Nach
erfolgreichen Versuchen der Royal Navy mit U-Booten, unter Verwendung
der Parnall Peto und der U-Boote der M-Klasse, wollte die V-MF
(Voenno-morskoj flot - Naval Fleet) Flugzeuge von Kreuzer-U-Booten für
die offene Seeaufklärung einsetzen. 1931
hatte Chyetverikov dem Chef der TsKB (Tsentrahl'noye Konstrooktorskoye
byuro-central construction bureau) einen Vorschlag für ein
zusammenklappbares U-Boot-stationiertes Flugboot vorgelegt. Um
das Design aerodynamisch und hydrodynamisch zu prüfen, entwarf und
baute Chyetverikov eine unzerlegbare Version des SPL mit einem manuell einziehbaren Fahrwerk, die als OSGA-101 bezeichnet wurde, und die 1934 gebaute OSGA- 101
wurde von AV Krzhizhevskii zum ersten Mal geflogen und die abgeschlossenen Flugversuche lieferten sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Das OSGA-101 war in Mischbauweise mit Holzflügeln und -rumpf, aber geschweißten
Stahlrohr-Auslegern gefertigt, die das gewebebespannte Duralumin-Schwanzstück
trugen. Die Kabine war für drei Personen ausgelegt, mit zwei Piloten nebeneinander und einem dritten Sitz an der Rückseite der Piloten. Die
zerlegbare SPL war sehr ähnlich, erhielt jedoch eine kürzere Spannweite. Die
Tragflächen konnten abgklappt werden, um neben dem Rumpf verstaut werden zu können. Es gab nur zwei Sitze im
Cockpit und eine schwenkbare Maschinengondel, die nach hinten umgeklappt werden konnte, um zwischen den Heckauslegern verstaut zu werden. Die zusammengeklappte SPL sollte in einem wasserdichten Zylinder mit einem
Durchmesser von 2,5 m und einer Länge von 7,45 m untergebracht
werden, wobei fünf Minuten für den Zusammenbau und die Vorbereitung für den
Flug reichen sollten. Flugversuche der SPL begannen in Sewastopol Anfang 1935, geflogen von A.V. Krzhizhevskii, und wurden im August 1935 abgeschlossen, aber die SPL wurde aufgrund der schlechten Seetüchtigkeit abgelehnt. Nach
den Versuchen wurde der Prototyp in Gidro-1 umbenannt, an das Osoaviakhim
(paramilitärische Sporteinrichtung, die Autos, Schiffe und Flugzeuge verwendete, auch DOSAAF genannt) abgegeben und dort dazu verwendet, um verschiedene Klassenrekorde zu erfliegen.
Der Konstrukteur Igor Tschetwerikow (Chyetverikov) machte 1931 der sowjetischen Seekriegsflottenführung den Vorschlag, für die geplanten Groß-U-Boote vom Typ K, die auf den Ozeanen zum Einsatz kommen sollten, ein kleines, zerlegbares Flugboot zu entwickeln. Erst zwei Jahre später wurde sein Vorschlag angenommen. Da Tschetwerikow inzwischen vom Zentralen Konstruktionsbüro zur Abteilung „OSGA“ des Institutes für Zivilluftfahrt (NII GWF) gewechselt war, erhielt der erste Prototyp die Bezeichnung OSGA-101 (ОСГА-101).
Die Arbeiten begannen im Herbst 1933. Das Flugzeug bestand aus einem zweistufigen, gekielten Bootsrumpf aus Holz mit zwei Leitwerksträgern aus Stahlrohr. Über dem Rumpf war auf einem Ausleger der 100-PS-Sternmotor M-11 spritzwassersicher befestigt. Der erste Prototyp war als Amphibium ausgelegt und besaß ein manuell einziehbares Radfahrwerk. Er wurde vom Chef der Polarluftflotte, Mark I. Scheweljew, für den zivilen Einsatz auf Eisbrechern vorgesehen und besaß deshalb keine klappbaren Tragflächen.
Der Erstflug durch N. Kastanajew erfolgte im Frühjahr 1934 von der Moskwa in Moskau aus und verlief ohne Probleme. Zum Ende des Jahres entstand noch ein verkleinertes zweites Testmodell mit der Bezeichnung Gidro-1 (Гидро-1), das ein reines Flugboot war. Im zusammengeklappten Zustand hatte es eine Größe von 2,12 m × 2,75 m × 7,45 m und fand in einer zylinderförmigen, wasserdichten Röhre von 7,5 m Länge und 2,85 m Durchmesser auf einem U-Boot-Deck Platz. Zwar ergab die Erprobung von Ende 1934 bis 29. August 1935 ausgezeichnete Flugeigenschaften, die hydrodynamischen Parameter ließen jedoch zu wünschen übrig, weshalb die Seekriegsleitung das Interesse an diesem Projekt verlor. Außerdem hatte eine Überprüfung der U-Boot-Konstruktionspläne ergeben, dass der Einbau eines druckfesten Hangars eine massiv gesteigerte Wasserverdrängung zur Folge hätte, weshalb auf die Mitführung eines Bordflugzeuges verzichtet wurde. Auch ein Einsatz auf den Zerstörern der Leningrad-Klasse sowie auf Flussmonitoren des Typs Schelesnjakow wurde nicht verwirklicht. Die Gidro-1 wurde der OSSOAWIACHIM übergeben und 1935 auf der Mailänder Luftfahrtausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.
Die OSGA-1 erflog 1937 mit dem Piloten A. W. Krschischewski drei Weltrekorde. Am 21. September erreichte er auf einer 100-km-Strecke eine Geschwindigkeit von 170,2 km/h. Am 7. Oktober konnte eine Gipfelhöhe von 5400 m und eine Reichweite von 480 km erzielt werden.
Quelle : https://en.wikipedia.org/wiki/Chyetverikov_SPL
https://de.wikipedia.org/wiki/Tschetwerikow_SPL


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