Sonntag, 3. Mai 2026

Die Reise ins Labyrinth - Koboldkönig Jareth - McFarlane Toys 1/12

Die Reise ins Labyrinth ist ein Fantasy-Abenteuerfilm, bei dem Rollen mit Animatronics besetzt sind. Er wurde 1986 im Original unter dem Titel Labyrinth veröffentlicht. Der Film startete am 11. Dezember 1986 in den deutschen Kinos. 


Sarah, eine 15-jährige Jugendliche, fühlt sich von ihrem Vater und ihrer Stiefmutter ungerecht behandelt und flüchtet sich in die Fantasiewelt eines Buches. Eines Tages soll sie als Babysitterin für ihren kleinen Halbbruder Toby agieren. Da Toby quengelt und durch nichts zu beruhigen ist, ist Sarah sehr schnell mit der Situation überfordert, und sie wünscht sich impulsiv, dass Kobolde das Baby holen mögen – was dann prompt geschieht und sie kurz danach bereut. Das Baby Toby ist weg, dafür erscheint der Koboldkönig Jareth. Kein Bitten und Betteln kann helfen, ihn zu überreden, Toby zurückzugeben. Doch er lässt ihr 13 Stunden Zeit, um den Kleinen aus seinem von einem riesigen Labyrinth umgebenen Schloss zu befreien. Andernfalls wird Jareth Toby in einen Kobold verwandeln.

Der Weg zum Schloss „jenseits der realen Welt“ führt durch ein verzaubertes Labyrinth voller Gefahren, Wunder und seltsamer Wesen: sprechende Felsen, wilde Monster, helfende und sprechende Hände, rätselhafte Türen, verspielte Feuertrolle, hinterlistige Wurzelwichte und das „Moor des ewigen Gestanks“. Doch in diesem Labyrinth findet Sarah nicht nur Hindernisse, sondern auch neue Freunde, die ihr dabei helfen, die vielen Schwierigkeiten bei ihrer Rettungsaktion zu meistern.

Der Film verzichtet größtenteils auf bekannte Stars und wird zum Großteil von "Puppen" des Vaters der Muppets - Frank Oz - bevölkert. Die Rolle des Koboldkönigs Jareth übernahm David Bowie, der dem Film seine künstlerische Note aufprägte, viele Ideen und Anregungen beisteuerte und das Filmereignis zu einem zeitlosen Kultfilm machte.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Reise_ins_Labyrinth  

Videos: Die Reise ins Labyrinth - Trailer 

             DAVID BOWIE - Erinnerungen an den Koboldkönig | Labyrinth (1986) | OmU 

 

Diese Sammlerfigur hatt ich vor Jahren gekauft, in die Vitrine gestellt und dann komplett vergessen. Als ich Modelle für eine Ausstellung zusammensuchte, da kam mir diese Figur von Jareth wieder unter. Ein Vergleich mit Filmfotos deckte dann doch so einige Schwachstellen auf, die ich beabsichtigte auszubessern: so war der Mantel metallicblau, das Original schwarzlila - die Innenseite, wie auf dem Bild gut sichtbar, in einem Altrosaton - im Original beige bis blaßgold, das Gesicht und die Haare viel zu dunkel und die Maske sehr plastikmäßig und unpassend . . . 





















 Labyrinth - David Bowie Crystal Ball Juggle


 



 

Mittwoch, 29. April 2026

Der rote Ritter von Wien - Monogram 1/8

Der Deutsche Orden zu Wien hat eine spektakuläre Geschichte hinter sich.

Gegründet wurde er 1190, während des III. Kreuzzuges als Hospitalgemeinschaft des deutschen Kreuzfahrerkontingents, daher stammt auch der Name. Das erste Ordensspital entstand in Akkon, im heutigen Nordisrael. Dem Spital wurden auch Verteidigungspflichten auferlegt, 1198 geschah die Umwandlung in einen Ritterorden. Der Orden gründete Niederlassungen in Italien, Spanien, Armenien und im Heiligen Römischen Reich. Seine wichtigste Aufgabe: der Kampf gegen die "Heiden" .

Zur Blüte ihrer Macht stiegen die Ritter erst mit der Gründung eines Staates auf. Anfang des 13. Jahrhunderts rief der polnische Herzog Konrad von Masowien die Ritter zur Missionierung Preußens. Der Ritterbund eroberte große Gebiete im Baltikum und in Teilen Polens. Die Landesherren errichteten sich in Marienburg (polnisch Malbork), bei Danzig, eine Residenz. "Die Herrschaft des Ordens im Inneren beruhte auf der Einbindung der deutschen und indigenen Bevölkerung" , sagt der Hamburger Historiker Jürgen Sarnowsky. Nach außen setzten die Ritter ihre blutige Missionierungsarbeit fort und führten Krieg gegen Litauen. 

Rüstkammer zu Wien 

In ihrer Zeit als Landesherren legten die Hochmeister eine beachtliche Sammlung repräsentativer Kostbarkeiten an. Dabei ist der Orden mit Österreich eng verbunden. Im 15. Jahrhundert ging der Ordensstaat unter. Im Dreizehnjährigen Krieg (1454-1466) musste der Hochmeister die Marienburg an seine Söldner verpfänden, die die Burg an Polen weiterverkauften. Neuer Sitz der Ritter wurde Mergentheim in Baden-Württemberg. Ab dem 16. Jahrhundert stellten häufig Regenten aus dem Hause Habsburg die Hochmeister. Für die Habsburger waren das ansehnliche Posten, dem Orden sicherte das eine gewisse Rest-Bedeutung. Als 1809 Napoleon den Orden auflöste, wurde die Residenz nach Wien verlegt.

Quelle: https://www.derstandard.at/story/1250003673451/crossover-die-letzten-ritter-von-wien

Videos: Pacival - der rote Ritter 

             Hofjagd- und Rüstkammer im KHM: Klingenschmiede und modisches Rittertum 

Monograms Ritterserie soll keine spezifischen Ritter zeigen, sondern repräsentative Ritterrüstungen ihrer Zeit darstellen. Da in Wien in der Rüstkammer noch heute die meisten mittelalterlichen Ritterrüstungen gezeigt werden, so ist es nicht verwunderlich, daß man eine repräsentative Rüstung daraus als Modell gestaltet hat. Daß man dann mit "dem roten Ritter von Wien" das Modell angepriesen hat, wird wohl eine Anspielung an das Drama "Parzival - der rote Ritter" sein.

Parzival ist ein Versroman der mittelhochdeutschen höfischen Literatur von Wolfram von Eschenbach, der zwischen 1200 und 1210 entstand. Das Werk umfasst etwa 25.000 paarweise gereimte Verse und wird in den modernen Ausgaben in 16 Bücher gegliedert.

In kunstvoll verzahnten Handlungssträngen einer Doppelromanstruktur werden die Aventiuren erzählt, die abenteuerlichen Geschicke zweier ritterlicher Hauptfiguren – einerseits die Entwicklung des Titelhelden Parzival (von altfranzösisch Perceval) vom Unwissenden im Narrenkleid zum Gralskönig, andererseits die gefahrvollen Bewährungsproben für den Artusritter Gawain.

Thematisch gehört der Roman zur sogenannten Artusepik, wobei die Aufnahme Parzivals in die Tafelrunde des legendären britischen Königs nur als Durchgangsstation der Gralssuche erscheint, doch dann zur Voraussetzung seiner Bestimmung als Gralskönig wird.

Der Stoff wurde literarisch, aber auch in der Bildenden Kunst und in der Musik vielfach bearbeitet; die nachhaltigste Wirkung erreichte Richard Wagners Adaption für das Musiktheater mit seinem Bühnenweihfestspiel Parsifal (Uraufführung 1882).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Parzival 



Ursprünglich stammt dieses Modell von der Firma Aurora und wurde später von Monogram abgekauft und vertrieben. Nach der Fusion mit Revell ging der rote Ritter an diese Firma und wurde unverändert von diesen im handel angboten.  

Der Bausatz ist liebevoll gestaltet und gewährleistet ein schönes Schaumodell einer Ritterrüstung um das Jahr 1480. Natürlich haben sich Fehler eingeschlichen oder es wurden manche Partien nicht ästhetisch korrekt gestaltet - der Bausatz stammt ja doch schon aus dem Jahre 1963, wo die Formen noch handgemacht waren. Dennoch lässt sich mit ein wenig zusätzlicher Arbeit ein tolles Modell erstellen. Die Farbgebung über alles Rot - naja, ist nicht wirklich historisch korrekt, aber nachdem man in der Serie einen schwarzen Ritter, einen Silberritter und einen blauen Ritter anbot, so mußte der Wiener Ritter halt komplett rot gestaltet sein. Normalerweise wäre über der Rüstung ein roter Überwurf getragen worden, der aber zum kampfe abgelegt worden wäre, also nahm ich mir ein paar historische Beispiele zur Brust und machte eine "realistischere" Farbgestaltung der Rüstung. Sicherlich ist auch diese nicht historisch korrekt, kommt der Sache aber durchaus näher.

Der Bau ist relativ einfach. Die Teile müssen ausnahmslos nachgearbeitet werden und passen leidlich zusammen. Ich habe meinem roten Ritter ein Alu-Outfit verpasst, das mit Goldfolie aufgewertet wurde. Der Rest wurde bemalt und Klarlackiert. Der Kopf sollte laut Bauplan und Teilen auf die Rüstung aufgesetzt werden, was dem Ganzen ein unnatürliches Aussehen verliehen hätte. So habe ich den Halsausschnitt aus der Rüstung herausgesägt und den Hals dort eingepasst. Zudem gab es keinen Ritter, der barhäuptig in seinen Helm geschlüpft wäre - also erhielt mein Wiener Kinderl von mir eine Polsterhaube aus Zellstoff. Ich hoffe er gefällt - es war zumindest eine Herausforderung, all die Rundungen und Rüstungsteile mit Alufolie zu verkleiden . . . ich habe zumindest viel dabei gelernt.




















 

 

Freitag, 24. April 2026

Elvira auf Kürbis - 3D-Druck 1:35

Die Schauspielerin Cassandra Peterson wurde in den USA bereits vor dem Kinofilm als Gastgeberin und Moderatorin Elvira, Mistress of the Dark (Elvira, die Herrin der Dunkelheit) bekannt. Ihre wöchentliche Fernsehsendung auf dem Sender KHJ, Los Angeles hieß Movie Macabre. Ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild mit eng anliegenden, tief geschnittenen Kleidern ist in Film und Sendung praktisch identisch. Den Film beendet Elvira genau wie die einzelnen Episoden der TV-Serie mit ihrem Standardspruch als Abschiedsformel: „Unerfreuliche Träume!“ (auf Englisch Unpleasant dreams!). 

 

Die flamboyante Elvira präsentierte als Fernsehmoderatorin billige und größtenteils schlechtgemachte Horrorfilme im Nachtprogramm und träumte von ihrer eigenen Las-Vegas-Show. Ausgefallenes Make-up bei blassem Teint und großzügig geschnittene Kleider, die ihr Dekolleté zur Geltung bringen, sind ihr Markenzeichen. So begann Elvira ihre Karriereund wurde rasch zum Kult. Daraufhin gab es mit ihr einen Kinofilm - Mistress of the Dark - der mit eben diesem Thema begann. Allerdings ändert sich rasch die "Realität" in eine rasante Horrorkomödie, wobei die plötzliche Botschaft von einer überraschenden Erbschaft durch ihre verstorbene Großtante Morgana Talbot ihr äußerst gelegen kommt, da sie gerade ihren Job verloren hat, nachdem sie sich geweigert hat, mit ihrem neuen Chef zu schlafen. Das in Aussicht stehende Erbe, eine Villa in der neuenglischen Stadt Fallwell, Massachusetts, verspricht Elviras Traum einer eigenen Bühnenshow, die eine finanzielle Investition von 50.000 Dollar erfordert, doch noch zu ermöglichen.

Im Jahr 2001 erschien ein zweiter Spielfilm namens Elvira’s Haunted Hills mit Schauspielerin Cassandra Peterson in der Titelrolle als Elvira. In Anlehnung an all die Billig-Horrorfilmchen ist auch dieser Film sehr "billig" gemacht, was aber zu Elviras Kultstatus passt. So ist der "Specialeffekt" des im Boden versinkenden Schlosses so "toll" gemacht, daß man sieht, daß das auf Karton gedruckte Schloss einfach nach unten gezogen wird und mit ein wenig Zigarettenrauch untergeht. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elvira - Herrscherin_der_Dunkelheit 

Videos: Elvira's Movie Macabre (Dr Black & Mr. Hyde) | 1982 

             Elvira's Haunted Hills (2001) - Official Trailer 

             What Most People Don't Know About Elvira