Der elfsitzige, fast vollständig aus Holz hergestellte Schulterdecker
besaß ein unverkleidetes Fahrwerk und ein geschlossenes Cockpit. Zur
Landung konnte jedoch auch eine Landekufe verwendet werden, in diesem
Fall konnte das Fahrwerk nach hinten geklappt werden. Metall wurde nur
an besonders belasteten Stellen eingesetzt. Das Flugzeug ging auf eine
Forderung nach einem Lastensegler zurück, die nach Beginn des Großen Vaterländischen Krieges gestellt worden war.
Der Entwicklungsauftrag wurde am 7. Juli 1941 erteilt, die ersten
Zeichnungen bereits am 11. Juli abgeliefert. Schon im August war der
erste Prototyp im Wesentlichen fertiggestellt. Am 1. September 1941
erfolgte der Erstflug
der Maschine. Sie zeigte ausreichende Flugeigenschaften, jedoch war die
Schwerpunktlage im leeren Zustand kritisch. Daraufhin wurde die
Tragflächenposition etwas nach vorne verschoben. Des Weiteren kam es zu Resonanzen
im Heckbereich, die ebenfalls eine konstruktive Änderung erforderlich
machten. Die Flugtests wurden am 28. September abgeschlossen, und eine
Serienfertigung des als G-11 bezeichneten Flugzeuges begann. Sie dauerte
bis Juni 1942 an, als die Produktion nach 308 Maschinen gestoppt wurde,
weil keine ausreichende Zahl von Schleppflugzeugen und
Lastenseglerpiloten zur Verfügung stand. Die Lagerung der hölzernen
Maschine war ebenfalls schlecht möglich. Daraufhin erhielt Gribowski den
Auftrag, eine zweimotorige Variante der G-29, die Gribowski G-30 zu entwickeln.
Die Fertigung wurde Ende 1943 in Rjasan
erneut aufgenommen. Die ersten Maschinen aus dortiger Fertigung flogen
im März 1944. Während der Fertigung wurden einige Änderungen an der
Maschine vorgenommen. Die Ladetür wurde vergrößert, dafür entfiel die
Tür auf der rechten Seite. Die Maschinen erhielten in diesem Baulos
ein Doppelsteuer und strukturelle Verstärkungen. Der Typ bekam die
Bezeichnung G-11U. Die Fertigung wurde nach Kriegsende Mitte 1945
zunächst eingestellt, später im Jahr jedoch wieder aufgenommen, und
dauerte bis 1948 an.
Der Typ wurde speziell für die Versorgung von Partisanen eingesetzt
und zeichnete sich durch seine Zuverlässigkeit und einfache Handhabung
aus.
In den 1940er Jahren gab es nochmals eine G-11M. Es war jedoch nur eine andere Bezeichnung für die Gribowski G-30.
Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Gribowski_G-11
https://de.wikipedia.org/wiki/Gribowski_G-29
Videos: (keine Videos verfügbar)


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