Samstag, 2. Juli 2016

Bell P-59 Airacomet - Karo As 1/72

Nachdem die Konstruktionszeichnungen von Whittles Turbine in die USA gelangten, wurde General Electric mit dem Bau des Triebwerks beauftragt; Bell bewarb sich um den Bau der Zelle. Das Projekt stand unter äußerster Geheimhaltung – der Prototyp wurde am Boden sogar mit einer Propellerattrappe aus Balsaholz versehen, um zufällige Beobachter in die Irre zu führen. Schon die Bezeichnung „P-59“ stellte einen Teil der Geheimhaltungsbemühungen dar – ursprünglich war die „XP-59“ ein Kolbenjägerprojekt.


Diese Geheimhaltung hatte allerdings den Nachteil, dass nur auf begrenzte Ressourcen zurückgegriffen werden konnte; so konnte man beispielsweise nicht die Windkanäle des National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) benutzen. Die Leistungen des Musters reichten dann auch bei Weitem nicht an die deutschen und britischen Konkurrenzmuster heran. Die US-Army bestellte lediglich 100 Exemplare, es wurden aber nur 20 P-59A und 30 P-59B gebaut; mit der P-80 von Lockheed stand bereits ein wesentlich besseres Flugzeug zur Verfügung.
Der Erstflug der XP-59A, die von zwei Strahltriebwerken General Electric Typ 1A angetrieben wurde, fand am 1. Oktober 1942 in Muroc Dry Lake statt. Es folgen zwei weitere Maschinen des gleichen Typs. Die Auslieferung der Serienflugzeuge begann im Herbst 1944.
1942 wurde das Flugzeug von der Besatzung einer Lockheed P-38 im Flug beobachtet; als sie nach der Rückkehr von einem „Flugzeug ohne Propeller“ berichtete, glaubte niemand die Geschichte.
2006 wurde in den USA nach zehnjähriger Restaurierung eine P-59 der Öffentlichkeit vorgestellt.


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