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Samstag, 13. März 2021

Bell AH-1W Super-Cobra - Italeri 1/72

Die Bell AH-1 SuperCobra ist ein zweimotoriger Kampfhubschrauber, der auf der einmotorigen AH-1 Cobra der US-Armee basiert. Die Twin Cobra-Familie, die selbst Teil der größeren Huey-Familie ist, umfasst die AH-1J SeaCobra, die AH-1T Improved SeaCobra und die AH-1W SuperCobra. Die AH-1W war jahrzehntelang das Rückgrat der Kampfhubschrauberflotte des United States Marine Corps, bis sie durch die Bell AH-1Z Viper der nächsten Generation ersetzt wurde.


In den letzten Monaten der Beteiligung der Vereinigten Staaten am Vietnamkrieg startete das Marine Corps die AH-1J SeaCobra, die der HMA-369 (jetzt HMLA-369) an Bord von Denver, Cleveland und später Dubuque, um das Verbot von Seefahrzeugen auf dem Ho Chi Minh Trail in Nordvietnam in der Nähe der Insel Hon La (Tiger) durchzusetzen. Diese wurden als Marine Hunter-Killer (MARHUK) Operationen bezeichnet und dauerten von Juni bis Dezember 1972. Marine Cobras nahmen an der Invasion von Grenada während der Operation Urgent Fury im Jahr 1983 teil und flogen Nahunterstützungs- und Hubschrauber-Eskortmissionen. Zwei Marine AH-1Ts wurden abgeschossen und drei Besatzungsmitglieder getötet. Die Marines setzten die AH-1 1983 während des Bürgerkriegs vor der Küste von Beirut im Libanon ein. Die AH-1 waren mit Sidewinder-Raketen und -Kanonen als Luftschutzmaßnahme gegen die Bedrohung durch leichte Zivilflugzeuge bewaffnet, die von Selbstmordattentätern eingesetzt wurden. Die AH-1W-Variante wurde 1985 und 1986 bei der USMC in Dienst gestellt. USMC Cobras wurden Ende der 1980er Jahre im Persischen Golf, während des Iran-Irak-Kriegs eingesetzt. Die Cobras versenkten drei iranische Patrouillenboote, während sie einen AH-1T durch iranisches Flugabwehrfeuer verloren. USMC Cobras aus Saipan flogen während einer Evakuierung von US-amerikanischen und anderen ausländischen Bürgern aus Liberia im Jahr 1990 "Top Cover". Während des Golfkrieges waren 78 Marine SuperCobras im Einsatz und flogen insgesamt 1.273 Einsätze im Irak ohne Kampfverluste. Drei AH-1 gingen jedoch während und nach den Kampfhandlungen durch Unfälle verloren. Den AH-1W-Einheiten wurde die Zerstörung von 97 Panzern, 104 gepanzerten Personaltransportern und Fahrzeugen sowie zwei Flugabwehrartillerie-Batterien während der 100-stündigen Bodenkampagne zugeschrieben. Marine Cobras unterstützte die humanitäre Intervention der USA in Somalia während der Operation Restore Hope in den Jahren 1992-1993. Sie wurden auch während der US-Invasion in Haiti im Jahr 1994 eingesetzt. USMC Cobras wurden in den 1990er Jahren bei US-Militärinterventionen im ehemaligen Jugoslawien eingesetzt, und zwei AH-1W halfen bei der Rettung des US-amerikanischen Kapitäns Scott O'Grady nach seinem Abschuß seiner F- 16 durch eine SAM im Juni 1995. AH-1 Cobras arbeiten weiterhin mit dem US Marine Corps zusammen. USMC Cobras wurden in den neunziger Jahren auch im Betrieb eingesetzt. USMC Cobras haben auch an der Operation Enduring Freedom in Afghanistan und an der Operation Iraqi Freedom im Irak-Konflikt teilgenommen. Während neue Ersatzflugzeuge als Alternative zu größeren Upgrades der AH-1-Flotte angesehen wurden, zeigten Studien des Marine Corps, dass ein Upgrade die günstigste, unterstützbarste und effektivste Lösung für die Mission des Marine Corps für leichte Kampfhubschrauber war. Während der Invasion des Irak 2003 erlitten 46 von 58 USMC-Cobras Kampfschäden, hauptsächlich durch Infanteriewaffen. Am 19. September 2011 stürzte eine USMC AH-1W während der Trainingsübungen in Camp Pendleton, Kalifornien, ab und tötete die beiden Besatzungsmitglieder an Bord. Eine Untersuchung des Absturzes ergab, dass er durch einen Vogelschlag verursacht wurde. Das Flugzeug kollidierte mit einem Rotschwanzbussard, wobei der Aufprall die Pitch-Change-Verbindung beschädigte, was wiederum Vibrationen an den Rotoren verursachte, die so heftig waren, dass das Getriebe und die Rotoren vom Hubschrauberkörper abbrachen. Ende August 2016 begannen Marine AH-1W Cobras, die von der USS Wasp flogen, Kampfeinsätze über Sirte, Libyen, gegen den Islamischen Staat Irak und die Levante in Libyen zu fliegen, um befreundete Milizen vor Ort aus nächster Nähe zu unterstützen. In den späteren Phasen der Operation flogen AH-1W Kampfmissionen vom Deck der USS San Antonio, nachdem dieses Schiff im Oktober 2016 die Wasp ersetzt hatte. Im Oktober 2020 stellte das US-Marine Corps die AH-1W nach 34 Dienstjahren außer Dienst und ersetzte sie durch die AH-1Z Viper. Die Marines erhielten von 1986 bis 1999 179 Super Cobras, die 933.614 Stunden flogen.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Bell_AH-1_SuperCobra 

Videos: AH-1W Super Cobra Weapons Demonstration 

             Bell Textron AH-1S Cobra Helicopter Chin Turret & Rocket System 87344

             Squadron's Last AH-1W Super Cobra Flies To The Boneyard 


 


















 

Montag, 18. November 2019

Bell AH-1G Huey-Cobra - Matchbox 1/72

Die Bell AH-1 Cobra ist der erste echte Kampfhubschrauber des US-amerikanischen Herstellers Bell Helicopter. Bei seiner Auslieferung Mitte der 1960er Jahre war er der erste reine Kampfhubschrauber der Welt; zuvor gab es lediglich bewaffnete Transporthubschrauber.   
 

 
Im Vietnamkrieg zeigte sich erstmals der Bedarf an bewaffneten Begleitschutzhubschraubern. Hubschrauber wurden im großen Stil zur Beförderung von Truppen und Ausrüstung benutzt, konnten jedoch nicht für ihren Selbstschutz sorgen, da sie mit Raketenwerfern und türmontierten Maschinengewehren zu schwer und langsam waren. Begleitschutz durch Kampfflugzeuge der United States Air Force konnte nur ein Notbehelf sein, da die Düsenjäger wegen ihrer höheren Geschwindigkeiten nie wirklich nahe bei den Hubschraubern bleiben konnten.

Bell Helicopter hatte bereits ab den 1950er Jahren mit Kampfhubschraubern auf Basis des Bell 47 experimentiert. Mitte 1962 stellte Bell der US-Armee ein Mock-up des D-255-Entwurfes vor, das 1964 in Form des abgewandelten D-262 für das Advanced Aerial Fire Support System (AAFSS) verwendet wurde. Bell verlor diesen Wettbewerb und entwickelte dennoch ab Dezember 1964 das Modell 206, das am 7. September 1965 zum Erstflug startete und sich im Zeichen des Vietnamkrieges und den nicht verfügbaren Lockheed AH-56 A aus dem AAFSS-Programm als Glücksgriff erwies. Die ersten beiden Vorserienmaschinen der nun als Bell AH-1G bezeichneten Maschine wurden am 7. April 1966 von der U.S. Army bestellt. Der Name verrät schon, dass Bell so weit wie möglich auf Komponenten ihres gerade aktuellen Transporthubschrauber-Modells Bell 204 UH-1C „Iroquois“ zurückgegriffen hatte, beispielsweise Rotor, Getriebe und Turbinen, um die Kosten niedrig zu halten.

Neu war der extrem schlanke Rumpf, der dank der Reduktion auf das Minimum ausgeführt werden konnte. Dies wurde richtungsweisend für alle folgenden Kampfhubschrauber-Typen, die dadurch bei Angriffen dem Feind nur eine sehr kleine frontale Trefferfläche bieten. Der Bordschütze besetzt in der Cobra den vorderen Sitz, der Pilot sitzt hinten leicht erhöht. Der Bordschütze bedient primär die Bordkanone und die externen Waffen. Notfalls können die Besatzungsmitglieder auch jeweilig die Aufgabe des anderen übernehmen, wofür beide Cockpits mit den grundlegenden Fluginstrumenten, Steuerknüppeln und Pitch-Hebeln ausgerüstet sind.

Der AH-1G hatte im Gegensatz zum Prototyp ein festes Kufenlandegestell und der Heckrotor wurde im Laufe der Produktion nach rechts verlegt. Die untere Heckflosse des Heckleitwerkes wurde ebenfalls weggelassen. Die rundum verglaste und oben abgerundete Kabinenhaube mit Panoramasicht aus ungepanzertem Sicherheitsglas sorgte für einen unangenehmen Treibhauseffekt. Deswegen waren die ersten gelieferten AH-1G mit Ventilationsdüsen ausgerüstet. In den tropischen Gebieten Südostasiens waren diese jedoch unzureichend. Deswegen rüsteten die Werkstätten in Vietnam die Hubschrauber mit Klimaanlagen aus, die „environmental control unit“ (ECU) genannt wurden; später wurden diese Anlagen während der Serienproduktion eingebaut. Die „Treibhausverglasung“ stellte die höchste Infrarotsignatur des Helikopters dar, sogar die heißen Triebwerksabgase zogen infrarotgelenkte Waffen weniger an. Zudem wurde der Heckrotor bei der späten AH-1G aus Stabilitätsgründen gegenüber der UH-1C von der linken auf die rechte Seite verlegt, ansonsten wurde beinahe der gesamte Heckbereich von der UH-1C „Huey“ übernommen. Bei der frühen Version waren zwei Landelichter in der Plexiglasnase untergebracht, bei der späten Version konnte ein Landescheinwerfer unterhalb der Nase ausgeklappt werden.

Als Zielhilfe für alle Waffen diente das einklappbare Reflexvisier M73. Das Computersystem kompensiert für den Kinnturm die Eigenbewegungen des Hubschraubers, Windeinflüsse und Zielbewegungen.

Der AH-1G war nur leicht gepanzert. Der Panzerschild vor dem Cockpit schützte vor Beschuss mit Waffen bis Kaliber 7,62 mm; auch die Hydraulik- und Treibstoffführungssysteme waren vor Beschuss und Splitterwirkung geschützt.

Da in Vietnam aus oben genannten Gründen und der allmählichen Ausweitung des Krieges ein großer Bedarf an Kampfhubschraubern bestand und das Konkurrenzprogramm Lockheed AH-56 „Cheyenne“ wegen nicht beherrschbarer konzeptioneller Mängel abgebrochen wurde, konnte die zuerst nur als Übergangslösung vorgesehene Cobra schnell überzeugen und erwies sich bald als unentbehrlich.

Bereits im August 1967 erreichten die ersten HueyCobras die US-Truppen zur Unterstützung der südvietnamesischen Armee. Im Vietnamkrieg musste die United States Army 157 HueyCobras durch Flugabwehrkanonen (FlaK), vier durch Flugabwehrraketen (FlaRak) und zwölf durch Angriffe auf Flugfelder als Totalverlust durch Feindeinwirkung und 109 durch Unfälle abschreiben. Das USMC verlor in derselben Periode zehn Cobras. Die meisten wurden jedoch nur leicht beschädigt, danach repariert und wieder in Betrieb genommen. Die Hauptaufgabe der HueyCobras bestand damals im Einsatz als luftmobile Artillerie, bewaffnete Eskorte und bewaffnete Aufklärung. Es stellte sich bald heraus, dass der M64-Turm auch in Verbindung mit zwei M18-Behältern nicht genug Feuerkraft lieferte. Bei den schlagkräftigen ungelenkten FFAR-Raketen bestand das Problem, dass bei Vorführungen die hochprofessionellen Army-Instruktoren diese punktgenau verfeuern konnten, die ungeübten Army-Piloten diese Präzision jedoch nicht erreichten. Nachts konnten im Verbund mit UH-1-„Hueys“, die seitlich mit Scheinwerferbündeln ausgestattet waren, immer noch Ziele bekämpft werden. In der Regel blieben die HueyCobras aber bei schlechtem Wetter und nachts am Boden.

Nachdem im Jahr 1972 in der Frühjahrsoffensive AH-1Gs von Nordvietnamesen mit 9K32-„Strela-2“-Fliegerabwehrlenkwaffen abgeschossen wurden, mussten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrarot-Signatur ergriffen werden. Am Triebwerksauslass wurde ein „sugar scoop“ (oder „sugar bowl“) genannter Triebwerksabgasumleiter befestigt, der mit seiner toilettenschüsselähnlichen Form und einer wärmedämmenden Verkleidung aus Asbest- und Metallschichten die heißen Abgase in den Hauptrotor umlenkte, wo sie mit Umgebungsluft vermischt und zerstreut wurden. Die leicht getönten Cockpitscheiben wurden in späten Versionen durch klare ersetzt. 

Mit der Auslieferung der neuen Hughes AH-64A „Apache“ ersetzte die United States Army ab Ende der 1980er-Jahre einen Großteil ihrer AH-1F „Cobra“. Lediglich ein Luftkavallerie-Bataillon der Army setzt noch AH-1F-Cobras ein; die restlichen befinden sich in Reserve bei der Nationalgarde. Ab Ende 2004 wird es lediglich noch TAH-1S „Surrogate“ in der Army für die Nachtflugausbildung von Apache-Piloten geben. Das United States Marine Corps hält jedoch bis heute am Einsatz der Variante „SuperCobra“ fest, da sie in geradezu idealer Weise auf die Bedürfnisse dieser Spezialtruppe und die beengten Verhältnisse auf deren Amphibienschiffen zugeschnitten ist (klein, leicht, geringer Platzbedarf, seetauglich und im Verhältnis zur Größe hohe Feuerkraft). Da das Marine Corps nicht auf die wendigen Cobras verzichten wollte, wurden deren AH-1J/T-Bestände auf den Stand des verbesserten Modells AH-1W „SuperCobra“ aus vorhandenen Zellen modernisiert. Der AH-1W „SuperCobra“ ist durch ihre beiden leistungsgesteigerten Turbinen T700 agiler als ihre Vorgängerin AH-1T und kann endlich die volle Bewaffnung über längere Distanzen in das Kampfgebiet befördern. Sie verfügt zudem über neuere Avionik sowie die Möglichkeit, Luft-Luft-Raketen vom Typ AIM-9 Sidewinder mitzuführen. Dadurch stellt die „SuperCobra“ eine Gefahr für feindliche Hubschrauber und Kampfflugzeuge dar. Das USMC lässt die AIM-9 Sidewinder zumeist weg, da diese sonst die beiden wichtigsten Aufhängepunkte belegt. Die vorhandene Panzerung umfasst lediglich die beiden Pilotensitze und die Rotorblätter, die Flugabwehrmunition bis zu einem Kaliber von 23 mm widerstehen können. Der restliche Teil des Hubschraubers ist ungepanzert, was seine Überlebensfähigkeit bei Feindbeschuss stark verringert. So stürzten bei der Operation Urgent Fury bereits zu Beginn des Angriffes zwei AH-1T nach Beschuss ab. Die drahtgelenkten TOW-Raketen wurden durch die modernen lasergelenkten AGM-114 „Hellfire“ ergänzt. Da die teuren Hellfire jedoch nur gegen gepanzerte Ziele sinnvoll eingesetzt werden können, sind die günstigeren TOW-Raketen bei Einsätzen in Afghanistan und im Irak effizienter. Damit war das trotz sehr kurzer Entwicklungszeit bemerkenswert erfolgreiche Muster AH-1 jedoch noch längst nicht ausgereizt: Das neueste Modell AH-1Z „Viper“ verfügt nun über neueste Computer- und Zielsuchtechnik und einen vierblättrigen lagerlosen Hauptrotor, mit dem die Flugleistungen nochmals verbessert werden konnten. Die AH-1Z verfügt allerdings nicht mehr über die Möglichkeit, die Panzerabwehrlenkwaffen des Typs TOW einzusetzen. Bei der Weiterentwicklung der AH-1Z wurde bei Bell im Rahmen des H-1-Programms zeitgleich die UH-1N zur UH-1Y "Venom" modernisiert. Dadurch sollte ein Großteil der Komponenten wie Triebwerk, Getriebe, Avionik, Rotorkopf etc. für beide Hubschrauber genutzt werden können. Bell geht davon aus, dass sich durch die zu 84 % austauschbaren Teile die Betriebskosten bei einer Nutzungsdauer von 30 Jahren um ca. 3 Milliarden US-Dollar reduzieren lassen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bell_AH-1

Videos: Bell AH-1G HueyCobra Armament Systems Helicopter Minigun w/ Turret 84194 

             US Army helicopters AH-1G and OH-6A during operation in Vietnam

             Bell Cobra TAH-1F | The Flying Bulls 



In den 70er Jahren gebaut hatte das Modell dringend eine Restaurierung nötig. Durch starke Sonneneinstrahlung waren die Decals verblaßt und zum Teil abgeblättert. Die Klebestellen waren porös geworden und lösten sich bereits bei der leichtesten Berührung. Nunja, hier die Fotos von der restaurierten Cobra :




















Vor der Restaurierung (und vor den Schäden) sah das Modell so aus :