und Richtlinien, die zwar eine Ausstellung von NS-Symbolen erlaubt, aber eine Verherrlichung verbietet, wird somit entsprochen!
 

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Die Weserflug P.1003 war ein Projekt des deutschen Weser-Flugzeugbaus von 1938 zur Entwicklung eines zweisitzigen militärischen Kipprotorflugzeugs mit VTOL-Eigenschaften. 


 

Anfang 1938 erstellten der technische Direktor von Weserflug, Adolf Rohrbach, und Adolf Simon Pläne für ein Kipprotor-Flugzeug, dessen Entwicklung unter der Bezeichnung P.1003 vom Reichsluftfahrtministerium unterstützt wurde. 

Das Flugzeug war ein Eindecker mit einem konventionellen Rumpf. Das Flugzeug wurde als Schulterdecker geplant, dessen Außenflächen mit einem Propeller an jeder Flügelspitze schwenkbar waren. Für dieses Prinzip meldete Weserflug im Mai 1938 ein Patent an. In der Rumpfmitte war ein Daimler-Benz DB 600 installiert. Antriebswellen verbanden den Motor mit den beiden Außengondeln, in denen die Untersetzungsgetriebe untergebracht waren. Die zwei Propeller mit vier Metern Durchmesser saßen an den Spitzen der Außengondeln. 

Die ursprünglichen Pläne sahen ein Einziehfahrwerk vor. Für den Start konnte der gesamte äußere Teil des Flügels um 90 Grad gedreht werden, so dass die Propeller nach oben zeigten und das Flugzeug vom Boden hoben. Danach würden die Propeller für den Übergang in den Horizontalflug waagerecht geschwenkt werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Weserflug_P.1003 

Das errechnete Gesamtgewicht (leer) betrug 2000 kg und das Versuchsflugzeug sollte eine Höchstgeschwindigkeit vom 650 km/h erreichen. Das Projekt 1003 war der erste ernsthaft verfolgte Versuch eines Senkrechtstarters bzw. Tragschraubers. Die Weserflug P.1003-11 war dabei eine kleinere Variante und sollte - ähnlich der Bell AH-1 Cobra - als Heeresunterstützungs- und Schnelleingreif-Schwenkflügler eingesetzt werden. Die Entwürfe sahen allerdings noch keine Bewaffnung vor, da man erst einmal das Prinzip austesten wollte. Modelle wurden ausgiebig im Windtunnel ausgewertet und ferngesteuerte Modelle flogen noch vor den Zweiten Weltkrieg. 

Eine weitere Version war ein vergrößertes Projekt, das die Länge von 8 Metern auf fast 12 Meter umsetzen sollte. Das Cockpit wurde von dem Lastensegler DFS 230 übernommen, hatte aber aufgrund des eingebauten Motors weniger Tragekapazität. 

Bei Kriegsbeginn wurden die Prioritäten vom RLM auf andere Flugzeugmuster gesetzt, und für "solche Spielereien" hatte man dann keinen Sinn mehr. Betrachtet man aber die Einsatzspektren der heutigen Bell V-22 Osprey's, die als unbedingte Nachfolger dieser Idee angesehen werden können, dann sieht man erst, was das RLM nicht erkannt hatte. Die Pläne, Patente sowie die Versuchsmodelle wurden nach dem Krieg von den Amerikanern erbeutet.

Quelle: Die deutsche Luftrüstung 1933 - 1945 (Band 4) von Heinz J. Nowarra  

Video: US Navy V-22 Osprey | 4K Unfold, Start up, Take Off  

 

Ein kleiner spartanischer Bausatz mit wenig Teilen, wobei Alle erst einmal von Graten befreit werden müssen. Dies ist aber ein Glücksspiel bei feineren bzw. filigranen Teilen, die eher brechen als sich von ihrem Gußüberschuß zu trennen. Fürchterlich sind die Rotorblätter, die erst einmal in Form geschliffen werden müssen, da sie (zumindest bei meinem Bausatz) eher klumpenförmig geliefert wurden. Das Cockpit hat eigentlich nur einen kleinen Sitz - also muß dort auch erst einmal anständig nachdetailliert werden. Es gibt eigentlich kein Teil, das nicht geschliffen werden muss - und das (viereckige) Fahrgestell hab ich gleich mal entsorgt und auf Restteile einer Me 262 zurückgegriffen. Wo ich aber nicht widerstehen konnte, das war die Darstellung der Kippflügel. Ich hab durch den Rumpf ein Loch gebohrt, ein Stückchen Gußgrat eines Plastikmodells dort hindurchgesteckt und dann die Flügel aufgesteckt. Das funktioniert sehr gut und man kann verschiedene Flügelstellungen zeigen. Was aber positiv anzumerken ist, das ist die Vaku-Tiefziehhaube, die glasklar ist und sich relativ leicht an den Resinrumpf anpassen lässt.

Es ist ein unglaublich interessants Modell und ich liebe es als Highlight in der Vitrine.