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Donnerstag, 13. August 2026

Hanomag ST 100 Gigant Schnelltransporter - TP Models resin 1/72

Bereits vor dem Ersten Weltkrieg gab es Versuche, mit Ottomotoren betriebene Straßenzugmaschinen herzustellen, als Pionier auf diesem Gebiet gilt J. E. Christoph in Niesky. Dieses Unternehmen stellte 1907 ein erstes als „Straßenschlepper“ zu bezeichnendes Fahrzeug her. Indessen blieb es sowohl bei Christoph wie auch bei anderen Herstellern zunächst beim Bau von Prototypen und Einzelexemplaren.

Eine Wende trat erst in den 1920er Jahren ein, als die Kraftfahrzeuge zuverlässiger wurden. Damals wurden Güter noch hauptsächlich mit der Bahn transportiert; es gab nur wenige Orte, die weiter als 10 km von einem Bahnhof entfernt lagen. Der Transport vom und zum Bahnhof erfolgte üblicherweise mit Pferdefuhrwerken. Be- und entladen wurden die Fuhrwerke noch von Hand. An der Entladestelle blieben die Pferde eingespannt, fielen also bis zur vollständigen Entladung des Fuhrwerks aus. Der Straßenschlepper konnte dagegen seine(n) Anhänger an der Entladestelle abstellen, neue beladene Anhänger an einer Beladestelle abholen und zu anderen Kunden bringen und die inzwischen geleerten Anhänger auf einer Rückfahrt wieder abholen. Zudem war er schneller als das üblicherweise nur im Schritttempo fahrende Pferdefuhrwerk, das dazu an größeren Steigungen Vorspann brauchte. Aus gleichem Grunde war er auch wirtschaftlicher als der Lastkraftwagen, weil der Lastkraftwagen ebenfalls an der Be- und Entladestelle während der Zeit des Be- und Entladens halten musste und Fahrer und Fahrzeug nicht genutzt wurden.

Infolgedessen begannen zahlreiche Unternehmen mit der Produktion von Straßenschleppern, die ihre Blütezeit in den 1930er und 1940er Jahren erlebten: Insbesondere Kohlen- und Baustoffhändler, aber auch andere Fuhrunternehmer bedienten sich vorzugsweise des Straßenschleppers.

 

Auch die Wehrmacht verwendete Straßenschlepper, einerseits in der Luftwaffe zum Ziehen von Flugzeugen auf Flugplätzen, andererseits im Heer. Der Hanomag Gigant war überall anzutreffen und war eine unersetzliche Stütze der Wehrmachts-Logistik. Ob Geschütze, Baustellenanhänger, Tankanhänger, Tieflader - es gab eigentlich nichts, was vom Straßenschlepper nicht gezogen wurde. Als 1944 die V2 von mobilen Startrampen gestartet wurde, war der Hanomag als Schlepper stets dabei - ob Tankanhänger, Startplattformen, Raketentransporter und Meillerwagen - der Hanomag ST / SS 100 Gigant war das "Mädchen für Alles". Von der Wehrmacht wurden vor allem mittlere und schwere Radschlepper verwendet.

Es gab die verschiedensten Varianten des Gigant. So war die Häufigste jene mit der "großen Kabine", in der zwei Sitzbänke hintereinander Platz fanden. Dann gab es die verkürzte Kabine (hier im Modell zu sehen), die jedoch seltener anzutreffen war, aber die auch im Hanomag Gigant Kran Anwendung fand. Gasflaschentransporter und Munitionstransporter waren weitere Varianten. 

Nach dem Krieg wurde der Hanomag SS 100 Gigant von Frankreich und der Tschechei bis weit in die 50er Jahre weiterproduziert. In der DDR gehörte der Straßenschlepper allerdings insbesondere als Kohlentransportfahrzeug bis 1990 zum alltäglichen Straßenbild.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Straßenschlepper 

Videos: Hanomag SS-100 ‘Gigant’: The Tractor That Launched the V-2 Rocket (’35 - ‘51) 

             Hanomag SS100 “Gigant” – Legendary WWII German Heavy-Duty Truck 

Der Hanomag ST 100 Gigant Schlepptransporter  ist von TP Models und ist ebenfalls ein Resinbausatz. Er ist sehr grob gegossen und braucht viel Nacharbeit. Die Teile passen leidlich zusammen und müssen aufwendig angepasst werden. Auch eine Nachdetaillierung ist notwendig, da im groben Resinguss doch so Einiges verloren ging. Was aber positiv anzumerken ist, das ist die Inneneinrichtung der Fahrerkabine. Da wurde wirklich Detailliebe angedeutet. Leider ist aber dieser Bausatz (meines Wissens) der Einzige mit der kurzen Kabine. Ich bin zumindest froh einen Bausatz ergattert zu haben.



















 

Dienstag, 2. Februar 2021

Messerschmitt Me 321 Gigant - Italeri 1/72

I attach great importance to the statement that the symbols of the Nazi period ( Swastikas ) serve only a faithful reproduction of the models. A political attitude can and should not be derived from it. The generally applicable laws and regulations, which allow an exhibition of Nazi symbols, will therefore be satisfied.


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Ich lege grossen Wert auf die Feststellung, daß die Symbole der NS-Zeit ( Swastikas ) lediglich einer originalgetreuen Wiedergabe der Modelle dienen ! Eine politische Einstellung/ Gesinnung kann und sollte nicht davon abgeleitet werden.

Den allgemein geltenden Gesetzen und Richtlinien, die zwar eine Ausstellung von NS-Symbolen erlaubt, aber eine Verherrlichung verbietet, wird somit entsprochen!
 

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Die Messerschmitt Me 321 Gigant war ein Lastensegler der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Mit 55 Meter Spannweite und über 34 Tonnen Abflugmasse handelt es sich um das größte je gebaute Gleitflugzeug.

Er wurde 1940 in Auftrag gegeben, um im Rahmen des Unternehmens „Seelöwe“ Truppen und Kriegsmaterial nach England zu transportieren. Über 20 Tonnen Nutzlast entsprechend 200 bewaffneten Soldaten oder einem Panzerkampfwagen IV sollten transportiert werden können. 

 

Geleitet von Josef Fröhlich, wurde das Flugzeug unter hohem Zeitdruck innerhalb von drei Monaten konstruiert. Am 25. Februar 1941 absolvierte die Me 321 ihren Jungfernflug. Mangels leistungsstarker Flugzeuge musste sie von drei Bf 110 geschleppt werden (sog. Troika-Schlepp). Hanna Reitsch flog den Giganten um ein allgemeines Urteil abzugeben. Sie konnte das Steuer alleine nicht bewegen - dafür waren die Steuerdrücke viel zu hoch - und eine hydraulisch unterstützte Steuerung war noch nicht ausreichend entwickelt. So gab sie den Anstoß dafür daß ein doppelsitziges Cockpit eingebaut wurde, damit sich die beiden Piloten gegenseitig bei der Handhabung des Giganten unterstützen konnten. Später wurde zum Schlepp eine Ju 290 eingesetzt, die in der Lage war, auch vollbeladene Me 321 zu schleppen. Als die Heinkel He 111 Zwilling zur Verfügung stand wurde dieses Muster vorwiegend zum Schlepp verwendet. Die in der Literatur aufgeführten „zahlreichen schweren Unfälle mit dem Troika-Schlepp“ werden für den Fliegerhorst Obertraubling ausführlich beschrieben.

Die motorisierte Version des Lastenseglers ging im April 1942 erstmals mit vier Motoren an den Start. Es zeigte sich, dass dieses Modell zu schwach motorisiert war, daher wurde die Weiterentwicklung Me 323 V2 mit sechs Motoren ausgestattet. 

Mitte 1941 wurden für den bevorstehenden Angriff auf die Sowjetunion Großseglerstaffeln aufgestellt, die als Schleppflugzeuge Bf 110 einsetzten. 1942 wurde für diese Aufgabe die He 111 Z als Schleppflugzeug entwickelt, die Zusammensetzung von zwei He 111 H6, mit zwei Rümpfen und fünf Motoren mit je 1340 PS. Um den Start zu erleichtern, wurden an die Me 321 Startraketen angebaut. Außerdem konnte das 1,7 Tonnen schwere Fahrwerk beim Abheben abgeworfen werden.  

Bei der Erprobung und Schulung mit der Me 321 kam es zu folgenden schweren Zwischenfällen:

  • 14. März 1941: Die Me 321 V1, Halter BFW, stürzte in Leipheim ab und wurde zerstört. Kein Personenschaden.
  • 19. Mai 1941: Zwei Bf 110 E2 (W.-Nr. 3933, 3974) des Sonderkommandos Merseburg stürzen beim Schleppen einer Ju 52/3m in Merseburg ab. Beide Besatzungen (vier Soldaten der Luftwaffe) kamen ums Leben. Die Ju 52/3m erlitt keinen Schaden. Das ist der einzige Unfall, der „Schleppen“ als Unfallursache hat.
  • 28. Mai 1941: Die Me 321 (W.-Nr. 452), Halter BFW, verunglückte in der Nähe von Regensburg durch Leitwerksbruch. Die fünfköpfige Besatzung kam ums Leben (drei von Luftwaffe, einer von Messerschmitt, einer von Erprobungsstelle Rechlin).
  • 28. Juni 1941: Die Me 321 (W.-Nr. 466) der GS 22 wurde durch einen Startunfall in Leipheim zerstört. Kein Personenschaden.
  • 25. Juli 1941: Die Bf 110 E (W.-Nr. 3924) der Fliegerschule Schlepp Obertraubling hatte in Obertraubling einen Startunfall, bei dem die zweiköpfige Besatzung verletzt wurde.
  • 4. August 1941: Die Bf 110 C4 (W.-Nr. 3634) der Fliegerschule Schlepp Regensburg ging aus unbekannten Gründen verloren. Die zweiköpfige Besatzung wurde getötet.
  • 6. August 1941: Die Bf 110 E2/U1 (W.-Nr. 3729) des Sonderkommandos Merseburg wurde aufgrund eines Motorschadens in Zerbst zerstört. Die zweiköpfige Besatzung wurde verletzt.
  • 13. August 1941: Die He 111 H5 (W.-Nr. 3933) der GS 4 stürzte in Augsburg ab. Die Besatzung verzeichnete zwei Tote und zwei Verletzte.
  • 3. Oktober 1941: Die Bf 110 E1 (W.-Nr. 4029) der Fliegerschule Schlepp Obertraubling machte einen Totalbruch. Ein Besatzungsmitglied wurde verletzt.
  • 8. November 1941: Die Bf 110 B (W.-Nr. 968) der GS 2 erlitt in Obertraubling einen Startunfall. Die zweiköpfige Besatzung wurde verletzt.
  • 15. November 1941: Die Bf 110 E1 (W.-Nr. 3947) der Fliegerschule Schlepp Obertraubling stürzte in Kassel aufgrund technischer Mängel ab. Die zweiköpfige Besatzung wurde verletzt.
  • 10. Dezember 1941: Die Me 321 (W.-Nr. 577) des Versuchskommando Obertraubling stürzte bei Kelheim ab, wobei die dreiköpfige Besatzung ums Leben kam.
  • 8. Januar 1942: Die Bf 110 E1 (W.-Nr. 4025) der Fliegerschule Schlepp Obertraubling ging in Echterdingen aus unbekannten Gründen verloren. Kein Personenschaden.
Weitere acht leichtere Unfälle waren 1941 bei Schulung und Erprobung zu verzeichnen.

 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Messerschmitt_Me_321

Videos: https://www.youtube.com/watch?v=apkaZFSYdMA

             Me 321 / Me 323 Gigant Doku 

 














 (Die Me 323 ist nicht von mir.)