Der Panzerkampfwagen V (Suggestivname: Panther; Sd.Kfz. 171) war ein mittlerer deutscher Panzer im Zweiten Weltkrieg. Er wurde von MAN als Reaktion auf den sowjetischen T-34 entwickelt. Der Panther sollte ursprünglich die anderen mittleren deutschen Panzer ersetzen, kam dann aber zusammen mit dem weiterhin produzierten Panzer IV zum Einsatz. Von 1943 bis zum Ende des Krieges wurden rund 6000 Fahrzeuge in verschiedenen Ausführungen von mehreren Herstellern gebaut und sowohl an der Ostfront als auch im Westen und in Italien eingesetzt.
Da die Entwicklung des Panthers unter Zeitdruck geschah, wiesen die Fahrzeuge zunächst erhebliche technische Mängel und konstruktive Schwächen auf, von denen einige bis zum Ende der Produktion nicht abgestellt werden konnten und ihn relativ wartungsintensiv und störungsanfällig machten. Er gilt in der Nachbetrachtung als ausgewogener richtungweisender Entwurf.
Ab Januar 1943 stellte die Wehrmacht Panzer-Abteilungen auf, die nur mit dem Panther ausgestattet waren. Für später war geplant, in jedes Panzer-Regiment der Panzer-Divisionen des Heeres und der Waffen-SS eine Panther-Abteilung einzugliedern. Der Kriegsstärkenachweis vom 10. Januar 1943 sah eine Ausstattung mit 96 Panthern vor. Davon waren drei im Nachrichtenzug, fünf im Aufklärungszug und jeweils 22 (vier Züge je fünf Panther plus zwei Kompanieführung) in den vier Panzerkompanien vorhanden. Hinzu kam ein Panzerwerkstattzug für die gesamte Abteilung, der mit fünf schweren Zugkraftwagen 18 t, zwei Bergepanthern zum Abschleppen der schweren Panzer und einem Strabokran ausgestattet war. Zum 1. April 1944 sank die planmäßige Ausstattung der Panzerkompanien auf 17 Panther (drei Züge je fünf Panther plus zwei Kompanieführung). Da der Aufklärungszug ganz entfiel, hatte eine Abteilung nur noch 71 Panther. Zum 1. November 1944 traten dann noch Kriegsstärkenachweise in Kraft, die jeder Panzerkompanie nur noch 14 (drei Züge je vier Panther plus zwei Kompanieführung) oder zehn Panther (drei Züge je drei Panther plus einen für den Kompaniechef) zugestanden, so dass die gesamte Abteilung nur noch halb so stark wie 1943 war. Als Ausbildungshilfe wurde am 1. Juli 1944 die Pantherfibel vom Generalinspekteur der Panzertruppen Heinz Guderian herausgegeben. Sie war wie die Tigerfibel mit zahlreichen comicartigen Illustrationen versehen und im Fibelstil in weitgehend paarreimenden Versen geschrieben.
Der erste Einsatz des Panthers erfolgte bei der Schlacht im Kursker Bogen im Süden der Ostfront. Unter dem Oberbefehl der 4. Panzerarmee waren die Panzer-Abteilungen 51 und 52 zum Panzer-Regiment 39 mit insgesamt 200 Panthern zusammengefasst. Bereits beim Ausladen vor dem Angriffsbeginn brannten zwei Panther wegen Motorbränden komplett aus. Nachdem die verbliebenen Panther am 5. Juli 1943 die Offensive im Rahmen der Panzergrenadier-Division Großdeutschland begonnen hatten, waren am 10. Juli nur noch zehn Panther einsatzbereit. Man zählte 23 Totalausfälle nach feindlichen Treffern, 56 waren durch Minen oder Treffer beschädigt und 44 hatten mechanische Ausfälle. Bis zum 20. Juli waren 56 Panther total zerstört worden. Bis zum Ende des Monats Juli 1943 gab es einen Totalverlust von 83 Panthern. Im Einsatz zeigte sich, dass die Besatzungen schlecht ausgebildet waren, da sie überstürzt an die Front geschickt wurden. Es traten zahlreiche technische Mängel auf. Das Seitenvorgelege, welches die Drehzahl des Getriebes auf die Antriebsräder übersetzte, arbeitete mangelhaft wie die Benzinpumpe, die Dichtungen der Benzin- und Ölleitungen waren nicht dicht, die Befestigung des Vergasers war unzureichend und die Motorkühlung arbeitete schlecht. Diese Probleme führten dazu, dass der Panther bei der Schlacht im Kursker Bogen die höchste Ausfallrate unter allen dort in größerem Umfang eingesetzten deutschen Panzertypen hatte. Die neue Kampfwagenkanone des Panther erwies sich jedoch als Erfolg: Die meisten gegnerischen Panzer konnten auf einer Entfernung von 1500 bis 2000 m ohne Schwierigkeit abgeschossen werden, teilweise bereits auf 3000 m.
In kurzer Folge wurden nun komplett mit Panthern ausgestattete Abteilungen an die Ostfront verlegt. Meist waren es im Kampf erfahrene Abteilungen, die zur Umschulung auf den neuen Panzer in die Heimat verlegten und wenige Wochen später zu ihren Stammdivisionen zurückkehrten. Die Zahl der vorhandenen Panther an der Ostfront erhöhte sich jetzt von 173 am 31. August 1943 über 291 (30. November) auf 328 (29. Februar 1944). Am 31. Mai 1944 wurde mit 728 Panthern ein neuer Höchststand erreicht, der erst im März 1945 mit 740 überboten wurde. In der Zwischenzeit war der Bestand mit 600 bis 700 Panthern relativ konstant.
Es hatte sich herausgestellt, dass die Frontpanzerung des Panthers auch durch den T-34/85 nur schwer durchschlagen werden konnte. Der Panther selbst konnte jeden sowjetischen Panzer auch von vorn vernichten. Seine Seiten- und Heckpanzerung konnte aber schon bei Entfernungen über 3000 Meter durchschlagen werden. Erst als der IS 2 1944 an der Front auftrat, war der Panther auch von vorn gefährdet. Die mechanische Zuverlässigkeit erreichte bald den gleichen Stand wie beim Panzerkampfwagen IV, nachdem erste Verbesserungen in die Serienfertigung eingeflossen waren.
Die einzige Einheit, die in Italien mit Panthern kämpfte, war die I. Abteilung des Panzer-Regiments 4, die als selbstständige Heerestruppe im Februar 1944 mit 76 Stück eintraf. Im Kampf gegen den alliierten Vormarsch nach Norden erlitt sie Verluste, es konnte aber eine durchschnittliche Einsatzstärke von 20 bis 30 Panthern bis April 1945 erhalten werden.
Als am 6. Juni 1944 die Alliierten in der Normandie landeten, führte die Wehrmacht bis Ende Juli sechs Panzerdivisionen mit Panther-Abteilungen an die Front. Bis zum 27. Juli gingen 131 Panther verloren. Eine britische Untersuchung von 82 erbeuteten Panthern ergab, dass 36 durch panzerbrechende Munition, 7 durch Artillerie, 8 durch Luftangriffe und 18 durch Selbstzerstörung aufgrund unbekannter Ursachen zerstört wurden. Die Hauptgegner auf britischer Seite waren der Cromwell und der Churchill: Von vorn konnten sie dem Panther zwar nicht gefährlich werden, jedoch auf 1500 Meter die seitliche Panzerung durchschlagen. Beim US-amerikanischen Sherman M4 sah es genauso aus. Der Sherman Firefly mit der stärkeren 17pdr-Kanone (Kaliber 76,2 mm) konnte bei Entfernungen von unter 700 Metern die vordere Turmpanzerung durchschlagen. Der Panther konnte hingegen alle alliierten Panzer zwischen 1000 und 2000 Meter von vorn vernichten. Von der Seite waren Entfernungen bis 3500 Meter möglich.
Aufgrund der Krise, die sich an der Westfront ab August ergab, wurden weitere 9 Panther-Abteilungen an die Front verlegt. Davon kamen 7 in neu aufgestellten Panzerbrigaden mit jeweils nur 36 Panthern zum Einsatz. Ab September 1944 war die Panzer-Brigade 107 dort im Einsatz und erlitt in der Folge schwere Verluste. Vor dem Beginn der Ardennenoffensive (16. Dezember 1944) verlegte die Wehrmacht nochmals starke Panzerverbände an die Westfront, darunter 400 Panther. Trotzdem waren an der Westfront zu keiner Zeit mehr als 471 Panther vorhanden. Tiefpunkte waren der August 1944 mit unter 50 und ab Januar 1945, als die Zahl der vorhandenen Panther unter 220 sank.
Am 6. März 1945 kam es in Köln zu einem Gefecht zwischen einem Panther, einem M4 Sherman sowie einem der wenigen zum Einsatz gekommenen M26 Pershing. In dessen Verlauf wurde der Sherman durch den Panther und dann dieser durch den Pershing zerstört. Das Gefecht wurde durch den US-Kriegsberichterstatter Jim Bates gefilmt und erlangte aufgrund dessen herausragende mediale Bedeutung. In der Gegenwart entwickelte sich eine Kontroverse um die Authentizität der Aufnahmen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Panzerkampfwagen_V_Panther
Videos: Panther - ein legendärer Panzer...? - Einsatz
Panther Tank in Action – Rare Test Drive Footage!
Panther – tödlichster Panzer des Krieges oder technische Katastrophe? | Dokumentation
Revell übernahm fast alle Formen von Matchbox, als diese sich aus der Modellbausparte zurückzogen. Die Matchboxmodelle bestachen nicht durch gute Detaillierung - sie waren einfach zu bauen, für Anfängeer geeignet - und führten doch zu einem ansehnlichen Ergebnis. Allerdings machte es der ungewöhnliche Maßstab von 1/76 nicht leicht sich bei Herzblutmodellbauern durchzusetzen. Wie gesagt - als Anfängermodell unschlagbar, aber für die "ernsthafte" Modellscene leider unbrauchbar bzw. unbeliebt.
Revell nun hat die Formen des Panther ebenfalls übernommen und 1:1 - nur in einfarbigem Plastik gespritzt - als 1/72er Modell auf den Markt geworfen. Darüber mag man gerne den Kopf schütteln, andererseits sind diese Modelle noch immer - bei Gelegenheits-Panzerbauern - beliebt und geschätzt. Man kann mit wenigen und kostengünstigen Mitteln nachdetaillieren und erhält ein Schmuckstück für die Vitrine, die nicht gleich den ganzen Platz in Anspruch nimmt. Man kann diese Mini-Modelle auch unglaublich einfach in Dioramen setzen und mit Flugzeugmodellen kombinieren, solange man nicht pedantisch auf den Maßstab pocht. Ich für meinen Teil mag die Matchbox-Modelle, weil sie einfach sind, weil sie gut zu bauen sind und weil man mit wenig Geldaufwand ein wirklich ansehnliches Modell zaubern kann. Matchbox hat ja stets bei seinen Modellen eine kleine Dioramaplatte dabei . . .




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