Montag, 5. Oktober 2026

Northrop XP-56 Black Bullet (Diorama) - FEresin & MPM 1/72

Die Northrop XP-56 Black Bullet war ein Experimentalflugzeug zur Erprobung des Druckpropellerkonzepts für Jagdflugzeuge.

 

Im November 1939, kurz nach der Gründung durch Jack Northrop, beteiligte sich die Northrop Corporation an einer Ausschreibung der United States Army Air Forces für ein neues Jagdflugzeug. Neben Northrop legten noch Vultee Aircraft mit der XP-54 'Swoose Goose' und Curtiss mit der XP-55 'Ascender' eigene neue Konzepte vor.

Northrops Entwurf sah ein schwanzloses, mit zwei gegenläufigen Druckpropellern angetriebenes Jagdflugzeug vor, das von dem zu dieser Zeit in der Entwicklung befindlichen flüssigkeitsgekühlten Motor Pratt & Whitney X-1800-A3G angetrieben werden sollte.
Der Auftrag zur Fertigung eines Prototyps erging am 22. August 1940, in der folgenden Zeit wurden im Rahmen der Konstruktion durch Windkanalversuche an einem gleichzeitig entstehenden 1:1-Modell noch verschiedene Änderungen nötig.
Da die Arbeiten am X-1800-Motor eingestellt wurden, musste stattdessen ein luftgekühlter P&W R-2800-29 eingebaut werden, der aber eine Änderung des Rumpfes erforderte und das Gewicht der Maschine um 1000 kg erhöhte. Die Arbeiten wurden dadurch um fünf Monate verzögert. Nach der Besichtigung des Modells durch Mitglieder der Army Air Forces wurden noch Änderungen am Fahrwerk, dem Cockpit und an der Bewaffnung vorgenommen. Am 13. Februar 1942 erging der Auftrag zur Fertigung eines zweiten Prototyps an Northrop.
Im März 1943 fanden die ersten Triebwerkstestläufe statt, anschließend wurde die Maschine zum Flugversuchsgelände Muroc (heute Edwards Air Force Base) gebracht, wo am 6. September der 1,6 km lange Erstflug in nur 1,2 m Höhe stattfand. Hierbei zeigte sich auch eine zu geringe Stabilität um die Hochachse, die durch eine Vergrößerung des Seitenruders ausgeglichen werden sollte.
Bei Hochgeschwindigkeitsrollversuchen im Herbst 1943 platzte dann ein Reifen, das Flugzeug wurde beim darauffolgenden Überschlag vollständig zerstört. Der Pilot blieb jedoch nahezu unverletzt.
Als Konsequenz aus diesem Unfall wurde beim zweiten Prototyp das Fahrwerk überarbeitet, der erste Testflug konnte jedoch aufgrund schlechten Wetters erst am 23. März 1944 stattfinden. Die nachfolgenden Testflüge und Windkanalversuche zeigten, dass die Maschine immer noch instabil war und auf Grund des höheren Gewichts die geplante Höchstgeschwindigkeit nicht erreichen konnte.
Später wurde die Erprobung eingestellt, da die Fortschritte in der Entwicklung der Strahlflugzeuge das Konzept überflüssig machten.
Für Jack Northrop hingegen lieferte das Projekt wichtige Erkenntnisse, die er später bei seinen YB-35- und YB-49-Nurflügelbombern verwerten konnte.
Der zweite Prototyp existiert noch heute; er ist beim National Air and Space Museum in Silver Hill, Maryland eingelagert.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_XP-56
Video : DE Navigation überspringen Erstellen Avatarbild Northrop XP-56 Black Bullet  

 

Es ist schon länger her daß ich die "frühe" XP-56 gebaut habe, aber allein vom Gewicht her ist sie definitiv aus Resin. Leider habe ich das Original-Deckelbild nicht mehr gefunden - soweit ich weiß war sie auch nur in Plastik eingeschweißt - also bin ich mir nicht sicher ob es wirklich die Firma FEresin gewesen ist, die dieses Kleinserien-Modell auf den Markt gebracht hatte. Mittlerweile gibt es einen guten Spritzgußbausatz dieser Maschine von MPM.

Der Zusammenbau ging rasch und die Paßgenauigkeit der wenigen Teile geht in Ordnung. Es war auch eine kleine Ätzplatine dabei, die Fahrwerk- und Cockpitdetails beinhielt. Ein sehr schönes Modell, aus dem "aus Wenig Viel" gemacht werden kann. 

Mein Diorama zeigt diese Maschine nach einem ihrer zahlreichen Testflüge, gelandet in der Wüste.




























 

Freitag, 2. Oktober 2026

Mikoyan-Gurewitsch MiG-17 PF North Vietnam (Shenyang J-5) - KP-Models 1/72

Die Mikojan-Gurewitsch MiG-17 (russisch Микоян-Гуревич МиГ-17, NATO-Codename: Fresco) war ein einstrahliges Kampfflugzeug der Zeit des Kalten Krieges aus sowjetischer Produktion. Hersteller war Mikojan-Gurewitsch.

In der Grundausführung war die MiG-17 ein einsitziger Mitteldecker, der über ein einziehbares Fahrwerk und eine Druckkabine verfügte. Die Maschine beruhte auf den Erkenntnissen, die mit der MiG-15 gesammelt worden waren. Das Kampfflugzeug wurde in mehreren Varianten in Großserie hergestellt und in einer Reihe weiterer Staaten in Lizenz gefertigt. Nachfolger war die MiG-19.

Ein Bild der Originalmaschine in NordVietnam - Quelle: HM Vietnam MiG-17

Die Serienfertigung lief im Juni 1956 im Flugzeugwerk Shenyang (ehemals Mukden) an. Am 19. Juli 1956 startete die erste in China produzierte MiG-17 zu ihrem Jungfernflug. Ursprünglich erhielten die Maschinen den Namen Typ 56, wurden dann jedoch ab 1964 als Jianjiji-5 (auch Jian-5 oder einfach J-5) bezeichnet. China exportierte die J-5 auch unter der Bezeichnung Shenyang F-5. Das Triebwerk WK-1 wurde ebenfalls in Lizenz gefertigt. Sie wurden in Harbin hergestellt und erhielten den Namen Wopen-5 (WP-5). Das erste Serientriebwerk konnte seinen Abnahmelauf am 19. Juni 1956 erfolgreich beenden. Die Maschinen erhielten wie der sowjetische Ausgangstyp die NATO-Bezeichnung Fresco-C. Die Produktion endete 1959 nach 767 gebauten Flugzeugen. Die Exportversion erhielt die Bezeichnung F-5.

Nach dem Koreakrieg begann eine umfangreiche Aufrüstung Nordkoreas. 1956 wurden 150 MiG-17F und Shenyang F-5 geliefert, dazu kamen ab 1958 noch MiG-17PF. 1990 waren noch über 150 Maschinen einsatzbereit. 
 
 
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Der Bausatz ist simpel und rasch zu bauen. Ich hatte noch eine Ätzplatine für die MiG-17 und habe davon Einiges verwendet, hauptsächlich für das Cockpit. Der KP-Bausatz hat erhabene Details, die ich diesmal nicht abschliff, da das ja im Diorama eh kaum zu sehen ist. Ich habe lediglich den hinteren Rumpf aufgebohrt und Halterungen für die Plexiglasstange eingebaut. Die Lackierung ist von der berühmten 3020 von Le Hái, der eines der Topasse von Nordvietnam war. 

Ich hatte da schon einmal ein Diorama eines Papiermodells im Maßstab 1/100 von dieser MiG-17 gemacht, aber leider wurde das Modell arg in Mitleidenschaft gezogen, als ich es auf mehreren Modellbau-Ausstellungen zeigte. Daher fasste ich den Entschluß, das doch empfindliche Papiermodell gegen ein Plastikmodell auszutauschen. Und da 1/72 doch eher 'mein' Maßstab ist, wurde es der Kit von KP-Models. Die Dioramenbasis mit Hintergrund wurde wiederverwendet.



Ein guter Freund bat mich das Papiermodell von Scissors & Planes zu überarbeiten, da er mit der Farbgebung und den Details nicht so ganz zufrieden war. Hier der Bogen, wie er mir zur Verfügung stand :























 

 
 
Ein guter Freund bat mich das Papiermodell von Scissors & Planes zu überarbeiten, da er mit der Farbgebung und den Details nicht so ganz zufrieden war. Hier der Bogen, wie er mir zur Verfügung stand :
 


nach einigen Wochen hatte ich die Details überarbeitet und sogar ein Cockpit hinzugefügt :


. . . natürlich galt es herauszufinden, ob alle Teile auch wirklich zueinanderpassten, also wurde ausgedruckt und gebastelt . . .