Die Jakowlew Jak-9 (russischЯковлев Як-9) ist ein Jagdflugzeug aus sowjetischer Produktion und eine Weiterentwicklung der Yak-3. Es wurde während des Zweiten Weltkrieges entwickelt und in hoher Stückzahl bis in die Nachkriegszeit hergestellt. Der NATO-Codename des einmotorigen Tiefdeckers lautete Frank.
Die Iljuschin Il-10 (russischИльюшин Ил-10, NATO-Codename: Beast) war ein einmotoriges gepanzertes sowjetisches Schlachtflugzeug. Sie wurde vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Nachfolgemodell der Il-2 Stormovik entwickelt.
Die Nakajima Ki-84 Hayate (jap. 四式戦闘機「疾風」, Yon-shiki sentōki „Hayate“, dt. Jagdflugzeug Typ 4 Sturmwind), alliierter Codename: Frank, war im letzten Jahr des Pazifikkrieges das leistungsfähigste Jagdflugzeug der japanischen Heeresluftwaffe.
Wie die von Nakajima hergestellten Vorgängermodelle war auch die Ki-84
ein freitragender Ganzmetall-Tiefdecker mit Einziehfahrwerk und
luftgekühltem Sternmotor.
Die Ki-84 erreichte ähnliche
Flugleistungen wie ihre Gegner, z. B. die Chance Vought F4U oder auch
die North American P-51.
Während die Höchstgeschwindigkeit nicht ganz das Niveau der
US-amerikanischen Jäger erreichte, war die Ki-84 durch ihr geringes
Gewicht deutlich wendiger und konnte auch besser steigen. Das
Leistungspotential des Typs konnte allerdings mangels hochoktanigen
Flugbenzins nicht voll ausgeschöpft werden. Gegen Ende des Krieges stand
der japanischen Heeresluftwaffe nur niederoktaniges Flugbenzin zur
Verfügung, das den verwendbaren Ladedruck und damit die Motorleistung
begrenzte.
Japan
benötigte dieses Flugzeug in den letzten Monaten des Krieges so
dringend, dass geplant wurde, in unterirdischen Fabrikanlagen monatlich
200 Stück dieses Typs herzustellen.
Neben ihrer Rolle als Abfangjäger erzielte die Ki-84 auch beachtliche Erfolge als Sturzkampfflugzeug
und auf Langstreckeneinsätzen. Auch wenn die Ki-84 ursprünglich für die
Offensive entwickelt worden war, kam sie auf Grund der Lage Japans in
den letzten Kriegswochen für den Schutz der japanischen Kerninseln zum
Einsatz. Am 15. April 1945 flogen elf Ki-84 einen Überraschungsangriff
auf den US-amerikanischen Flugplatz auf Okinawa. Eine beträchtliche
Anzahl US-amerikanischer Flugzeuge wurde zerstört, es kamen aber nur
drei der elf Flugzeuge wieder zurück.
Weitere Einsatzgebiete neben den japanischen Kerninseln waren die Philippinen, Okinawa, Taiwan und Süd-Ost-Asien.
Die Ki-84 blieb im Einsatz in der Motorleistung beschränkt, da alle
in den Einsatzversionen verwendeten Homare-Motoren auf 2900/min bei
+250 mm Hg Ladedruck begrenzt waren. Die Prototypen waren mit erheblich
höherer Motorleistung bei 3000/min und +350 mm Hg Ladedruck getestet
worden. Trotz Detailverbesserungen gegenüber den Prototypen –
insbesondere der Einführung von Einzelauspuffdüsen, um den Schub des
Abgasstrahls zur Geschwindigkeitssteigerung zu nutzen – blieb die
Höchstgeschwindigkeit der Ki-84 daher mit 624 km/h in etwa
6,5 Kilometern Höhe relativ niedrig. Trotz der Schwächen in großen bis
mittleren Höhen wurde die Ki-84 vor allem in niedrigen Höhen von den
Alliierten als ernst zu nehmender Gegner betrachtet.
Große Probleme gab es mit der Qualität. Die japanische Wirtschaft
befand sich in einem desolaten Zustand. Das für den Flugzeugbau
notwendige Material konnte oft – wenn überhaupt – nur mit Verspätung
bereitgestellt werden. Die Industrie lag, insbesondere in den letzten
Monaten, im Visier der US-amerikanischen Bomber. So gelang es Japan
nicht mehr, genügend Hochleistungsstahl zu produzieren, der Zähigkeit,
Bruchfestigkeit, Ermüdungsresistenz auf der einen Seite und Härte auf
der anderen Seite verband. Zudem wurden erfahrene Arbeiter zum
Militärdienst eingezogen, so wie auch im Deutschen Reich. Dies führte
dazu, dass die Qualität der Flugzeuge enorm litt; die Leistung wurde von
Flugzeug zu Flugzeug geringer und die Technik unzuverlässiger. Oftmals
kam es zu Defekten an der Hydraulik oder am Einspritzsystem des Motors
oder zu Defekten wegen der mangelnden Güte des Stahls. Eine andere
Fehlerquelle war, dass das Fahrwerk wegen minderwertiger
Materialqualität und Ermüdung oftmals brach. Viele der Ki-84 wurden
daher bei der Landung zerstört, ohne dass sie im Luftkampf auch nur den
geringsten Schaden hatten erleiden müssen.