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Freitag, 18. September 2026

Blohm & Voss BV P.208.03 Diorama - CMK resin-kit 1/72

I attach great importance to the statement that the symbols of the Nazi period ( Swastikas ) serve only a faithful reproduction of the models. A political attitude can and should not be derived from it. The generally applicable laws and regulations, which allow an exhibition of Nazi symbols, will therefore be satisfied.

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Ich lege grossen Wert auf die Feststellung, daß die Symbole der NS-Zeit ( Swastikas ) lediglich einer originalgetreuen Wiedergabe der Modelle dienen ! Eine politische Einstellung/ Gesinnung kann und sollte nicht davon abgeleitet werden.

Den allgemein geltenden Gesetzen und Richtlinien, die zwar eine Ausstellung von NS-Symbolen erlaubt, aber eine Verherrlichung verbietet, wird somit entsprochen!
 
    

Die Blohm & Voss P 208 war eine Studie eines einsitzigen deutschen propellergetriebenen Jagdflugzeugs aus dem Jahr 1944.  


Die Entwicklung des Flugzeugs begann 1944 – zu einem Zeitpunkt, als eigentlich schon das Zeitalter der Strahlflugzeuge angebrochen war. Da Strahltriebwerke jedoch noch nicht die erforderliche Leistung erbrachten, entschied man sich bei Blohm & Voss, doch noch einen Jäger mit Kolbenmotor zu entwerfen. Das Projekt wurde dabei so ausgelegt, dass es ohne weiteres auf Strahlantrieb umgerüstet werden konnte (es wurde später unter der Bezeichnung Bv.P. 212 als strahlgetriebenes Jagdflugzeug weiterentwickelt). So erfolgte der Einbau des Motors im Heck mit einem ohne Wellenverlängerung angebrachten Schubpropeller. Seiten-, Höhen- und Querruder waren an den Tragflächenenden montiert, wodurch die Leitwerkswirksamkeit um 100 % verbessert wurde. Um der Belastung durch das Leitwerk gewachsen zu sein, waren die Tragflächen in Stahlschalenbauweise gefertigt.

Verschiedene Varianten wurden entworfen und ein MockUp von je Bv.P.208 und Bv.P.212 wurden noch ersstellt. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Blohm_&_Voss_P_208

Video: Blohm & Voss P 208, Germany’s Futuristic WW2 Fighter  

              

 
Ein einzigartiges Modell, aus Resin (Epoxydharz) gegossen, das in jeder Vitrine sofort auffällt. Es macht Sinn, Kleinserien-Kits aus Resin zu gießen, denn die Herstellungskosten halten sich so in Grenzen und schießen nicht explosionsartig in die Höhe, wie bei Kleinserien-Spritzguß-Bausätzen. Der Nachteil liegt aber auf der Hand: leider kann Resin nie komplett blasenfrei gegossen werden, was oft pockennarbige Oberflächen ergibt. Zudem ist eine Paßgenauigkeit selten gegeben und "Nacharbeiten" sind immer vonnöten. Schleifen, Spachteln und wieder Schleifen sind da an der Tagesordnung. Trotzdem bleiben bestimmte Mängel kaum auszumärzen und man erkennt die Ungenauigkeiten leider stets. Das P.208 von CMK ist im Vollguss erstellt - das heißt: schwerer Vollgußrumpf mit angegossenen Tragflächen. Da Resin wärmeempfindlich ist kann man selten leichte Verformungen ausgleichen. Das Cockpit wurde ausgespart und eine leidlich passende Ummantelung soll die spartanisch gehaltene Inneneinrichtung verbergen. Gerade im Cockpitbereich hat man hier jede Menge Spielraum für Nachdetaillierungen. Ich habe das Vollgußheck allerdings aufgebohrt und jede Menge Material ausgefräst, da das Modell sonst massiv hecklastig wird und kaum zum Stehen gebracht werden kann. Manchmal hat man Glück und erwischt "weiches" Resin, wobei man Blechstöße und Nieten einarbeiten kann - bei diesem Modell leider fast unmöglich. Es macht trotzdem Spaß diesem Projekt Leben einzuhauchen und so habe ich das Modell - nachdem das erste Flugzeug im Museum ausgestellt wird - auch ein zweites Mal gebaut, um es in einem Diorama bei Modellbauausstellungen zeigen zu können.
 
Fazit: 
. . . nichts für Anfänger und auch für Erfahrene nichts für schwache Nerven. Wer aber seinen handwerklichen Level erproben, verfeinern und perfektionieren will - für den ist dieses Modell genau richtig. 
 
Das Diorama wurde schlicht gestaltet: ein Brotzeitbrettchen als Basis, mit Karton beklebt, Kanten für die Betonplatten mit dem Messer eingeritzt und lackiert. Der Hintergrund ist eine mit Karton beklebte Holzplatte. Der Karton wurde ebenfalls mit dem Bastelmesser eingeritzt, um eine Holzbrettstruktur zu erhalten. Das Hallendach ist nur angedeutet und ist im Prinzip ein in Holzstruktur geritzter Plastikstreifen.
Die Hangartüren wurden nach einem Originalbild eines getarnten Hangars lackiert und mit einem sanften Washing gealtert. Zwei aus Gips gegossene Fässer sowie ein aus Latex gegossener "kaputter" Reifen (kann man herrlich mit Latex formen) sind in der linken Ecke zu finden. Zwei aus Gips gegossene DB 605 Motoren auf Transportwägelchen stehen hinter dem Modell. Die Figuren sind von Airfix und Temu und das Kettenkrad, das gerade angehängt wird, stammt von S-Model. Die Wartungsplattform stammt ebenfalls von Temu, wurde aber umgestaltet, da die Handläufe viel zu dick und unrealistisch waren. 
 




































 
Die Modelle der Blohm & Voss Bv.P.208.03 kann man hier finden:  
 

Samstag, 6. Februar 2021

Yokosuka R2Y1 Keiun - CMK resin-kit 1/72

Die Yokosuka R2Y „Keiun“ (jap. 景雲 – schöne Wolke) war ein Aufklärungsflugzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, das über das Prototypenstadium nicht hinauskam. 

 

Schon zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erkannte die Kaiserlich Japanische Marine den Bedarf für ein Hochgeschwindigkeits-Langstrecken-Aufklärungsflugzeug. Daraufhin begann Yokosuka mit der Entwicklung der Yokosuka R1Y1 Seiun (japanisch für Blaue Wolke, Werksbezeichnung Y-30). Die Maschine sollte als Antrieb einen 24-Zylinder-Mitsubishi-Motor mit 2500 PS erhalten, dessen Entwicklung sich jedoch so stark verzögerte, dass Yokosuka stattdessen plante, zwei Mitsubishi-Sternmotoren MK10A (Ha-42) einzusetzen. Da die Leistung des Triebwerks die Erwartungen nicht erfüllte, wurde die Entwicklung der R1Y aufgegeben.

Man wandte sich dann der R2Y (Werksbezeichnung Y-40) zu, wobei 1943 die ersten Studien erstellt wurden. Vorgesehen wurde ein in Rumpfmitte angeordnetes Aichi Ha-70-10-Triebwerk, das über eine Fernwelle einen Sechsblattpropeller antrieb. Das Ha-70-10 bestand im Wesentlichen aus zwei nebeneinander angeordneten Atsuta-30-Triebwerken mit einer Startleistung von insgesamt 2535 kW (3400 PS), die eine japanische Abwandlung des DB 601 darstellten. Damit sollte die R2Y in 10.000 m Höhe eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 720 km/h erreichen. In ihrer konstruktiven Auslegung wurde die R2Y stark von der Heinkel He 119 beeinflusst, die nach der Einstellung der Entwicklungsarbeiten eine Exportfreigabe erhalten hatte. Japan erwarb daraufhin neben den Nachbaurechten auch die beiden Muster V7 und V8. Die Maschinen wurden in Kisten nach Japan transportiert, dort im Erprobungszentrum der japanischen Marine-Luftwaffe wieder montiert und von Flugkapitän Nitschke eingeflogen. Zu einem Nachbau kam es zwar nicht, der Einfluss ist jedoch in der Auslegung mit Mittelmotor und Fernwelle deutlich zu erkennen. Andererseits weist dieses Projekt sehr starke Parallelen zur Messerschmitt Me 509 auf. Auch das Musterexemplar eines Sechsblattpropellers von VDM, das ebenfalls nach Japan geliefert worden war, kam bei der R2Y1 zum Einsatz.

Als Japan im Jahr 1944 die Schlacht um die Marianen verlor, änderten sich auch die Vorgaben für die R2Y, da die Entwicklung eines Langstreckenaufklärers nun nicht mehr als vordringlich angesehen wurde. Yokosuka sollte sämtliche Arbeiten an dem Projekt stoppen. Das Unternehmen schlug daraufhin vor, eine strahlgetriebene Version der R2Y1 als schnellen, leichten Bomber mit der Bezeichnung R2Y2 Keiun-Kai zu entwickeln. Man erreichte auch den Weiterbau der kolbenmotorgetriebenen R2Y1, indem sie als aerodynamischer Erprobungsträger für die Jetvariante deklariert wurde.

So konnte der Prototyp der R2Y1 fertiggestellt und am 27. April 1945 für Rollversuche zum Yokosuka-Marinestützpunkt überführt werden. Nach der Feststellung von extremem Bugradflattern folgte die Überstellung zum Marinestützpunkt Kisarazu, wo die Rollversuche wieder aufgenommen wurden. Hier stellte man auch Überhitzungsprobleme des Triebwerks fest, trotzdem gelang am 22. Mai (nach anderen Quellen am 7. Mai) ein kurzer Geradeausflug. Am nächsten Tag erfolgte ein vollständiger Erstflug. Beim Steigflug brach ein Feuer im Triebwerksbereich aus, was den Piloten Kitajima zum schnellen Beenden des Fluges zwang. Der angerichtete Schaden war jedoch gering und man versuchte, mit größeren Lufteinlässen das Problem zu beheben, was jedoch nicht vollständig gelang. Bei Motortestläufen am Boden wurde das Triebwerk Mitte Juni irreparabel beschädigt; ein Ersatz konnte bis zum Juli 1945 nicht geliefert werden, wonach der Prototyp bei einem amerikanischen Bombenangriff durch einen direkten Treffer vollständig zerstört wurde.

Zu dieser Zeit befand sich eine zweite R2Y1 kurz vor der Fertigstellung und die Arbeiten an der R2Y2 hatten begonnen. Für letztere Variante waren zwei Strahltriebwerke Mitsubishi Ne-330 (mit je 12,95 kN Schub) unter den Tragflächen vorgesehen. Der durch den Triebwerkswegfall freigewordene Rumpfraum sollte für einen Treibstofftank genutzt werden. Für die Bewaffnung waren schwere Maschinenkanonen und eine Bombenzuladung von 1000 kg projektiert.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Yokosuka_R2Y