Freitag, 2. Oktober 2026

Mikoyan-Gurewitsch MiG-17 PF North Vietnam (Shenyang J-5) - KP-Models 1/72

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-17 (russisch Микоян-Гуревич МиГ-17, NATO-Codename: Fresco) war ein einstrahliges Kampfflugzeug der Zeit des Kalten Krieges aus sowjetischer Produktion. Hersteller war Mikojan-Gurewitsch.

In der Grundausführung war die MiG-17 ein einsitziger Mitteldecker, der über ein einziehbares Fahrwerk und eine Druckkabine verfügte. Die Maschine beruhte auf den Erkenntnissen, die mit der MiG-15 gesammelt worden waren. Das Kampfflugzeug wurde in mehreren Varianten in Großserie hergestellt und in einer Reihe weiterer Staaten in Lizenz gefertigt. Nachfolger war die MiG-19.

Ein Bild der Originalmaschine in NordVietnam - Quelle: HM Vietnam MiG-17

Die Serienfertigung lief im Juni 1956 im Flugzeugwerk Shenyang (ehemals Mukden) an. Am 19. Juli 1956 startete die erste in China produzierte MiG-17 zu ihrem Jungfernflug. Ursprünglich erhielten die Maschinen den Namen Typ 56, wurden dann jedoch ab 1964 als Jianjiji-5 (auch Jian-5 oder einfach J-5) bezeichnet. China exportierte die J-5 auch unter der Bezeichnung Shenyang F-5. Das Triebwerk WK-1 wurde ebenfalls in Lizenz gefertigt. Sie wurden in Harbin hergestellt und erhielten den Namen Wopen-5 (WP-5). Das erste Serientriebwerk konnte seinen Abnahmelauf am 19. Juni 1956 erfolgreich beenden. Die Maschinen erhielten wie der sowjetische Ausgangstyp die NATO-Bezeichnung Fresco-C. Die Produktion endete 1959 nach 767 gebauten Flugzeugen. Die Exportversion erhielt die Bezeichnung F-5.

Nach dem Koreakrieg begann eine umfangreiche Aufrüstung Nordkoreas. 1956 wurden 150 MiG-17F und Shenyang F-5 geliefert, dazu kamen ab 1958 noch MiG-17PF. 1990 waren noch über 150 Maschinen einsatzbereit. 
 
 
Videos:  
 
 
 
 
 

Der Bausatz ist simpel und rasch zu bauen. Ich hatte noch eine Ätzplatine für die MiG-17 und habe davon Einiges verwendet, hauptsächlich für das Cockpit. Der KP-Bausatz hat erhabene Details, die ich diesmal nicht abschliff, da das ja im Diorama eh kaum zu sehen ist. Ich habe lediglich den hinteren Rumpf aufgebohrt und Halterungen für die Plexiglasstange eingebaut. Die Lackierung ist von der berühmten 3020 von Le Hái, der eines der Topasse von Nordvietnam war. 

Ich hatte da schon einmal ein Diorama eines Papiermodells im Maßstab 1/100 von dieser MiG-17 gemacht, aber leider wurde das Modell arg in Mitleidenschaft gezogen, als ich es auf mehreren Modellbau-Ausstellungen zeigte. Daher fasste ich den Entschluß, das doch empfindliche Papiermodell gegen ein Plastikmodell auszutauschen. Und da 1/72 doch eher 'mein' Maßstab ist, wurde es der Kit von KP-Models. Die Dioramenbasis mit Hintergrund wurde wiederverwendet.



Ein guter Freund bat mich das Papiermodell von Scissors & Planes zu überarbeiten, da er mit der Farbgebung und den Details nicht so ganz zufrieden war. Hier der Bogen, wie er mir zur Verfügung stand :























 

 
 
Ein guter Freund bat mich das Papiermodell von Scissors & Planes zu überarbeiten, da er mit der Farbgebung und den Details nicht so ganz zufrieden war. Hier der Bogen, wie er mir zur Verfügung stand :
 


nach einigen Wochen hatte ich die Details überarbeitet und sogar ein Cockpit hinzugefügt :


. . . natürlich galt es herauszufinden, ob alle Teile auch wirklich zueinanderpassten, also wurde ausgedruckt und gebastelt . . . 

 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Mikojan-Gurewitsch MiG 105-11 Epos (Spiral) - Anigrand 1/72

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-105 Spiral (russisch Микоян-Гуревич МиГ-105 Спираль, Spitzname: Lapot (лапоть) für Bastschuh – wegen der Bugform) war ein einsitziges Experimentalgleitflugzeug für das in der Sowjetunion ab 1965 verfolgte Programm Spiral 50-50. Dieses hatte ein Raumfahrzeug mit wiederverwendbaren Komponenten zum Ziel.

Die MiG-105 als Vorläufer für den geplanten Raumgleiter (OS) hatte eine Deltatragfläche, deren Außenbereiche nach oben klappbar waren (Prototyp MiG-105-11 noch mit starrer Tragfläche) und zu einer Tragrumpf-Konfiguration führen sollten. Der Raumgleiter wäre zusammen mit einem Booster (RB) von einem Überschallträgerflugzeug (GSR) gestartet worden. Die Entwicklung Spiral wurde 1978 zugunsten der Entwicklung der Raumfähre Buran eingestellt.

 

Ein Überschallträgerflugzeug (Entwicklungsauftrag: Tupolev) sollte einen Booster mit dem darauf befestigten Raumgleiter bis in eine Höhe von 20.000 bis 24.000 Metern bringen. Bei einer Geschwindigkeit von Mach 4 sollte der zweistufige Booster zünden und den Raumgleiter in einen niedrigen Orbit in 130 km Höhe bringen. Von dort aus sollte der Raumgleiter, der mit einem Haupt- und einem Hilfstriebwerk ausgestattet war, aus eigener Kraft bis in einen Orbit von über 200 km Höhe fliegen können. Der Raumgleiter sollte nach seiner Orbitalmission, worunter militärische Aufklärungs- oder Angriffsmissionen verstanden wurden, mit etwa Mach 8 wieder in die Erdatmosphäre eintreten und nach dem Herunterbremsen sowie dem Herunterklappen der seitlichen Leitflächen im Gleitflug landen können. Die Kufen am Raumgleiter sollten für die Landung auf Landebahnen aus gestampfter Erde geeignet sein.

  • 1960 – Beginn der Konzeption
  • 1964 – Verabschiedung eines Fünfjahresplan 1964–1969 zur militärischen Weltraumfahrt
  • 1965 – offizieller Beginn des Spiral-Programms im Rahmen des Fünfjahresplans
  • 1969 – Beendigung des Spiral-Programms
  • 1974 – Wiederaufnahme des Spiral-Programms
  • 1976 – 11. Oktober, erster Unterschalltestflug der 105-11 bis in 560 m Höhe, Start von einer Landebahn in der Nähe Moskaus
  • 1976 – 27. November, erster Testflug der 105-11 mit einem Abwurf von einer Tu-95K aus 5.500 Metern Höhe
  • 1978 – 1. September, achter und letzter erfolgreicher Atmosphärenflug der 105-11, erhebliche Beschädigung der Flugzeugzelle bei der Landung, weil der von der Sonne geblendete Pilot Wassili Urjadow aufgrund falscher Angaben vom Boden rechts neben der Piste landete.
  •  

    Im Juli 1965 wurde unter der Leitung von Wostok-2-Veteran German Titow eine Gruppe sowjetischer Kosmonauten zusammengestellt, die für Spiral ausgebildet werden sollten. Außer Titow waren dies Georgi Dobrowolski, Anatoli Filiptschenko, Anatoli Kuklin und Alexander Matintschenko. Eine weitere Gruppe wurde im Dezember 1967 zusammengestellt. Sie bestand aus Leonid Kisim, Wladimir Koselski, Wladimir Ljachow, Juri Malyschew und Alexander Petruschenko. Im Dezember 1973 gehörten der Spiral-Gruppe die Kosmonauten Jewgeni Chrunow, Waleri Illarionow, Kisim, Koselski, Ljachow und Malyschew an. Parallel dazu gab es auch eine Gruppe von Testpiloten der Luftwaffe, der ab 1976 Aviard Fastowez vorstand. 

    Das Projekt Spiral sollte schließlich zur Entwicklung eines Raumgleiters in den Versionen eines Aufklärers, eines Abfangjägers und eines Bombers führen. Diese Weiterentwicklungen waren dann wiederum Inhalt des Uragan-Projektes, das aber nach der Beendigung des Spiral-Projektes nur noch in Form einer Propagandafinte inszeniert wurde, um die USA zu verunsichern.

    Die Entwicklung der Raumfähre Buran konnte von den Erkenntnissen aus dem Spiral-Programm ebenfalls profitieren. So wurden zur Erprobung der Hitzeschilde des Buran mehrere Generationen von unbemannten Testkörpern der BOR-Reihe gebaut, die in der Anfangsphase allesamt die Geometrie und die Flugeigenschaften des Spiral-Raumgleiters hatten. Auch die Entwicklungsteams, die Testmethoden und das Zuliefernetzwerk von Spiral wurden zu großen Teilen in das Buran-Programm übernommen.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Mikojan-Gurewitsch_MiG-105 

    Videos: Mikoyan-Gurevich MiG-105: The Soviet Spaceplane With a Shoe Nose 

                 The Forgotten Soviet Space Plane 

     

    Ein aufgrund seiner Paßungenauigkeit von z.T. bis zu 4mm nicht ganz einfach zu bauender Kit. Es gibt viel Schleifarbeit und man muß eigentlich ständig testen, wie die Teile zueinander passen. Andererseits ist die MiG 105-11 ein absoluter Exote unter den Flugzeugmodellen und unverzichtbar im Bereich der Raumfahrt, weshalb man schon mal die Extraarbeit gerne auf sich nimmt. Das Ergebnis läßt sich allemal sehen, auch wenn Einiges an Zusatzdetaillierung hinzugefügt werden muss. Auf alle Fälle nichts für Ungeübte oder Anfänger . . .