Ein Fahrradtaxi, auch Fahrradrikscha, ist ein Fahrrad, das zum Transport von Passagieren oder Gütern von Fahrradkurieren eingesetzt wird. Im Gegensatz zur traditionellen Rikscha wird eine Fahrradrikscha nicht vom Fahrer gezogen, sondern durch sein vorgebautes Fahhrad durch Pedalieren vorangetrieben.
Sehr bald mit dem Aufkommen der ersten Fahrräder entwickelte sich der Wunsch, nicht nur sich selbst, sondern auch eine zweite Person damit zu befördern. Zuerst transportierten Radfahrende wohl ihre Kinder (und Gepäckstücke). Da diese Art des Personentransports umweltfreundlich ist, in verkehrsreichen Innenstädten außerdem eine schnellere Fortbewegung ermöglicht, kam bereits um 1900 der Personentransport als bezahlte Dienstleistung auf. Die Transportfahrzeuge erhielten in Anlehnung an bekannte Fortbewegungsmittel die Bezeichnung Fahrrad-Droschke. Vor allem nach 1945 verbreitete sich weltweit das Fahren von Personen gegen Entgelt. Daraufhin bürgerte sich im deutschsprachigen Raum die Bezeichnung Fahrradtaxi ein. Fotografen aus Berlin haben Fahrradtaxis im vom Krieg gezeichneten Stadtzentrum dokumentiert: In der NBI aus dem Jahr 1971 ist ein solches Gefährt, ein zweirädriger selbstgebauter Anhänger mit Sitzbank, der mittels einer starren Stange am Rahmen eines gewöhnlichen Fahrrads befestigt wurde, abgebildet. Das Bild trägt die Unterschrift: „Ein früher Vorläufer der heutigen ‚Wolga‘-Taxen: Das Fahrradtaxi, Baujahr 1945, am zerbombten Alexanderplatz.“
Am populärsten ist das Fahrradtaxi in Ostafrika, wo es Bodaboda genannt wird. Der Passagier sitzt hinter dem Fahrer auf einem gepolsterten Rücksitz auf dem Gepäckträger. In den meisten Ländern ist dieses Standard-Fahrradtaxi (zwei Erwachsene auf einem Fahrrad) nicht zugelassen. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts werden in den größeren Städten allerdings fast nur noch Motorradtaxis eingesetzt.
In vielen größeren Städten gibt es Fahrradtaxis zu touristischen Zwecken, oftmals gibt es jedoch eine Winterpause. Die Fahrradtaxis werden meist für Stadtrundfahrten oder kurze bis mittlere Zielfahrten eingesetzt. Optisch wird zwischen Front- und Heckladern unterschieden. Manche Anbieter haben ihre Fahrzeuge aufwendig gestaltet und fallen durch ein lokales Branding auf. Jedes Fahrradtaxi kann jährlich eine Strecke von etwa 10.000 Kilometern zurücklegen. Weiterhin können Fahrradrikschas in manchen Orten ausgeliehen werden, was für besondere Anlässe, wie Hochzeiten, genutzt wird.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrradtaxi
Videos: heritagetransportmuseumindia
Mit Fahrradrikscha durch Dehli
Dieser nette kleine Bausatz überrascht durch liebevolle Details. Es ist ein sog. Schraubbausatz, da er nicht geklebt wird, sondern mit Schrauben zusammengehalten wird. Natürlich kommt er aus Asien - ich vermute mal China - und ist für nur wenig Geld zu haben.
Die Basis bildet ein Metallrahmen, an den sämtliche vorlackierte Teile angebaut werden. Ich ließ es mir nicht nehmen, diese kleine Rikscha nachzudetaillieren. Leider fehlte in meinem Bausatz ein Pedal, das ich aber scratch nachbaute und es nun (kaum mehr) auffällt, wenn man's nicht extra erwähnt.








