Freitag, 9. Dezember 2016

Hydroplane Chyetverikov SPL - Amodel 1/72

Die SPL (Samolyet dlya Podvodnikh Lodok - Flugzeug für Unterseeboote) (a.k.a. OSGA-101 und Gidro-1) war ein U-Boot-stationiertes Flugboot, das in der UdSSR ab 1931 entworfen und gebaut wurde.


Nach erfolgreichen Versuchen der Royal Navy mit U-Booten, unter Verwendung der Parnall Peto und der U-Boote der M-Klasse, wollte die V-MF (Voenno-morskoj flot - Naval Fleet) Flugzeuge von Kreuzer-U-Booten für die offene Seeaufklärung einsetzen. 1931 hatte Chyetverikov dem Chef der TsKB (Tsentrahl'noye Konstrooktorskoye byuro-central construction bureau) einen Vorschlag für ein zusammenklappbares U-Boot-stationiertes Flugboot vorgelegt. Um das Design aerodynamisch und hydrodynamisch zu prüfen, entwarf und baute Chyetverikov eine unzerlegbare Version des SPL mit einem manuell einziehbaren Fahrwerk, die als OSGA-101 bezeichnet wurde, und die 1934 gebaute OSGA- 101 wurde von AV Krzhizhevskii zum ersten Mal geflogen und die abgeschlossenen Flugversuche lieferten sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Das OSGA-101 war in Mischbauweise mit Holzflügeln und -rumpf, aber geschweißten Stahlrohr-Auslegern gefertigt, die das gewebebespannte Duralumin-Schwanzstück trugen. Die Kabine war für drei Personen ausgelegt, mit zwei Piloten nebeneinander und einem dritten Sitz an der Rückseite der Piloten. Die zerlegbare SPL war sehr ähnlich, erhielt jedoch eine kürzere Spannweite. Die Tragflächen konnten abgklappt werden, um neben dem Rumpf verstaut werden zu können. Es gab nur zwei Sitze im Cockpit und eine schwenkbare Maschinengondel, die nach hinten umgeklappt werden konnte, um zwischen den Heckauslegern verstaut zu werden. Die zusammengeklappte SPL sollte in einem wasserdichten Zylinder mit einem Durchmesser von 2,5 m und einer Länge von 7,45 m untergebracht werden, wobei fünf Minuten für den Zusammenbau und die Vorbereitung für den Flug reichen sollten. Flugversuche der SPL begannen in Sewastopol Anfang 1935, geflogen von A.V.  Krzhizhevskii, und wurden im August 1935 abgeschlossen, aber die SPL wurde aufgrund der schlechten Seetüchtigkeit abgelehnt. Nach den Versuchen wurde der Prototyp in Gidro-1 umbenannt, an das Osoaviakhim (paramilitärische Sporteinrichtung, die Autos, Schiffe und Flugzeuge verwendete, auch DOSAAF genannt) abgegeben und dort dazu verwendet, um verschiedene Klassenrekorde zu erfliegen.

Der Konstrukteur Igor Tschetwerikow (Chyetverikov) machte 1931 der sowjetischen Seekriegsflottenführung den Vorschlag, für die geplanten Groß-U-Boote vom Typ K, die auf den Ozeanen zum Einsatz kommen sollten, ein kleines, zerlegbares Flugboot zu entwickeln. Erst zwei Jahre später wurde sein Vorschlag angenommen. Da Tschetwerikow inzwischen vom Zentralen Konstruktionsbüro zur Abteilung „OSGA“ des Institutes für Zivilluftfahrt (NII GWF) gewechselt war, erhielt der erste Prototyp die Bezeichnung OSGA-101 (ОСГА-101).

Die Arbeiten begannen im Herbst 1933. Das Flugzeug bestand aus einem zweistufigen, gekielten Bootsrumpf aus Holz mit zwei Leitwerksträgern aus Stahlrohr. Über dem Rumpf war auf einem Ausleger der 100-PS-Sternmotor M-11 spritzwassersicher befestigt. Der erste Prototyp war als Amphibium ausgelegt und besaß ein manuell einziehbares Radfahrwerk. Er wurde vom Chef der Polarluftflotte, Mark I. Scheweljew, für den zivilen Einsatz auf Eisbrechern vorgesehen und besaß deshalb keine klappbaren Tragflächen.

Der Erstflug durch N. Kastanajew erfolgte im Frühjahr 1934 von der Moskwa in Moskau aus und verlief ohne Probleme. Zum Ende des Jahres entstand noch ein verkleinertes zweites Testmodell mit der Bezeichnung Gidro-1 (Гидро-1), das ein reines Flugboot war. Im zusammengeklappten Zustand hatte es eine Größe von 2,12 m × 2,75 m × 7,45 m und fand in einer zylinderförmigen, wasserdichten Röhre von 7,5 m Länge und 2,85 m Durchmesser auf einem U-Boot-Deck Platz. Zwar ergab die Erprobung von Ende 1934 bis 29. August 1935 ausgezeichnete Flugeigenschaften, die hydrodynamischen Parameter ließen jedoch zu wünschen übrig, weshalb die Seekriegsleitung das Interesse an diesem Projekt verlor. Außerdem hatte eine Überprüfung der U-Boot-Konstruktionspläne ergeben, dass der Einbau eines druckfesten Hangars eine massiv gesteigerte Wasserverdrängung zur Folge hätte, weshalb auf die Mitführung eines Bordflugzeuges verzichtet wurde. Auch ein Einsatz auf den Zerstörern der Leningrad-Klasse sowie auf Flussmonitoren des Typs Schelesnjakow wurde nicht verwirklicht. Die Gidro-1 wurde der OSSOAWIACHIM übergeben und 1935 auf der Mailänder Luftfahrtausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.

Die OSGA-1 erflog 1937 mit dem Piloten A. W. Krschischewski drei Weltrekorde. Am 21. September erreichte er auf einer 100-km-Strecke eine Geschwindigkeit von 170,2 km/h. Am 7. Oktober konnte eine Gipfelhöhe von 5400 m und eine Reichweite von 480 km erzielt werden.

 

Quelle : https://en.wikipedia.org/wiki/Chyetverikov_SPL

              https://de.wikipedia.org/wiki/Tschetwerikow_SPL 

 
Amodel - was soll man da sagen . . . Selberschnitzen für Fortgeschrittene ! Die Teile sind unsauber gespritzt, sitzen an überdimensioniert dicken Gußästen und das Plastik ist extrem spröde. Ein sauberes Modell ist echt nur zu bekommen wenn man die vorhandenen Teile als Referenz benutzt und die Teile selber herstellt. Ich habe das hier nicht gemacht - ich habe die vorhandenen Teile - so gut es ging - gesäubert und zu einem Modell verklebt. Naja - ich hätte es wohl doch besser selbstgeschnitzt . . . 
 

































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