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Donnerstag, 29. August 2024

N.A. XB-70 Valkyrie - Italeri 1/72

North American XB-70 Valkyrie (deutsch Walküre) war der Name eines US-amerikanischen Versuchsflugzeugs von North American Aviation Anfang der 1960er-Jahre. Ursprünglich sollte die Maschine als Nachfolger der B-52 in Serie gehen. Das Projekt wurde aber noch vor Baubeginn auf nur zwei Erprobungsträger reduziert. Die XB-70 sollte die Machbarkeit eines strategischen Mach-3-Bombers aufzeigen, daher auch der Zusatz „X“ für „eXperimental status“ im Namen. Die Eckdaten der konzipierten Maschine entsprachen der damaligen Doktrin, die große Flughöhen und extrem hohe Geschwindigkeiten für zukünftigen erfolgreichen Einsatz als notwendig erachtete.  


Die XB-70 wurde bei Projektstart in Konkurrenz zu den Interkontinentalraketen einerseits und zu nuklear angetriebenen Flugzeugen andererseits gesehen. Das Ziel der Indienststellung der B-70 wurde jedoch aufgegeben. Ausschlaggebend war das hohe Risiko, dem ein Flugzeug durch Flugabwehrraketen ausgesetzt ist. Gleichzeitig hatte die UdSSR erhebliche Fortschritte in der Radartechnik gemacht. Für ein VHF-Radar wäre die B-70 schon auf etliche hundert Kilometer Entfernung sichtbar gewesen.

Mit dem Aufkommen ballistischer Raketen großer Reichweite und Tragfähigkeit führten die USA sowie die Sowjetunion wesentlich günstigere Interkontinentalraketen ein, die die B-70 genauso überflüssig machten wie die russische T-4. Trotzdem wurde die Entwicklung fortgesetzt, um experimentelle Erfahrungen zu sammeln. Die Forschungsergebnisse aus dem XB-70-Programm beeinflussten die US-Luftfahrt noch über Jahrzehnte hinweg.

Die Valkyrie ist gemessen an Größe und Geschwindigkeit eines der bemerkenswertesten Flugzeuge überhaupt. Technisch wies die XB-70 wie beispielsweise mit ihren sechs Strahltriebwerken viele Besonderheiten auf. Die Flügelspitzen konnten bei hohen Geschwindigkeiten um bis zu 65° nach unten geneigt werden, um den Widerstand zu verringern und die Stabilität zu verbessern. Bis heute sind dies die größten verstellbaren aerodynamischen Klappen an einem Flugzeug. Außerdem ist die Valkyrie eines der lautesten Flugzeuge, die jemals gebaut wurden. Sie ist mehr als doppelt so groß wie andere Flugzeuge dieser Geschwindigkeitsklasse wie die Lockheed SR-71 Blackbird.

Bei der XB-70 wurde zum ersten Mal bei einem Flugzeug Kompressionsauftrieb genutzt. Dabei wird die Schockwelle, die durch den Lufteinlauf entsteht, unter die Tragflächen geführt. So konnte ohne zusätzlichen Luftwiderstand beim Überschallflug der Auftrieb um 30 % erhöht werden. Bei der XB-70 wurde dies zusätzlich durch die Tragflächenspitzen unterstützt, wenn sie voll heruntergeklappt waren, indem diese weitere 5 % Kompressionsauftrieb erzeugten. Die heruntergeklappten Tragflächenspitzen erhöhten zusätzlich die Richtungsstabilität, sodass die Seitenleitwerke der XB-70 klein ausfallen konnten. Erst so konnte man annehmbare Reichweiten bei Mach 3 erreichen.

Insgesamt wurden 128 Flüge absolviert, davon 82 mit der AV/1. Versuchsflüge und Roll-Outs waren spektakuläre Ereignisse, oft mit prominenten Gästen.

Es wurde auch ein Abfangjäger entwickelt, der die B-70 während der ganzen Mission begleiten und beschützen sollte: die North American XF-108 Rapier. Sie kam jedoch nicht über das Projektstadium hinaus.

Die Streichung des XF-108 Programms und damit die Nichtproduktion der F-108 hatte eine negative Auswirkung auf das XB-70 Programm: So fehlte der zukünftigen B-70 der ursprünglich geplante Begleitschutz durch F-108. Des Weiteren hatte diese Streichung einen negativen Effekt auf die Anschaffungs- und Betriebskosten zukünftiger B-70, da mit dem Wegfall der F-108 viel weniger YJ93-GE-3-Turbojet-Triebwerke hergestellt worden wären.

Projektverlauf

1955 forderte Air-Force-General Curtis LeMay ein Nachfolgemodell für die seiner Meinung nach ab 1965 auslaufende B-52, welche zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeführt war. Es sollte mit Überschallmarschgeschwindigkeit in den gegnerischen Luftraum eindringen und ab 1964 eingeführt werden. Das Projekt wurde unter dem Namen „CPA“ (chemical powered aircraft) WS-110A als B-70-Bomber gestartet. Geplant waren vom Strategic Air Command 250 Bomber, die laut dem US-Verteidigungsminister Robert McNamara (unter der Regierung John F. Kennedy) ca. 10 Mrd. US-Dollar kosten würden. Dies war ihm zu teuer und er stoppte 1961 das Projekt „B-70“ mit Rückendeckung von Kennedy. Da aber schon bis 1961 mehr als 360 Mio. US-Dollar an Forschung und Entwicklung ausgegeben waren und in Europa das Überschallflugzeug Concorde angekündigt worden war, einigte man sich auf den Bau von drei Erprobungsflugzeugen XB-70 AV-1 bis AV-3. Die erste Valkyrie AV-1 (USAF-Seriennr. 62-0001) flog zum ersten Mal am 21. September 1964. Am 24. März 1965 startete sie mit einem Gewicht von über 500.000 Pfund, dem höchsten Gewicht, mit welchem je ein Flugzeug bis zu jenem Zeitpunkt abgehoben hatte. Die zweite, AV-2, flog am 17. Juli 1965. Ein Mach-3-Flug wurde erstmals am 14. Oktober 1965 durchgeführt, zeigte aber schwere strukturelle Schwächen der AV-1 auf, die daraufhin auf Mach 2,5 beschränkt wurde. Der Bau von AV-2 erfolgte zeitlich versetzt zur AV-1, so dass Erkenntnisse vom Bau der ersten Maschine direkt einfließen konnten. Somit wies die AV-2 vielfältige technische Verbesserungen auf und konnte letztlich dauerhaft mit Mach 3 fliegen, im Gegensatz zu anderen Kampfflugzeugen, die, wenn überhaupt, nur für wenige Minuten mit dieser hohen Geschwindigkeit fliegen können. AV-2 erreichte am 3. Januar 1966 zum ersten Mal Mach 3. Bis Juni 1966 wurden neun Flüge mit dieser Geschwindigkeit durchgeführt. Die dritte Maschine AV-3 wurde kurz vor der Endmontage gestoppt. Die drei Testflugzeuge sollten auch die Grundlagen für das Projekt SST, ein Projekt eines Mach 3 schnellen Verkehrsflugzeuges, erforschen. Die AV-3 war jedoch als Bomber B-70 mit vier Mann Besatzung, computergestützter Sternnavigation, IBM-Radar und -Digitalrechner und kurzen Bodenverweilzeiten (20 Minuten in der Luft ab Kaltstart und 7 Minuten zwischen Landung und erneutem Start) konzipiert.

Insgesamt wurden von der AV-1 63 Flüge mit einer Gesamtdauer von 160 Stunden und 16 Minuten durchgeführt; die AV-2 sammelte insgesamt 92 Stunden 22 Minuten bei 46 Flügen.

Am 8. Juni 1966 führten mehrere US-amerikanische Militärflugzeuge (u. a. die Valkyrie XB-70 AV-2, F-104 Starfighter, F-4 Phantom, Northrop T-38 Talon) einen Formationsflug für einen Fototermin durch, bei dem die bekanntesten Flugzeuge der United States Air Force mit General-Electric-Triebwerken auf einem Foto vereint werden sollten. Kurz bevor sich die Formation nach dem eigentlichen Fototermin auflösen sollte, kam die F-104 aus der Formation – ohne Aufforderung oder Anweisung dazu – der XB-70 zu nahe.

Die F-104 berührte die rechte Tragfläche der XB-70, mutmaßlich auf Grund von Wirbelschleppen, die von der sehr viel größeren XB-70 und deren halb nach unten geschwenkten Flächenenden erzeugt wurden. Danach wurde die F-104 durch den Luftstrom der XB-70 über deren Delta-Flügelfläche gesaugt. Dort drehte sie sich um 180°, kollidierte etwa entlang der Mitte mit der Tragfläche der XB-70 und riss ihr dabei beide Seitenleitwerke ab. Der Pilot der F-104, Joe Walker, zu dieser Zeit oberster Testpilot der NASA, war sofort tot. Die XB-70 flog noch zirka 16 Sekunden in normaler Fluglage weiter, bevor sie in eine Rollbewegung überging und bei abnehmender Manövrierbarkeit schließlich nördlich von Barstow auf dem Boden aufschlug.

Dem gerade erst zum Valkyrie-Programm gestoßenen Copilot der XB-70, Carl Cross, war es auf seinem ersten Flug auf dem Typ nicht mehr gelungen, sich zu retten. Er hatte vermutlich zu lange gewartet und aufgrund der hohen Fliehkräfte versagte im späteren Verlauf des Absturzvorgangs der Mechanismus, der den Sitz in das ausschießbare Rettungskapselsystem zurückschieben sollte. Al White, der Pilot der XB-70 und gleichzeitige Chefpilot von North American und des Valkyrie-Projekts, konnte die Rettungskapsel auslösen und landete mit ihr am Boden, wobei er sich jedoch aufgrund des nicht ausgelösten Luftkissens verletzte. Er flog bereits ein halbes Jahr später wieder für die NASA, jedoch nie wieder mit der anderen verbleibenden XB-70.

Projektende und Verbleib

Nach dem Verlust der AV-2 wurde das Programm noch eine Zeitlang mit der verbleibenden AV-1 – letztlich unter der Federführung der NASA – weitergeführt und mit dem Überführungsflug am 4. Februar 1969 zur Wright-Patterson Air Force Base bei Dayton (Ohio) beendet. Die AV-1 – die einzige erhalten gebliebene XB-70 Valkyrie – kann heute im National Museum of the United States Air Force in Dayton (Ohio) besichtigt werden. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/North_American_XB-70

Videos: The World’s Fastest Bomber: The XB-70 Valkyrie 

             XB-70 Valkyrie: Der Schnellste Amerikanische Bomber Aller Zeiten

             

 

Diesmal ist das Modell nicht von mir, allerdings habe ich es für das Museum restauriert, da der Modellbauer das Modell nur dürftig bemalt hatte - so waren Fahrwerke sowie Auslaßdüsen komplett unbemalt und auch sonst war die Detaillierung äußerst bescheiden. Ich habe einen Bausatz der XB-70 noch zuhause liegen und er wird auch gebaut werden - aber leider ohne zu große Priorität. Deshalb hier die Fotos des "Monsters" in Leihbauweise (es fehlt auf den Fotos noch die Spitze mit dem Staurohr, die nachträglich noch montiert wurde) :













Donnerstag, 14. August 2014

North American XB-70 Valkyrie & Lockheed F-104N Starfighter NASA - Lindbergh / Academy 1/144

The North American Aviation XB-70 Valkyrie was the prototype of the B-70 nuclear-armed, deep-penetration strategic bomber for the Strategic Air Command of the U.S. Air Force. In the 1950s, the North American Aviation company designed the Valkyrie bomber as a large, six-engine aircraft capable of reaching Mach 3+ while flying at 70,000 feet (21,000 m), which velocity and altitude capabilities would allow the evasion of interceptor aircraft, then the only effective weapon against bomber aircraft.
In 1961, improved, high-altitude surface-to-air missiles (SAMs), the U.S. Air Force's doctrinal change to low-level penetration bombing, the large development costs of the B-70 program, and the introduction of intercontinental ballistic missiles (ICBMs) to the U.S. nuclear arsenal, led to the cancellation of the B-70 program. As such, two prototype aircraft were built, and designated XB-70A; these aircraft were used for supersonic test-flights during 1964–69. In 1966, one prototype crashed after colliding in midair with a smaller jet aircraft; the remaining Valkyrie bomber is in the National Museum of the United States Air Force, in Ohio.


 The XB-70's maiden flight was on 21 September 1964. In the first flight test, between Palmdale and Edwards AFB, shortly after take-off one engine had to be shut down, and an undercarriage malfunction warning meant that the flight was flown with the undercarriage down as precaution, limiting speed to 390 mph - about half that planned. On landing, the rear wheels of the port side main gear locked, the tires ruptured, and a fire started.
The Valkyrie first became supersonic (Mach 1.1) on the third test flight on 12 October 1964, and flew above Mach 1 for 40 minutes during the following flight on 24 October. The wing tips were also lowered partially in this flight. XB-70 No. 1 surpassed Mach 3 on 14 October 1965 by reaching Mach 3.02 at 70,000 ft (21,300 m). The first aircraft was found to suffer from weaknesses in the honeycomb panels, primarily due to inexperience with fabrication and quality control of this new material. On two occasions, honeycomb panels failed and were torn off during supersonic flight, necessitating a Mach 2.5 limit being placed on the aircraft.
The deficiencies discovered on AV-1 were almost completely solved on the second XB-70, which first flew on 17 July 1965. On 3 January 1966, XB-70 No. 2 attained a speed of Mach 3.05 while flying at 72,000 ft (21,900 m). AV-2 reached a top speed of Mach 3.08 and maintained it for 20 minutes on 12 April 1966.On 19 May 1966, AV-2 reached Mach 3.06 and flew at Mach 3 for 32 minutes, covering 2,400 mi (3,840 km) in 91 minutes of total flight.

XB-70 performance
Longest flight: 3:40 hours (on 6 January 1966)
Fastest speed: 2,020 mph (3,250 km/h) (on 12 January 1966)
Highest altitude: 74,000 ft (23,000 m) (on 19 March 1966)
Highest Mach number: Mach 3.08 (on 12 April 1966)
Sustained Mach 3: 32 minutes (on 19 May 1966)
Mach 3 total: 108 minutes/10 flights

A joint NASA/USAF research program was conducted from 3 November 1966 to 31 January 1967 for measuring the intensity and signature of sonic booms for the National Sonic Boom Program (NSBP). Testing was planned to cover a range of sonic boom overpressures on the ground similar to but higher than the proposed American SST. In 1966, AV-2 was selected for the program and was outfitted with test sensors. It flew the first sonic boom test on 6 June 1966, attaining a speed of Mach 3.05 at 72,000 ft (21,900 m). Two days later, AV-2 crashed following a mid-air collision with an F-104 while flying in a multi-aircraft formation. Sonic boom and later testing continued with XB-70A #1.
The second flight research program (NASA NAS4-1174) investigated "control of structural dynamics" from 25 April 1967 through the XB-70's last flight in 1969. At high altitude and high speed, the XB-70A experienced unwanted changes in altitude. NASA testing from June 1968 included two small vanes on the nose of AV-1 for measuring the response of the aircraft's stability augmentation system. AV-1 flew a total of 83 flights.
The XB-70's last supersonic flight took place on 17 December 1968. On 4 February 1969, AV-1 took its final flight to Wright-Patterson Air Force Base for museum display (now the National Museum of the United States Air Force). Flight data was collected on this subsonic trip. North American Rockwell completed a four-volume report on the B-70 that was published by NASA in April 1972.

 NASA F-104N Starfighter 013 that crashed with the XB-70 AV-2 on 8th June 1966

From Wikipedia, the free encyclopedia

The Lindbergh-kit of the Valkyrie is very very bad molded. So many failures had to be corrected with so much scratchwork that you cannot name it longer a Lindbergh Model. Not all failures could been corrected, but I hope it is an attractive Miniature scaling the enormeous dimensions of the real monster.

































XB-70 Valkyrie with NASA F-104N Starfighter Chase-Plane

The Academy Kit is not really bad, but could be better. Not all parts fit exactly together and the cockpit is empty as the Lindbergh-Kit. All markings have been handpainted.













 

In Mai 2015 I added a NASA Jeep (papermodel) and some bushes to the diorama. Now it looks like that - I think its much better :