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Samstag, 1. Mai 2021

Suchoi Su-7 Fitter - VEB Plasticard 1/72

Bei der Suchoi Su-7 (russisch Сухой Су-7, NATO-Codename: Fitter) handelt es sich um ein einsitziges sowjetisches Kampfflugzeug, das vor allem zum Angriff auf Bodenziele eingesetzt wurde. Die Bezeichnung Su-7 wurde 1944 schon einmal für ein Versuchsjagdflugzeug verwendet.  

Die Entwicklung der Su-7, die ursprünglich als Abfangjäger geplant war, begann um 1950. 1955 flog der erste Prototyp mit dem Namen S-1 Strelka („стрелка“, für Pfeilflügel) mit Pilot Andrei Kotschetkow. Während des Testprogramms konnte eine Geschwindigkeit von 2170 km/h erreicht werden. Am 24. Juli 1956 wurde die Su-7 bei der alljährlichen Luftparade von Tuschino erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Prototyp S-2 wurde als S-22 1958 in kleiner Stückzahl gebaut und an die sowjetischen Streitkräfte geliefert. Sie war die Vorserie der Jagdbomberversion Su-7B. Die Su-7B ist die Umwandlung des Abfangjägers zum Jagdbomber und wurde zum taktischen Standard-Jagdbombenflugzeug der sowjetischen Luftstreitkräfte. Gebaut von 1958 bis 1976 wurde die Su-7B ständig verbessert, Nachfolgemuster wurde der Schwenkflügel-Jagdbomber Su-17. Hauptversionen waren weiterhin die Su-7BKL mit verstärktem Fahrwerk für den Einsatz auf unbefestigten Pisten und als meistproduzierte Ausführung die Su-7BM mit stärkerem AL-7F-1-Triebwerk, zwei zusätzlichen Außenlastträgern unter den Tragflächen, verbessertem Schleudersitz und leistungsstärkerem „Sirena 3“-Radarwarngerät. Für Schulungsaufgaben entstanden 1966 die zweisitzigen Varianten Su-7U und Su-7UM.

Die als Mitteldecker ausgelegte Su-7 verfügt über jeweils eine 30-Millimeter-Kanone NR-30 mit je 70 Schuss an den beiden Flügelansätzen und kann an zwei bis vier Unterflügel-Außenlaststationen Bomben, Raketen oder Raketenbehälter sowie an zwei Rumpfstationen Kraftstoffzusatzbehälter mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4000 Kilogramm tragen. Die V-förmigen Tragflächen mit 62° Vorderkantenpfeilung sitzen leicht unter der Mittellinie des Flugzeug-Hauptkörpers, in dem das Triebwerk untergebracht ist. Die Luftansaugung erfolgt über die stumpfe Nase des Flugzeugs.

Heute befindet sich die Su-7 nur noch in der Luftwaffe von Nordkorea im Einsatz. 

Mitten im Kalten Krieg desertierte am 27. Mai 1973 ein Flugzeugtechniker der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) in der Deutschen Demokratischen Republik und floh mit einer Su-7 in die Bundesrepublik Deutschland. Der Oberleutnant Wronski war beim 497. Jagdbombenfliegerregiment in Großenhain stationiert und verschaffte sich Flugkenntnisse im Simulator. Mangels Kenntnissen zur Landung stieg er zwischen Klein Schöppenstedt und Hötzum im Landkreis Wolfenbüttel nah an der Stadtgrenze von Braunschweig per Fallschirm aus der Maschine und beantragte nach erfolgreicher Landung politisches Asyl. Die Erstsicherung der Absturzstelle wurde durch Soldaten der in Sichtweite liegenden Hindenburg-Kaserne geleistet.  

Zeitgenössische Gegenspieler der Su-7 waren auf westlicher Seite die Republic F-84 Thunderstreak, die Republic F-105 Thunderchief, die Dassault Mirage III und die Hawker Hunter.

 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Su-7

Videos: Sukhoi Su-7

             Sukhoi Su-7 NATO Code: Fitter 

             Sukhoi Su-7 Fitter-A ____(Rare Videos)

 

Der Bausatz ist in typischer Ostblock-Ausführung gestaltet - sprödes Plastik mit dicken erhabenen Gravuren, falsch dargestellten Details, dicke Gußäste, die kaum ohne Beschädigung der Teile angetrennt werden können uvm. Dennoch läßt sich mit viel Mühe und Arbeit ein einigermaßen ansehnliches Modell daraus zaubern.

















 






Montag, 15. März 2021

Convair B-58 Hustler - Italeri 1/72

Die Convair B-58 Hustler war ein vierstrahliger, überschallschneller Langstreckenbomber der Zeit des Kalten Krieges aus US-amerikanischer Produktion. In den 1950er-Jahren entwickelt, war sie bis 1970 beim Strategic Air Command als Atomwaffenträger eingesetzt. 


 

Das zur Convair B-58 führende Entwicklungsprogramm begann im Jahr 1949. Als Konkurrenzentwurf trat dabei die Boeing XB-59 auf. Diese wurde jedoch Ende 1952 gestrichen und die Convair B-58 in Auftrag gegeben. Die Convair B-58 Hustler hatte ihren Erstflug am 11. November 1956. Die Maschine war bis zum Erscheinen der MiG-21 schneller als alle sowjetischen Abfangjäger.

Insgesamt wurden 116 Flugzeuge gebaut, davon 30 Test- und 86 Serienmaschinen. Die B-58 war bis 31. Dezember 1969 in zwei strategischen Bombergeschwadern der US Air Force im Dienst. Die Einführung von Flugabwehrraketensystemen durch die Sowjetunion zwang dem Flugzeugmuster Einsatzprofile auf, für die es nicht entwickelt worden war: Die B-58 konnte zwar Überschall-Tiefflugeinsätze fliegen, dies aber nur mit verringerter Reichweite und unter Einbußen in der Flugleistung. Diese Schwächen, die Unfallhäufigkeit des Musters sowie die hohen Unterhalts- und Wartungskosten führten schließlich zum Ende des Programms und ab 1965 zur schrittweisen Außerdienststellung der Convair B-58. 

Mit der B-58 wurden zwischen 1960 und 1963 zahlreiche Rekorde aufgestellt. So gewann am 10. Mai 1961 eine Besatzung, bestehend aus Major Elmer Murphy, Major Eugene Moses und Lieutenant David Dickerson, den vom französischen Luftfahrtpionier Louis Blériot 1930 ausgelobten Preis für den ersten Piloten, der 30 Minuten lang mit 2000 km/h flog. Major William Payne, Captain William Polhelmus und Captain Raymond Wagener brauchten am 26. Mai 1961 für die Strecke New York–Paris 3 Stunden, 19 Minuten und 58 Sekunden – allerdings wurde die B-58 dreimal während des Fluges betankt. Dafür wurden sie mit der Mackay- und der Harmon-Trophy ausgezeichnet.  

Das gesamte B-58-Programm litt unter einer hohen Ausfall- und Unfallrate. Das Flugzeugmuster war schwierig zu fliegen und beim Ausfall eines der vier Triebwerke im Überschallflug nur sehr schwer in der Luft zu halten. Während der Einsatzzeit der B-58 vom Erstflug 1956 bis zum Einsatzende 1970 gingen von insgesamt 116 Flugzeugen 25 bei Flugunfällen verloren – eine Unfallrate von über 20 Prozent. Dabei kamen 17 (nach anderer Quelle 36) Besatzungsmitglieder ums Leben. Beispiele:

  • Am 3. Juni 1961 stürzte während der Pariser Luftfahrtschau in Le Bourget eine B-58 der US Air Force (Kennzeichen 59-2451) bei Kunstflugfiguren aus niedrigster Höhe ab. Alle drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.
  • Am 8. Dezember 1964 geriet eine mit fünf Atombomben bestückte B-58 (60-1116) während einer Alarmübung auf der „Bunker Hill Air Force Base“ (heute Grissom Air Force Base) in Peru (Indiana) während des Rollens in Brand. Die Bomben wurden durch den Brand nur beschädigt; ein Navigationsoffizier kam bei seinem Rettungsversuch ums Leben.

Am 15. Juni 1965, erneut während der Pariser Luftfahrtschau am Flughafen Le Bourget, setzte eine B-58 beim Landeanflug vor der Piste auf und wurde abgeschrieben (59-2443). Der Pilot hatte sich in einer aus betrieblichen Gründen des Flugplatzes gegebenen Zeitnot für eine Überlastlandung ohne Treibstoffschnellablass entschieden und dabei die Landebahn im zu kurzen Anflug verfehlt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Convair_B-58

Videos: Convair B-58 Hustler • 1st U.S. Air Force Supersonic Bomber 

             B-58 Hustler First Test Flight in Restored Color - 1956