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Freitag, 12. Februar 2021

Fairey Battle - Airfix 1/72

Die Fairey Battle war ein britisches Kampfflugzeug der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der einmotorige Tiefdecker wurde gegen Ende der 1930er Jahre für die Royal Air Force von Fairey Aviation entwickelt. Die als leichter Bomber eingesetzte Maschine hatte ein einziehbares Fahrgestell. Ihre Besatzung zählte zwei oder drei Mann.  

Der Entwurf von Faireys Chef-Konstrukteur Marcel Lobelle ging auf die Spezifikation P.37/42 für einen leichten zweisitzigen Tagbomber zurück, der den Hawker-Hart-Doppeldecker ersetzen sollte. Der Erstflug erfolgte am 10. März 1936. Zu diesem Zeitpunkt waren aufgrund des beschleunigten Ausbaus der RAF bereits die ersten 155 Serienmaschinen nach der Spezifikation P.23/35 bestellt worden, von denen die erste im Juni 1937 flog. Insgesamt wurden bis zur Produktionseinstellung 2185 Maschinen hergestellt, von denen 1156 von Fairey selbst und nach dem für Großserien eingeführten Konzept der „Schattenfabrik“ 1029 von der Austin Motor Company hergestellt wurden. 18 Stück wurden bei "Avions Fairey" in Belgien in Lizenz gefertigt.

Es gab die Varianten Fairey Battle I, II, III und V, je nachdem, ob sie mit einem Rolls-Royce Merlin I, II, III oder V ausgerüstet waren. Zudem existierte zu Ausbildungszwecken eine Variante "Fairey Battle Trainer" mit zwei Steuerknüppeln.

Von Mai 1937, als die ersten Fairey Battle Mk. I an die Squadron 63 der Royal Air Force (RAF) ausgeliefert worden waren, bis zum 3. September 1939 hatte die RAF über 1000 Stück der Typen Mk. I, II und III erhalten. 10 Staffeln verlegten bei Beginn des Zweiten Weltkrieges nach Frankreich und bildeten dort den Großteil der RAF Advanced Air Striking Force.

Die Fairey Battle wurde vor allem als leichter Bomber zur Luftunterstützung von Bodentruppen eingesetzt. Ihre Zuladung von vier 113-kg-Bomben, die in vier Bombenschächten in den Tragflächen untergebracht war, konnte durch Außenaufhängungen auf 680 kg erhöht werden. Die Battle war jedoch den gegnerischen Flugzeugen der deutschen Luftwaffe unterlegen, da sie zu langsam und ihre Reichweite zu begrenzt war. Bei ihren Einsätzen 1940 in Frankreich erlitten die Fairey-Battle-Staffeln der RAF schwere Verluste, woraufhin der Typ aus dem Kampfeinsatz abgelöst wurde. Die Battle wurde anschließend nur noch als Schulflugzeug sowie als Zielschleppflugzeug und – ein Zeichen für ihre zuverlässigen Flugeigenschaften – fliegender Motorenprüfstand für Motoren bis 2000 PS verwendet. In diesen Rollen blieb die Battle bis 1949 im Einsatz.

Neben der RAF setzten auch die Luftstreitkräfte Australiens (insgesamt 368 Stück) und Kanadas (740), außerdem Belgiens (16), Griechenlands (12) und der Türkei (31, bis 1947 verwendet) die Battle ein. Polen hatte für seine Luftstreitkräfte 100 Battle bestellt, um die veraltenden Flugzeuge des Typs PZL.23 Karaś bis zur Einführung des Nachfolgetyps PZL.46 Sum zu ersetzen. Die Maschinen konnten vor Kriegsbeginn nicht mehr ausgeliefert werden. In den ersten Tagen nach dem deutschen Überfall auf Polen wurde ein Flugzeug per Schiff nach Rumänien geschickt, von wo aus es nach Polen gebracht werden sollte. Dies konnte jedoch nicht mehr rechtzeitig erfolgen. Das Flugzeug wurde daraufhin der Türkei überstellt. Schließlich gelangte Irland 1940 in den Besitz einer Battle I, da eine Maschine, die ursprünglich für die Türkei bestimmt war, bei der Überführung ins Bestimmungsland im irischen Hoheitsgebiet notlanden musste. Die Maschine erhielt irische Hoheitsabzeichen und wurde dem Irish Air Corps unterstellt. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fairey_Battle


 











 


Dienstag, 31. Mai 2016

N.A. Rockwell OV-10B Bronco - Airfix 1/72

Die North American Rockwell OV-10 Bronco ist ein von zwei Turboproptriebwerken angetriebenes zweisitziges leichtes Beobachtungs-, Angriffs- und Transportflugzeug mit Kurzstart- und Landeeigenschaften.



Eine besondere Erwähnung kommt der OV-10B zu, von denen die Luftwaffe der Bundeswehr gegen Ende der 1960er-Jahre 18 Maschinen bestellt hatte, die als Zielschleppflugzeug dienen sollten.
Diese unterschieden sich deutlich von der OV-10A. Zum einen besaßen sie weder Bewaffnung noch Sensoren, zum anderen war die schwenkbare Frachttür am Rumpfheck durch eine Glaskanzel ersetzt, durch die der entgegen der Flugrichtung sitzende „Operator“, das Schleppziel einsehen und kontrollieren konnte. Das Schleppziel wurde mittels einer Seilwinde gesteuert, die sich im Frachtraum befand. Weiterhin waren die Flugzeuge mit auffälligen orangefarbigen Flächen versehen, die der leichteren Erkennbarkeit des Schleppflugzeugs während der Zielübungen dienen sollten (diese Übungen fanden zum Beispiel mit Flak im Luftraum über/vor dem Übungs- und Flugabwehrschießplatz Todendorf, der der Truppenübungsplatzkommandantur Putlos unterstellt ist, statt).
Später wurden zwölf dieser Maschinen zur OV-10B(Z) umgerüstet. Diese besaß auf dem Rumpf ein zusätzliches General Electric J85-GE-4-Strahltriebwerk, durch das eine um etwa 150 km/h erhöhte Geschwindigkeit, eine um die Hälfte verkürzte Startstrecke und die dreifache Steigrate erreicht werden konnte. Allerdings bereitete dieses Triebwerk immer wieder technische Probleme und hatte zudem einen so immensen Treibstoffverbrauch, dass es später wieder entfernt wurde. 1990 wurden sämtliche OV-10B außer Dienst gestellt.

 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rockwell_OV-10

Videos: North American Rockwell OV-10B Bronco - German Air Force Luftwaffe

             North American OV-10 Bronco - Shuttleworth Season Premier Airshow 2019