Posts mit dem Label Nate werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nate werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 29. September 2024

Nakajima Ki-27 Nate & Toyota KC Starter Truck - Hasegawa 1/72

Während in Deutschland, England und Amerika viele Flugzeuge Schwungräder bzw. eingebaute Startermotoren besaßen, hatten viele Sternmotortypen dies in Japan und Rußland nicht. Diese Motoren wurden mit Hilfe eines umgerüsteten oder speziell dafür gebauten Starter-Trucks gestartet. In Japan war es der Toyoda G1 (Toyota G1). Er war der erste Lkw, der von der Firma gebaut wurde, aus der später Toyota wurde. Er war 6 m (20 Fuß) lang, konnte 1,5 Tonnen tragen und basierte lose auf Lkws ähnlicher Klasse von Ford und GM. Der G1 wurde im Zuge des technologischen Fortschritts durch eine Reihe ähnlicher Toyota-Lkw abgelöst. Die gesamte Serie wurde 1947 durch den BM-Lkw ersetzt.

Der KC war eine Weiterentwicklung des KB als Reaktion auf die offiziellen Regierungsspezifikationen für einen LKW für Kriegszeiten. Der KC, der den Spitznamen „Toyota To-Ki“ trug, verwendete etwa dreißig Prozent weniger Stahl als seine Vorgänger, der während des Krieges in Japan Mangelware war. Frühere Toyota-LKW hatten eine Antriebswellenhalterung mit Drehmomentrohr, aber dafür waren Stahlkomponenten erforderlich, die unter Kriegsbedingungen schwer zu beschaffen waren, also wurde beim KC ein Hotchkiss-Antrieb eingesetzt. Die Motorabdeckung bestand noch immer aus Metall, aber andere Karosserieteile wurden aus Sperrholz gefertigt. Das Karosseriedesign war extrem kastenförmig, mit nur einfachen Rundungen an der Motorabdeckung und einem flachen Kühler ohne Kühlergrill. Als sich der Krieg hinzog und der Materialmangel zunahm, wurde ein größerer Teil der Karosserie aus Holz gebaut, die Anzahl der Scheinwerfer wurde auf einen reduziert und es wurden nur noch Hinterradbremsen verwendet. Nach Kriegsende im August 1945 setzte Toyota die Produktion des KC jedoch ohne diese früheren Materialbeschränkungen fort. Eine besondere Verwendung des KC-Trucks war das Starten von Flugzeugmotoren auf japanischen Militärflugplätzen. Hinter dem Getriebe befand sich eine Zapfwelle. Sie stieg hinter der Kabine auf und ragte dann nach vorne. Sie wurde mit dem Spinner am Propeller eines Flugzeugs verbunden, um den Flugzeugmotor zu starten. Da diese Version des KC nicht für schwere Fracht verwendet wurde, war seine Ladefläche schmal und die Hinterräder waren Einzelräder statt der üblichen Doppelräder. Außerdem war die Kabine sehr einfach, mit Sperrholzseiten, ohne Türen und einem Stoffdach. Der Starter-Truck hatte aufgrund seiner schmalen Ladefläche als einziger Trittbretter. Hasegawa fertigte ein Plastikmodell des KC-Starter-Trucks im Maßstab 1:72 mit der Bezeichnung „Starter Truck Toyota GB“, obwohl der echte GB einen gewölbten Kühlergrill und eine komplexere Karosserie hatte.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Toyota_G1

Video: Japanese Airfields, Equipment & more 


Für mein Diorama wollte ich die Nakajima Ki-27 Nate zusammen mit dem Toyota KC Starter Truck zeigen. In einem Modell-Diorama kann man aber die Weite eines Flugfeldes nur bedingt zeigen, weshalb es da besser ist eine sog. Pillbox - also eine Luftschutzbox für Flugzeuge - darzustellen. Es war für jedes Jagdflugzeug in Japan ein Starter-Truck bereitgestellt, bei den Bombern mußten drei Flugzeuge sich Einen teilen. Da diese Starter-Trucks willkommene Ziele für die Tiefflieger waren wurden diese oft mit Palmwedeln und Tarnnetzen getarnt.  





























A female pilot of a biplane be | image created by 999fun | Tensor.Art


 

Nakajima Ki-27 Nate - Hasegawa 1/72

Die Nakajima Ki-27 (japanisch 九七式戦闘機 97-shiki sentōki, deutsch ‚Typ 97 Jagdflugzeug‘) war Standardjäger der japanischen Heeresluftwaffe in den Jahren 1937 bis 1942. Sie wurde ab 1941 durch die Ki-43 Hayabusa ersetzt. 

Im Jahre 1935 suchte die japanische Heeresfliegertruppe einen Ersatz für den Doppeldecker-Jäger Kawasaki Ki-10. Nakajima Hikōki setzte sich im Vergleichsfliegen gegen einen Entwurf von Kawasaki und eine Landversion der Mitsubishi A5M durch. Der Erstflug erfolgte am 15. Oktober 1936 und 1937 wurde die Maschine bei den Jagdeinheiten der japanischen Heeresflieger eingeführt.

Im Vergleich zu westlichen Jägern damaliger Zeit war die Ki-27 extrem schwach motorisiert und wirkte durch ihr starres Fahrwerk veraltet. Nakajima hatte zwar bereits vorher mit Einziehfahrwerk experimentiert, dieses war jedoch von offiziellen Stellen als zu komplex abgelehnt worden. Allerdings war die Maschine durch ihre extrem leichte Bauweise sehr wendig und stieg äußerst schnell. Die Konstruktion der Tragfläche mit gerader Vorderkante und zulaufender Hinterkante erwies sich als besonders gelungen und wurde bei allen Nakajima-Jägern des Zweiten Weltkrieges ebenfalls verwendet. Diese exzellenten Flugeigenschaften wurden allerdings durch niedrige Geschwindigkeit und eine schwache Bewaffnung, bestehend aus zwei Maschinengewehren Kaliber 7,7 mm erkauft. Zudem hatte die Maschine kein Funkgerät; und anstelle des damals schon eingeführten Reflexvisiers kam ein Zielfernrohr zum Einsatz.

Im Konflikt um Chalchin Gol von 1939 sowie im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg bewährte sich die Maschine, die bei der japanischen Heeresluftwaffe meist als „Jäger Modell 97“ nach dem Einführungsjahr im Japanischen Kalender bezeichnet wurde, im Luftkampf gegen die sowjetischen I-16 und I-153. Über Malaysia und Burma, sowie über den Philippinen konnten die japanischen Jagdflieger sich mit dieser Maschine noch erfolgreich gegen wesentlich leistungsfähigere Typen wie Brewster Buffalo, Hawker Hurricane oder die Curtiss P-40 der American Volunteer Group durchsetzen. Dies war aber vor allem auf erfahrene Piloten und zahlenmäßige Überlegenheit zurückzuführen, so dass die Maschine bereits ab Ende 1941 durch die Ki-43 „Hayabusa“ ergänzt und später ersetzt wurde. Die verbliebenen Maschinen dienten als Übungsflugzeuge, bis sie ab Ende 1944 als Kamikaze-Flugzeuge Verwendung fanden. Hierbei trug die Maschine manchmal bis zu 500 kg Sprengstoff.

Von den US-Streitkräften wurde die Ki-27 ab 1942 als „Nate“ bezeichnet. 

Das Flugzeug wurde auch an Japans Verbündete wie Thailand und Mandschukuo exportiert. In der Mandschurei wurde die Maschine von Mansyu in Lizenz gefertigt.

Indonesien setzte nach dem Krieg Maschinen des Typs Ki-27 und Ki-79 ein, die von den Japanern zurückgelassen wurden.

Die in Mandschukuo gebauten Ki-27 und Ki-79 wurden im chinesischen Bürgerkrieg von den Kommunisten eingesetzt.

Auf der Ki-27 basiert das zweisitzige Aufklärungsflugzeug Tachikawa Ki-36 und das davon abgeleitete Schulflugzeug Ki-55 (US-Codename „Ida“).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nakajima_Ki-27

Videos: Nakajima Ki-27 'Nate' 

             Ki-27 - Japan's Ultra Agile Fighter

 

Auch wenn der Bausatz mittlerweile in die Jahre gekommen ist, so ist er immer noch zu den Spitzen-Bausätzen zu zählen - feinste Gravuren und eine sehr gute Paßgenauigkeit der Teile. Die Cockpitdetaillierung ist absolut ausreichend, da man in dem engen Raum eh kaum etwas erkennen kann. Es macht Spaß zwischendurch auch mal so einen herrlichen Bausatz bauen zu können, ohne die Hälfte "selberschnitzen" zu müssen.