1941 machte sich Semjon Alexejewitsch Lavotchkin daran, ein Nachfolgemuster für die LaGG-3 zu entwickeln, die aufgrund ihrer Unterlegenheit gegenüber deutschen Jägern nur als Übergangslösung betrachtet werden konnte.
Dem neuen Muster wurde anstelle des V-12 Motors ein Schwezow ASch-82-Doppelsternmotor
eingebaut, wodurch die Zelle komplett überarbeitet werden musste, was
das Flugzeug praktisch zu einer Neukonstruktion machte. Das so im Flugzeugwerk Nr. 21 in Gorki
entwickelte Modell wurde gegen Ende 1941 getestet. Die Erprobung
verzögerte sich jedoch aufgrund von Problemen bei der Kühlung der
hinteren Zylinder. Erschwerend kam hinzu, dass die Fabrik den Angriffen
deutscher Bombenflugzeuge ausgesetzt war.
Im März 1942 waren alle Testflüge abgeschlossen und die La-5
absolvierte bis zum Juni 1942 die staatliche Flugerprobung. Anfang
Dezember erschienen die mit einer Vollsichtkanzel ausgerüsteten ersten
Serienexemplare, die erstmals bei der Schlacht von Stalingrad
zum Einsatz kamen und dort den Beinamen „Hölzerner Retter von
Stalingrad“ erhielten; Ende 1942 waren bereits 1.125 Flugzeuge an die
Front geliefert worden, die gemeinsam mit den Yakovlev Yak-9 mit der deutschen Luftwaffe
um die Luftherrschaft rangen. Anfang 1943 ging das Flugzeug mit dem
verbesserten ASch-82F-Triebwerk, der dem Typ eine Höchstgeschwindigkeit
von 630 km/h ermöglichte, als La-5F in die Serienproduktion.
Als im März 1943 der nochmals verbesserte ASch-82FN-Motor mit Direkteinspritzung verfügbar war, entstand als leistungsstärkste Version die La-5FN
mit dem charakteristischen, ganz nach vorne gezogenen Lufteinlass auf
der oberen Rumpfseite sowie dem abgesenkten Rumpfrücken hinter dem
Cockpit für eine bessere Rundumsicht. Dieser Typ wurde im Sommer 1943
erstmals in größeren Stückzahlen in der Schlacht im Kursker Bogen eingesetzt. Sie konnte sich auf Grund ihrer Wendigkeit mit der gegnerischen Messerschmitt Bf 109 in Bodennähe und mittlerer Höhe messen und stieg schneller als die schwerere Focke-Wulf Fw 190.
So hatte sie einen nicht geringen Anteil daran, dass die Initiative in
der Luft ab diesem Zeitpunkt allmählich auf die sowjetischen Truppen
überging. Iwan Koshedub,
erfolgreichster alliierter Jagdflieger des Zweiten Weltkrieges,
erzielte bei Kursk mit einer La-5FN zwölf Abschüsse. Problematisch waren
jedoch die große Landegeschwindigkeit, unzureichende Instrumentierung
und hohe Temperaturen in der Kabine.
Ab September 1943 kam die zweisitzige Schulversion La-5UTI (auch: La-5U, bei den Luftstreitkräften auch als UTI-5 bezeichnet) zum Einsatz.
Ebenfalls geflogen wurde die La-5FN von der 1943/44 aufgestellten „1.
Gemischten Tschechoslowakischen Fliegerdivision“, unter anderem auch
während des Slowakischen Nationalaufstandes von den Flugplätzen Zolná und Tri Duby aus. Bei der deutschen Luftwaffe wurden erbeutete La-5-Maschinen in der 2./Versuchsverband Ob.d.L nachgeflogen und getestet. Testpilot Werner Lerche bestätigte gute Verarbeitung, Flugeigenschaften und Steigleistungen.
Nach dem Krieg erhielten die Luftstreitkräfte der ČSR die La-5 als Ausrüstung und flogen sie unter dem Kürzel S-95. Der Übungsjäger La-5UTI wurde als CS-95 eingesetzt.
Bis Ende 1944 waren 3.826 La-5FN hergestellt. Insgesamt wurden rund 10.000 Flugzeuge aller Versionen gebaut.
Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Lawotschkin_La-5
Videos: Soviet Lavochkin La-5
The Plane That Saved Its Designers - History of the Lavochkin LA-5 and LA-7 [ WWII Docu ]
RC LAVOCHKIN LA 5-FN FAI F4 World Championship 2018 SAITO FG-57TS
-----------------------------------------------
Ich lege grossen Wert auf die Feststellung, daß die Symbole der NS-Zeit ( Swastikas ) lediglich einer originalgetreuen Wiedergabe der Modelle dienen ! Eine politische Einstellung/ Gesinnung kann und sollte nicht davon abgeleitet werden.
Den allgemein geltenden Gesetzen und Richtlinien, die zwar eine Ausstellung von NS-Symbolen erlaubt, aber eine Verherrlichung verbietet, wird somit entsprochen!



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen