Das Modell T von Ford (ugsprachlich auch Tin Lizzie, „Blechliesel“) gilt gemeinhin als das erste für die breite Masse erschwingliche Automobil. Es war das erste Automobil, das auf Fließbändern hergestellt wurde, nicht jedoch das erste in Großserie produzierte Automobil, als das der Oldsmobile Curved Dash gilt. Zwischen 1908 und 1927 wurden in den Vereinigten Staaten 15 Millionen Stück gebaut, und somit war es das meistverkaufte Automobil der Welt, bis es 1972 vom VW Käfer überholt wurde. In den 2020er Jahren existieren noch etwa ein Prozent aller gefertigten Exemplare.

Henry Ford legte den „T-Ford“, wie er von seinen heutigen Besitzern oft
genannt wird, auf einfachste Bedienung und Reparaturfreundlichkeit aus,
weswegen der Wagen kein konventionelles Fahrzeuggetriebe mit Kupplung und Wählhebel bekam. Der Motor hat weder Kühlwasserpumpe noch Ölfilter, es gibt keine Kraftstoffpumpe und keinen Ölmessstab. Eine Kraftstoffanzeige war damals sowieso unüblich, Fahrzeugheizungen
kamen erst in den 1930er Jahren auf. Die Konstruktion ist simpel, fast
alle Reparaturen können ohne Spezialwerkzeuge ausgeführt werden.
Ersatzteile waren seinerzeit in jedem Eisenwarenladen in den USA zu
bestellen, vieles war auf Lager. Ford erkannte, dass für eine
industrielle Massenproduktion alle Bauteile mit gleichbleibend hoher
Qualität und minimalsten Toleranzen gefertigt werden müssen, um eine
störungsfreie Montage am Fließband realisieren zu können. Hierdurch
wurde er zusammen mit Frederick Taylor zu einem Pionier der Qualitätssicherung.
Die Modell T waren aufgrund des einfachen Aufbaus, der Serienproduktion
mit gleichbleibender Qualität und der hochwertigen Werkstoffe (zum
Beispiel vanadiumlegierter Stahl für die Vorderachse) zuverlässiger und
haltbarer als die seinerzeit handwerklich produzierten Autos.
Die Speedster-Version war im frühen zwanzigsten Jahrhundert eine
beliebte Wahl für Enthusiasten, die mehr Dynamik und Geschwindigkeit von
ihrem Auto erwarteten. Durch eine leichtere Karosserie und ein
stromlinienförmigeres Design übertraf das Modell T Speedster die
Standardversionen, die hauptsächlich als praktische Fahrzeuge eingesetzt
wurden. Dieses Exemplar mit seiner markanten, spitzen Nase, den Holz- und später den Drahträdern und den zwei Ledersitzen verkörpert den Pioniergeist des
Automobils in seiner reinsten Form. Zu einer Zeit, als die Straßen
größtenteils aus Sand und Kopfsteinpflaster bestanden, war dies ein Auto
für den abenteuerlustigen Fahrer.
Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ford_Modell_T
https://www.classiccar-auctions.com/de/lot-details/28104/ford-t-speedster-1913
Videos: The Surprising Story of the 1913 Model T Speedster
1913 Model T Speedster - driving
Es ist ein sehr schönes Modell und nicht überaus schwer zu bauen - allerdings hätte man doch so manches Detail besser gestalten bzw. nicht weglassen dürfen. Dieser Klassiker gehört fast in jede Sammlung - und ich ließ es mir nicht nehmen, diesen "Urvater" der Automobile in einen entsprechenden Rahmen zu setzen.