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Sonntag, 28. März 2021

Vought F-8 Crusader - Revell 1/72

Die Vought F-8 Crusader (bis 1962 F8U) war ein einstrahliges Kampfflugzeug aus US-amerikanischer Produktion, das vornehmlich auf Flugzeugträgern eingesetzt wurde. Der Prototyp flog erstmals am 25. März 1955, insgesamt wurden 1261 Crusader gebaut. Es war der letzte Flugzeugtyp, dessen Primärbewaffnung eine Maschinenkanone war, deswegen trug es auch den Spitznamen The Last of the Gunfighters.

Als Erprobungsträger war eine Maschine 1972 das weltweit erste Flugzeug in dem eine digitale Fly-by-Wire Flugsteuerung eingesetzt wurde. 

1953 erhielt die Chance Vought Division der United Aircraft Corporation den Auftrag zur Entwicklung eines trägergestützten überschallschnellen Jagdflugzeugs. Die Flugerprobung des Prototyps XF8U-1 begann im März 1955, als Antrieb wurde ein Pratt & Whitney J57-P-12 verwendet. Kurze Zeit später begann bereits die Serienproduktion, die bis 1965 lief, und schon am 20. September 1955 flog die erste Serienmaschine F8U-1, 1962 in F-8A umklassifiziert. Die F-8A hatte zunächst noch das gleiche Triebwerk wie der Prototyp, später erhielten alle Maschinen das stärkere J57-P-20A bzw. -22.

Die Crusader wurde bei der US Navy und dem US Marine Corps vorwiegend als trägergestützter Abfangjäger eingesetzt. Zahlreiche Muster des Modells kamen im Vietnamkrieg zum Einsatz. Im Jahre 1957 stellte der damalige Major des US Marine Corps und spätere Astronaut John Glenn einen neuen transkontinentalen Geschwindigkeitsrekord auf. Für die Strecke Los Angeles nach New York City brauchte er bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Mach 1,1 lediglich 3:23 Stunden. Dabei wurde die Maschine dreimal in der Luft betankt. 
 
Die Besonderheit dieses Flugzeugs ist der hydraulisch um 7° verstellbare Einstellwinkel der mit einem Sägezahn versehenen Tragflächen, die um 45° gepfeilt sind. Dies erlaubt einen hohen Anstellwinkel während des Landeanfluges auf einen Flugzeugträger, ohne gleichzeitig die Sicht nach vorn zu beeinträchtigen. Diese Konstruktion erhöhte allerdings den Wartungsaufwand der F-8. Ansonsten war das Muster mit der üblichen Trägerausrüstung (Klappflügel, Fanghaken, Katapultbeschläge) versehen. Zur Verbesserung der Aerodynamik wurde die Kabine völlig in die Rumpfkontur einbezogen. Bei einigen Versionen wurde das Bugfahrwerk nach rechts versetzt, um so Platz für eine zusätzliche Waffenstation unter dem Rumpf zu schaffen.  

Die F-8 wurde bei allen Konflikten der 1960er-Jahre eingesetzt, vor allem dem Vietnamkrieg. Schon während der Kubakrise 1962 flog die Aufklärungsstaffel VFP-62 von Landbasen Aufklärung über Kuba. Im August 1964 waren die Jagdstaffeln VF-51 und VF-53 des Trägers USS Ticonderoga bei den Vergeltungsangriffen auf nordvietnamesische Schnellbootbasen nach dem Tonkin-Zwischenfall beteiligt. Damit begann der eigentliche Vietnamkrieg für die USA. Schon im Juni war allerdings eine RF-8A der Aufklärungsstaffel VFP-63 Det. C des Trägers USS Kitty Hawk über Laos abgeschossen worden. Insgesamt verloren US Navy und US Marine Corps in Vietnam 139 F-8 und 29 RF-8. F-8-Piloten konnten ihrerseits 18 nordvietnamesische Flugzeuge abschießen. Der Einsatz der F-8 endete für die US Navy 1976 mit der Ausmusterung des letzten Trägers der Essex-Klasse, USS Oriskany. Im Rahmen des Geschwaders CVW-19 waren hier die Jagdstaffeln VF-191 und VF-194 mit F-8J eingesetzt. Die RF-8G wurde 1982 letztmals von VFP-63 im Geschwader CVW-14 auf USS Coral Sea eingesetzt. Die Reservestaffel VFP-206 musterte die letzte RF-8G am 29. März 1987 aus. 1977 kauften die Philippinen 35 F-8H. 25 wurden bis 1991 als F-8P eingesetzt, zehn dienten als Ersatzteilspender. Die französische Marinestaffel 12F stellte die letzte F-8E(FN) am 4. Dezember 1999 außer Dienst. 
 
 
             
             Vought F-8 Crusader
             
 
 



















 


Samstag, 27. März 2021

Republic RC-3 Seabee - CMR resin-kit 1/72

Die Republic Seabee ist ein amphibisches Ganzmetall-Kleinflugzeug. Sie wurde von Percival Spencer entworfen und von der Republic Aviation Company hergestellt.  


Die Seabee ist ein Entwurf von Percival Spencer, einem Luftfahrtpionier, der bereits kurz nach seinem 17. Geburtstag im Jahr 1911 seinen ersten Hanggleiter baute. Er benutzte damals Pläne aus dem Magazin „Popular Mechanics“. Am 15. Mai 1914 führte er seinen ersten angetriebenen Flug in einem Curtiss Flying Boat durch. Vielleicht begründete dies sein Interesse an amphibischen Flugzeugkonzepten, welches zur Entwicklung der Seabee führte.

1937 entwarf er zusammen mit dem Sikorsky-Ingenieur Vincent A. Larsen ein erstes rein amphibisches Flugzeug, das Spencer-Larsen SL-12C. Die Entwicklung des Flugzeugs kam jedoch nur sehr langsam voran. Im September 1940 beendete Spencer die Zusammenarbeit und widmete sich seiner eigenen Firma. Sein erstes Flugzeug wurde die Spencer S-12 Air-Car-Amphibian.

Die Entwicklung der S-12 begann Anfang März 1941, und die kleine, zweisitzige S-12 (NX29098) machte ihren Erstflug am 8. August 1941. Die S-12 ist eine stoffbespannte Schulterdecker-Amphibienkonstruktion in einer einzigartigen Kastenbauweise, mit Druckpropellerantrieb und einem langen, schmalen Heckrumpf.

Im Dezember 1941 legte Spencer die S-12 beiseite, um die Kriegsbemühungen als Testpilot für die Republic Aviation Company zu unterstützen. Bis 1943 testete er insgesamt 134 P-47 Thunderbolt. Im April 1943 verließ Spencer die Republic Aviation Company, um sich der Mills Novelty Company von Chicago, Illinois anzuschließen, die seine S-12 zu Promotionzwecken einsetzen wollte. Spencer nutzte die Holzfertigungsanlagen der Firma um eine neue, eiförmige Kabine für die S-12 zu bauen und stellte das Flugzeug seinem ehemaligen Arbeitgeber, der Republic Aviation Company, vor. Das Potenzial der Maschine als perfektes Sportflugzeug erkennend, kaufte Republic die Pläne im Dezember 1943 und begann sofort mit der Entwicklung einer Ganzmetallversion, dem Modell RC-1. Den Erstflug absolvierte die erste RC-1 (NX41816) am 30. November 1944 mit Spencer als Testpilot.

Das Flugzeug wurde noch im Dezember in St. Louis, Missouri, vorgeführt, und Ende 1944 hatte Republic bereits 1.972 Zivilaufträge für das $3.500- Flugzeug erhalten. Das Flugzeug wurde auch dem Marine- und Armee-Luft-Korps gezeigt. Beide Abteilungen waren von dem Design angetan, und am 19. Februar 1945 bewilligte die Marine der Republic Aviation Company das Recht, den Namen „Seabee“ für die Zivilversion zu verwenden. Die Armee erteilte einen großen Auftrag für das Flugzeug, das fortan für die Luftseerettung unter der Kennzeichnung OA-15 Verwendung fand. Nach der Niederlage Japans im September 1945 zogen Armee und Marine jedoch ihre Aufträge zurück. Die OA-15 Seabee war das vorletzte USAAF Flugzeug, das die Kennzeichnung „OA“ (für observation, amphibian) erhielt. 

Die Seabee wurde in den USA und im Kanada sehr populär. Sie entsprach ideal den Anforderungen für den Betrieb in Ländern mit langen Küstenlinien, vielen Inseln, Seen und Wildnis. Vor Produktionsende waren 108 Seabees nach Argentinien, Brasilien, Chile, England, Frankreich, Israel, Indien, Mexiko, Norwegen, Schweden und Uruguay exportiert worden, und Außenstellen wurden in Brasilien, Kuba, Panama, Kolumbien, Mexiko, Uruguay, Peru, Venezuela, Chile, Argentinien, Fidschi, Neu-Kaledonien, Südafrika, England, Norwegen und Schweden errichtet.

In den späten 1940er und während der 1950er Jahre war die Seabee eines der populärsten Krankentransport- und Buschflugzeuge in Kanada, Norwegen, Schweden sowie den USA. Viele lebensrettende Missionen wurden von Seabee-Piloten geflogen, die Schwerverletzte von entlegenen Inseln und aus tiefer Wildnis retteten, sowie mit unmöglichen Starts und Landungen auf kleinen Seen Versorgungsmaterialien an Jäger und Trapper lieferten. Zu Filmehren gelangte eine Seabee 1974 in dem James-Bond-Thriller „Der Mann mit dem goldenen Colt“.

2006 sind weltweit noch über 250 Seabees registriert, eine Zahl, die sich jährlich erhöht, da neue Flugzeuge aus Teilen von Wracks zusammengebaut werden. Einige Seabees sind noch kommerziell als Buschflugzeuge und Lufttaxis im Einsatz. In der Geschichte der Luftfahrt haben nur wenige Flugzeuge längere oder erfolgreichere Karrieren vorzuweisen als die Seabee. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Republic_Seabee

Videos: N6485K 1947 Republic RC-3 Seabee Departing HWD 

             James Bond Golden Gun Island 1


 


Leider ist dies nach einem fatalen Computercrash das einzig mir verbliebene Foto dieses Modells. Es wird bei einem der nächsten Museumsbesuche, wo dieses Modell ausgestellt ist, Abhilfe geschaffen.

Donnerstag, 25. März 2021

N.A. FJ-2 Fury - Matchbox 1/72

Die North American FJ Fury war das erste einsatzfähige trägergestützte Strahlflugzeug der US Navy und des US Marine Corps, das als Jäger und Jagdbomber eingesetzt wurde. Im Jahr 1962 wurde die FJ in F-1 umbenannt.  

Der Krieg im Pazifik war noch in vollem Gange, als zwischen Herbst 1944 und Frühjahr 1945 die US Navy vier Prototypen eines trägergestützten Strahlflugzeugs in der Hoffnung bestellte, diese würden für die im Mai 1946 geplante Invasion Japans zur Verfügung stehen. Diese waren die Vought F6U Pirate, die McDonnell FD Phantom, die McDonnell F2D Banshee sowie die North American FJ Fury.

North Americans Entwurf, firmenintern als NA-134 bezeichnet, war ursprünglich als konventioneller Tiefdecker mit geraden Tragflächen und einem relativ dicken Rumpfquerschnitt konzipiert. Zwecks besserer Rundumsicht war die Pilotenkanzel in Tropfenform (ähnlich der P-51D Mustang) ausgelegt. Durch einen großen, in der Nase untergebrachten Lufteinlass wurde ein Strahltriebwerk General Electric J35 versorgt. Zwecks gut kontrollierbarem Langsamflug – für Trägerlandungen unerlässlich – waren an den Flügelober- und -unterseiten schmale ausfahrbare Luftbremsen angebracht.

Zwischenzeitlich hatte sich die US Air Force für eine landgestützte Version der Fury entschieden, die als XP-86 bezeichnet wurde und während des Korea-Krieges als F-86 Sabre Berühmtheit erlangte. Obwohl die XP-86 bereits mit Pfeilflügeln ausgestattet war, hielt North American bei der FJ-1 an geraden Tragflächen fest, da diese aufgrund ihrer besseren Langsamflugeigenschaften für Trägerdecklandungen unerlässlich schienen. Die Navy bestellte drei Prototypen mit der Bezeichnung XFJ-1. Im April 1945 fand die Begutachtung eines Mockups durch das Bureau of Aeronautics statt und am 11. September 1946 startete die erste XFJ-1 zu ihrem Jungfernflug. Der zweite und dritte Prototyp folgte im Oktober 1946 und Februar 1947.

Aufgrund der Meinung, dass trägergestützte Strahlflugzeuge aufgrund niedriger Landeanfluggeschwindigkeiten gerade Flügel haben mussten, sträubte sich die US Navy lange Zeit gegen neue Entwürfe. Mittlerweile hatte sich jedoch herausgestellt, dass ebendiese Modelle (F9F Panther und F2H Banshee) bei ihrer Höchstgeschwindigkeit erheblich langsamer als ihre pfeilgeflügelten Konkurrenten (z. B. der MiG-15) waren.

Seit Beginn des Jahres 1951 hatte daraufhin North American damit begonnen, eine trägergestützte Version der mittlerweile bewährten F-86 Sabre zu entwickeln. Nicht einmal zwei Wochen später bestellte die US Navy ungesehen 300 Maschinen dieses Typs. Später wurde die Bestellung jedoch auf 200 Maschinen reduziert.

Die FJ-2 basierte weitgehend auf der landgestützten F-86E. Sie besaß jedoch zusätzlich einen V-förmigen Fanghaken unter dem Rumpfheck sowie ein verlängertes Bugfahrwerk und Katapultarretierungen. Die ersten beiden Prototypen XF-J2 (NA-179) verfügten allerdings weder über Bewaffnung noch über klappbare Flügel.

Der dritte Prototyp XFJ-2B (NA-181) war jedoch ausgestattet mit vier 20-mm-Maschinenkanonen des Typs Colt MK 12. Alle drei Prototypen besaßen das Strahltriebwerk General Electric J47-GE-13. Der Jungfernflug fand am 27. Dezember 1951 statt, und ab Dezember 1952 erfolgten die ersten Trägerlandungen an Bord der USS Coral Sea. Diese offenbarten jedoch Schwierigkeiten sowohl mit dem Fahrwerk und einem zu schwachen Fanghaken als auch mit dem Flugverhalten während der Start- und Landephase.

Obwohl äußerst unzufrieden mit den Eigenschaften der XFJ-2, hielt die Navy an ihren Bestellungen der FJ-2 fest, allerdings mit einem neuen Triebwerk, dem General Electric J47-GE-2, dessen Leistungen denen der F-86F entsprachen.

Durch die unzureichenden Leistungen für den Betrieb auf Flugzeugträgern gingen die FJ-2 ausschließlich an das Marine Corps. Als erste Staffel wurde die Jagdstaffel VMF-122 auf der Basis MCAS Cherry Point in North Carolina im Januar 1954 mit der FJ-2 ausgerüstet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/North_American_FJ

Videos: Flying the North American FJ2 Fury (US Navy version of the F-86 Sabre jet) 1953

             2009 Blue Angels Homecoming Airshow - FJ-4B Fury Departure 

             Familiarization 1953 US Navy Pilot Training Film


Leider ist dies nach einem fatalen Computercrash das einzig mir verbliebene Foto dieses Modells. Es wird bei einem der nächsten Museumsbesuche, wo dieses Modell ausgestellt ist, Abhilfe geschaffen.


Samstag, 13. März 2021

Bell AH-1W Super-Cobra - Italeri 1/72

Die Bell AH-1 SuperCobra ist ein zweimotoriger Kampfhubschrauber, der auf der einmotorigen AH-1 Cobra der US-Armee basiert. Die Twin Cobra-Familie, die selbst Teil der größeren Huey-Familie ist, umfasst die AH-1J SeaCobra, die AH-1T Improved SeaCobra und die AH-1W SuperCobra. Die AH-1W war jahrzehntelang das Rückgrat der Kampfhubschrauberflotte des United States Marine Corps, bis sie durch die Bell AH-1Z Viper der nächsten Generation ersetzt wurde.


In den letzten Monaten der Beteiligung der Vereinigten Staaten am Vietnamkrieg startete das Marine Corps die AH-1J SeaCobra, die der HMA-369 (jetzt HMLA-369) an Bord von Denver, Cleveland und später Dubuque, um das Verbot von Seefahrzeugen auf dem Ho Chi Minh Trail in Nordvietnam in der Nähe der Insel Hon La (Tiger) durchzusetzen. Diese wurden als Marine Hunter-Killer (MARHUK) Operationen bezeichnet und dauerten von Juni bis Dezember 1972. Marine Cobras nahmen an der Invasion von Grenada während der Operation Urgent Fury im Jahr 1983 teil und flogen Nahunterstützungs- und Hubschrauber-Eskortmissionen. Zwei Marine AH-1Ts wurden abgeschossen und drei Besatzungsmitglieder getötet. Die Marines setzten die AH-1 1983 während des Bürgerkriegs vor der Küste von Beirut im Libanon ein. Die AH-1 waren mit Sidewinder-Raketen und -Kanonen als Luftschutzmaßnahme gegen die Bedrohung durch leichte Zivilflugzeuge bewaffnet, die von Selbstmordattentätern eingesetzt wurden. Die AH-1W-Variante wurde 1985 und 1986 bei der USMC in Dienst gestellt. USMC Cobras wurden Ende der 1980er Jahre im Persischen Golf, während des Iran-Irak-Kriegs eingesetzt. Die Cobras versenkten drei iranische Patrouillenboote, während sie einen AH-1T durch iranisches Flugabwehrfeuer verloren. USMC Cobras aus Saipan flogen während einer Evakuierung von US-amerikanischen und anderen ausländischen Bürgern aus Liberia im Jahr 1990 "Top Cover". Während des Golfkrieges waren 78 Marine SuperCobras im Einsatz und flogen insgesamt 1.273 Einsätze im Irak ohne Kampfverluste. Drei AH-1 gingen jedoch während und nach den Kampfhandlungen durch Unfälle verloren. Den AH-1W-Einheiten wurde die Zerstörung von 97 Panzern, 104 gepanzerten Personaltransportern und Fahrzeugen sowie zwei Flugabwehrartillerie-Batterien während der 100-stündigen Bodenkampagne zugeschrieben. Marine Cobras unterstützte die humanitäre Intervention der USA in Somalia während der Operation Restore Hope in den Jahren 1992-1993. Sie wurden auch während der US-Invasion in Haiti im Jahr 1994 eingesetzt. USMC Cobras wurden in den 1990er Jahren bei US-Militärinterventionen im ehemaligen Jugoslawien eingesetzt, und zwei AH-1W halfen bei der Rettung des US-amerikanischen Kapitäns Scott O'Grady nach seinem Abschuß seiner F- 16 durch eine SAM im Juni 1995. AH-1 Cobras arbeiten weiterhin mit dem US Marine Corps zusammen. USMC Cobras wurden in den neunziger Jahren auch im Betrieb eingesetzt. USMC Cobras haben auch an der Operation Enduring Freedom in Afghanistan und an der Operation Iraqi Freedom im Irak-Konflikt teilgenommen. Während neue Ersatzflugzeuge als Alternative zu größeren Upgrades der AH-1-Flotte angesehen wurden, zeigten Studien des Marine Corps, dass ein Upgrade die günstigste, unterstützbarste und effektivste Lösung für die Mission des Marine Corps für leichte Kampfhubschrauber war. Während der Invasion des Irak 2003 erlitten 46 von 58 USMC-Cobras Kampfschäden, hauptsächlich durch Infanteriewaffen. Am 19. September 2011 stürzte eine USMC AH-1W während der Trainingsübungen in Camp Pendleton, Kalifornien, ab und tötete die beiden Besatzungsmitglieder an Bord. Eine Untersuchung des Absturzes ergab, dass er durch einen Vogelschlag verursacht wurde. Das Flugzeug kollidierte mit einem Rotschwanzbussard, wobei der Aufprall die Pitch-Change-Verbindung beschädigte, was wiederum Vibrationen an den Rotoren verursachte, die so heftig waren, dass das Getriebe und die Rotoren vom Hubschrauberkörper abbrachen. Ende August 2016 begannen Marine AH-1W Cobras, die von der USS Wasp flogen, Kampfeinsätze über Sirte, Libyen, gegen den Islamischen Staat Irak und die Levante in Libyen zu fliegen, um befreundete Milizen vor Ort aus nächster Nähe zu unterstützen. In den späteren Phasen der Operation flogen AH-1W Kampfmissionen vom Deck der USS San Antonio, nachdem dieses Schiff im Oktober 2016 die Wasp ersetzt hatte. Im Oktober 2020 stellte das US-Marine Corps die AH-1W nach 34 Dienstjahren außer Dienst und ersetzte sie durch die AH-1Z Viper. Die Marines erhielten von 1986 bis 1999 179 Super Cobras, die 933.614 Stunden flogen.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Bell_AH-1_SuperCobra 

Videos: AH-1W Super Cobra Weapons Demonstration 

             Bell Textron AH-1S Cobra Helicopter Chin Turret & Rocket System 87344

             Squadron's Last AH-1W Super Cobra Flies To The Boneyard 


 


















 

Sonntag, 20. Dezember 2020

Douglas TBD Devastator - Airfix 1/72

 Die Douglas TBD Devastator (Verwüster) war ein einmotoriger trägergestützter Torpedobomber der US-Marine. Der Tiefdecker war das erste Ganzmetallflugzeug mit hydraulisch hochklappbaren Flügeln. 

Der Prototyp XTBD-1 machte seinen Jungfernflug am 15. April 1935 und neun Tage später wurde er an die US-Marine zu Testzwecken übergeben. Am 25. Juni 1937 begann die Douglas Aircraft Company mit der Auslieferung der ersten 114 Maschinen. Am 5. Oktober 1937 erhielt die Torpedobomberstaffel VT-3 der USS Saratoga die ersten Maschinen.

Bis Mitte 1942 war die TBD Devastator der Standard-Torpedobomber auf den US-amerikanischen Flugzeugträgern. Der Nachfolger – die Grumman TBF Avenger – war schon im Oktober 1940 geordert worden, jedoch erreichten die Einsatzmaschinen die Torpedobomberstaffel VT-8 erst im Mai 1942. So kam es, dass während der Schlacht um Midway die TBD der Staffel VT-8 vom Flugzeugträger USS Hornet aus eingesetzt wurden, während das Nachfolgemodell gerade nach Pearl Harbor überführt wurde und nur sechs mit Freiwilligen bemannte Maschinen der VT-8 von Midway aus gegen die Japaner flogen.

Während der Schlacht im Korallenmeer am 7. und 8. Mai 1942 waren die Devastators noch maßgeblich an der Versenkung des japanischen Flugzeugträgers Shōhō beteiligt. Allerdings traten zu der Zeit auch große Probleme mit dem von der Devastator eingesetzten Mark-13-Torpedo auf: er war zu langsam und nur wenige explodierten, nachdem sie ihr Ziel erreicht hatten.

Das Ende der TBD Devastator kam bei der Schlacht um Midway vom 4. bis 7. Juni 1942. Als die USS Hornet 15 Maschinen, die USS Enterprise 14 Maschinen und die USS Yorktown 12 Maschinen zum Angriff auf die japanischen Träger ausschickten, wurden diese von Zeros attackiert. Fast ohne Jagdschutz angreifend, wurde eine nach der anderen abgeschossen. Allerdings waren dank des aufopferungsvollen Angriffs fast alle japanischen Jäger mit den TBD beschäftigt und die hoch fliegenden SBD Dauntless konnten mit nur geringen Verlusten relativ schnell drei große japanische Träger so schwer beschädigen, dass sie aufgegeben und versenkt werden mussten. Die Verlustquote bei Midway lag bei über 90 Prozent; deshalb beschloss die US-Marine, die TBD sofort zurückzuziehen.

1944 zählte die US Navy noch 21 TBD-1 in ihrem Bestand, die jedoch meist als Instruktionsmodelle für Mechaniker dienten. Am 30. September 1944 wurde die BuNo 0252 als letzte TBD auf dem Stützpunkt Mustin Field in Pennsylvania ausgemustert. Nur eine Devastator war beim US Marine Corps eingesetzt. Keine TBD blieb erhalten. So hoffen manche auf die Bergung abgestürzter TBD. Zum Beispiel liegt die TBD BuNo 1515 in relativ gutem Zustand in der Lagune von Jaluit, wo sie am 1. Februar 1942 als „5-T-6“ des Trägers USS Yorktown wegen Treibstoffmangels notwasserte. Ferner liegt die BuNo 0353 seit ihrer Notwasserung am 2. September 1943 vor Miami. Bisher verhinderten jedoch Konflikte zwischen der US Navy und Privatleuten eine Bergung. 

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_TBD