Sonntag, 29. Mai 2016

MBB/Kawasaki BK-117 ADAC - Matchbox 1/72

Der BK 117 ist ein leichter zweimotoriger Mehrzweckhubschrauber, der im Jahr 1979 in einer Gemeinschaftsproduktion des deutschen Herstellers Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) und der japanischen Kawasaki Heavy Industries (KHI) entstand. Das Nachfolgemodell, die vergrößerte und modernisierte Version BK 117 C-2, bei Airbus Helicopters (ehem. Eurocopter) EC145 genannt, hatte im Jahr 2000 seinen Erstflug. Heute firmiert der Hersteller unter dem Namen Airbus Helicopters. Alle Versionen wurden auch in Japan gebaut, der BK 117 C-2 (EC145) und der BK 117 D-2 (H145) waren dort ebenso in Produktion.

 

Ziel bei der Entwicklung des Hubschraubers war es, möglichst viele bewährte Komponenten des Vorgängermodells Bölkow Bo 105 weiter zu verwenden, aber gleichzeitig mit dem Stand der Technik mitzuhalten und mehr Platz im Innenraum zu schaffen. Besonders im Rettungseinsatz hatten sich die beengten Raumverhältnisse in der Bo 105 als bisweilen hinderlich erwiesen. Der Kooperationsvertrag zwischen MBB und KHI wurde durch Ludwig Bölkow und Teruaki Yamada am 25. Februar 1977 unterzeichnet. Er sah vor, dass MBB den neuen Hauptrotor einschließlich der zugehörigen Steuerungsbauteile und KHI die Zelle und das Hauptgetriebe entwickeln sollte. Die Entwicklungskosten von geschätzt 100 Millionen US-Dollar wurden zu gleichen Teilen aufgeteilt. Am 13. Juni 1979 fand in Ottobrunn der Erstflug des Prototyps P2 der BK 117 statt. Dieser Prototyp existiert noch heute und ist im Hubschraubermuseum Bückeburg zu besichtigen.

MBB ging später als Teil von Daimler-Benz Aerospace (DASA) zusammen mit der französischen Aérospatiale im neuen Unternehmen Eurocopter auf, zu deren Programm der BK 117 bis heute gehört – inzwischen in der als EC145 bezeichneten Variante BK 117-C2. Das Modell BK117 D2 wurde bis März 2015 unter dem Produktnamen EC145 T2 verkauft. Seither wird die neueste T2-Variante unter dem Produktnamen H145 verkauft. Im Jahr 2019 wurde ein Upgrade des Rotorsystems vorgestellt. Das bisher verwendete 4-Blatt-System mit Titankopf wurde durch ein kopfloses 5-Blatt-System ersetzt. Das ATR-System (advanced technology rotor) soll im Vergleich zum Vorgänger weniger Vibrationen, eine geringere Blattlänge, geringeres Leergewicht und höhere Nutzlast bewirken. Es ermöglicht ein Falten der Blätter zum Transport und erleichtert das Einhallen. Diese Ausbaustufe wird unter dem Produktnamen BK117 D3 geführt.

Der BK 117 wird hauptsächlich in den Aufgabenbereichen Luftrettung und Intensivtransport oder als Polizeihubschrauber genutzt. Dafür sind Ausstattungspakete des Herstellers oder von Drittausrüstern, wie z. B. eine Seilwinde, verfügbar. Dies befähigt den Hubschrauber auch für den SAR-Dienst in schwer zugänglichem Gelände. In Deutschland besitzen daher auch die Luftrettung des ADAC und die DRF Luftrettung die größten Kontingente, in Spanien die Guardia Civil; in Frankreich ist die Gendarmerie unter anderem mit dem EC145 ausgerüstet. In manchen Staaten befand oder befindet sie sich in militärischer Verwendung, beispielsweise im Irak und Südafrika oder den Vereinigten Staaten (siehe UH-145).

Im April 2013 demonstrierte Eurocopter mit einem als Optionally Piloted Vehicle ausgeführten EC145 unbemannte Flüge auf der französischen Luftwaffenbasis Istres. Das Flugprofil enthielt automatische Starts und Landungen, Flüge entlang einer durch Wegpunkte vorgegebenen Route sowie das Absetzen einer unter dem Hubschrauber hängenden Außenlast. Kontrolliert wurde der Hubschrauber dabei von einer Bodenstation aus.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/MBB/Kawasaki_BK_117

 

ADAC Rettungshubschrauber Eurocopter-Kawasaki BK-117B-2 Takeoff in Poing D-HMUM

             Transport Helicopter BK117 B2 1992 ADAC MBB Kawasaki Hubschrauber 

Ein für damalige Verhältnisse schon sehr fortschrittlicher Bausatz mit einer grundlegenden Innenausstattung, aus dem man wesentlich mehr herausholen könnte als ich es damals tat. Mir fehlte schlichtweg das Wissen und die Möglichkeit detaillierte Unterlagen über die BK-117 zu bekommen. Erst als mein Modell im Museum stand kam die Fernsehserie "Medikopter 117" ins Fernsehen . . . 



















 


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