Mittwoch, 4. November 2015

VFW 614 ATTAS - Flugwerft Oberschleißheim

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Die VFW 614 ist als Passagierflugzeug ein mit zwei Strahltriebwerken ausgerüsteter Tiefdecker. Sie war das erste in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Flugzeug, das auch im Linienbetrieb eingesetzt wurde. (Quelle: Wikipedia)


 Das ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System) war bis 2012 ein Forschungsflugzeug des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig. Basis ist das Verkehrsflugzeug VFW 614, der erste Passagierjet, der in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt und gebaut wurde.
Die Entwicklung des Flugzeugmusters VFW 614 begann Mitte der 1960er Jahre bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken (VFW - ein Zusammenschluss von Focke-Wulf  GmbH und Weser Flugzeugbau sowie später Ernst Heinkel Flugzeugbau) in Bremen. Dabei handelte es sich um die zukunftsweisende konzeptionelle Auslegung eines Kurzstreckenverkehrsflugzeugs für bis zu 44 Passagiere.

Die eigens dafür von Rolls-Royce / SNECMA entwickelten Turbinenstrahltriebwerke
M 45H wiesen das seinerzeit als groß geltendes Nebenstromverhältnis von 3:1 auf. Die Anordnung der Triebwerke auf Pylonen oberhalb der Tragflügel unterschied die VFW 614 auffallend von anderen Flugzeugen. Damit ließ sich die Lärmemission zum Erdboden vermeiden, auch wurde das Ansaugen von Fremdkörpern auf unbefestigten Pisten vermieden.
Das Flugzeug war kein kommerzieller Erfolg. Zwischen 1971 und 1977 wurden nur
19 Flugzeuge gefertigt.

Die letzte fliegende VFW 614 war das ATTAS, das 27 Jahre lang von 1985 bis 2012 bei der DLR als Forschungsflugzeug eingesetzt wurde. Das ATTAS versah man zu diesem Zweck mit einer Flugversuchsausrüstung. Diese umfasste neben einer Messanlage nebst Datenaufzeichnung und Zusatzsensorik sowie einer modernen Versuchsavionik insbesondere ein elektrohydraulisches Flugsteuerungssystem (Fly-by-wire / fly-by-light)in Duplex-Auslegung.

Dieses Versuchssystem konnte während des Fluges auf das mechanische Basissystem des Flugzeuges aufgeschaltet werden. Damit war es möglich, die Eigenschaften verschiedener Flugzeugsteuerungskonzepte und -auslegungen im Fluge einschließlich der Landung abzubilden. So simulierte ATTAS z.B. das Flugverhalten des Airbus A380 schon zehn Jahre vor dessen eigentlichem Erstflug im Jahr 2005. Neben dieser Option der Inflight-Simulation bot die Ausrüstung von ATTAS Erprobungen automatisierter Anflugverfahren bis hin zur Durchführung ferngeführter Flugprofile. 

(Quelle: Deutsches Museum Flugwerft Oberschleißheim)

ATTAS in Action

- fotografiert im Deutschen Museum Oberschleißheim von Bianca Krop-Kaiser & Alexander Krop






















































































































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