Montag, 6. Juli 2020

Fokker F.VII - Valom 1/72

Die Fokker F.VII war ein als Hochdecker ausgelegtes Verkehrsflugzeug aus den 1920er-Jahren. Es wurde in ein- oder dreimotoriger Ausführung gebaut und bot Platz für zwei Piloten und acht bis zehn Passagiere. Die Entwicklung und Produktion erfolgte durch die Nederlandsche Vliegtuigenfabrieken, die für den US-Markt bestimmten Flugzeuge stellte die Atlantic Aircraft Corporation unter dem Namen Atlantic C-2 her. Von der dreimotorigen F.VIIb-3m entstanden bei weiteren Herstellern Lizenzversionen für militärische und zivile Zwecke. 
 
 
Kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges entstand die Idee einer Luftverbindung zwischen den Niederlanden und ihrer Kolonie Niederländisch-Indien. Im Dezember 1923 einigten sich der Leiter der Fluggesellschaft KLM, Albert Plesman, und der Flugzeugkonstrukteur Anton Fokker auf die Entwicklung eines für diese Langstrecke geeigneten Flugzeugs. Der Vertrag sah einen einmotorigen Hochdecker mit acht Passagierplätzen sowie einem Zweimanncockpit mit Doppelsteuerung vor. Der Stückpreis ohne Motor sollte 24.000 Gulden betragen. Mit dem Entwurf wurde der deutsche Konstrukteur Walter Rethel beauftragt. Als dieser 1925 zu den Arado-Werken wechselte, übernahm sein Landsmann Reinhold Platz die Weiterentwicklung.

Die ab 1924 an die KLM gelieferten fünf Maschinen wurden laufend umgebaut und verbessert. Als Ergebnis dieser Versuche entstand ab 1925 die vergrößerte Version F.VIIa, von der 40 Maschinen verkauft werden konnten. Sie dienten bei unterschiedlichen Fluggesellschaften teils als Passagier-, teils als Frachtflugzeuge.

Eines dieser Flugzeuge wurde 1925 versuchsweise mit drei Motoren ausgerüstet, um bei Ausfall eines Motors einen sicheren Weiterflug zu gewährleisten. Diese als Trimotor bekannt gewordene Version stieß auf eine hohe Nachfrage. Bis 1932 konnten mehr als 150 dreimotorige Flugzeuge verkauft werden, vorwiegend in den USA und in Europa.

Die Fokker F.VII war eines der ersten kommerziell erfolgreichen Passagierflugzeuge und beherrschte zusammen mit der Ford AT-5 Trimotor den amerikanischen Luftverkehrsmarkt. Erst als die Boeing 247 und Douglas DC-2 Anfang der 1930er-Jahre aufkamen, wurden sie langsam verdrängt.

Das Flugzeug wurde später von vielen anderen Herstellern in Lizenz nachgebaut. Das United States Army Air Corps setzte elf Exemplare der Militärversion Atlantic C-2 als Transportmaschinen ein, von denen vier Stück später umgebaut und als Atlantic C-7 bezeichnet wurden. Die in Polen gebauten F.VIIa wurden von der polnischen Luftwaffe als Bomber eingesetzt. 

Die erfolgreichste Variante - F.VIIb-3m - wurde in den Jahren 1927 bis 1932 gebaut. Sie entsprach weitgehend der gestreckten Version der F.VIIa-3m, besaß aber eine größere Spannweite. Mit dem Prototyp Southern Cross gelang dem Piloten Charles Kingsford Smith 1928 der erste Flug über den Pazifik nach Australien. Die Fluggesellschaft PanAm eröffnete 1927 ihren Dienst mit zwei F.VIIb-3m.

Insgesamt entstanden ungefähr 150 Flugzeuge dieses Typs, überwiegend in den USA bei Atlantic Aircraft. 1929 begann Avia in der Tschechoslowakei mit der Lizenzproduktion von 21 Flugzeugen, die mit einheimischen Castor-Motoren ausgerüstet wurden. Das Unternehmen baute 20 Zivilflugzeuge und eine Militärausführung, die als Bomber und Transportflugzeug eingesetzt werden konnte. Dieses Flugzeug wurde beim 5. Luftregiment eingesetzt. Weitere zivile und militärische Lizenzversionen entstanden in Polen, Belgien, Spanien, Italien und als Avro 618 Ten in Großbritannien. Die Southern Cross befindet sich heute als einzige erhaltene dreimotorige F.VII im australischen Brisbane.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fokker_F.VII 

Videos: Fokker F.VII

             Vintage Aircraft - Sir Charles Kingsford Smith Southern Cross - Fokker F.VII

             De Fokker F-XX Zilvermeeuw (1933) 

             Fokker F.VII/3m first aircraft to cross the Pacific from the USA to Australia in 1928

 


Kein einfach zu bauender Kit - hat mir so Einiges an Können abverlangt.



















Sonntag, 5. Juli 2020

Vought OS2U Kingfisher wird wieder an Bord genommen - papermodels 1/144

Quelle unbekannt

Ausgangsidee war dieses Foto - allerdings wollte ich meine Kingfisher darstellen, wie sie gerade auf die Gummimatte rutscht um an Bord des Zerstörers genommen zu werden. Die Kingfisher hat mich schon immer fasziniert und in britischen Farben macht sie schon was her - und im Hintergrund so einen Ausschnitt von einem britischen Zerstörer - ach das hab ich gleich ! Hab ich mir zumindest so gedacht . . . daß dann der Zerstörer schon beim Entwerfen auf dem Computer eine immense Aufgabe darstellte merkte ich, als ich mir so nach und nach mehr Einzelheiten und Details zusammensuchte. So hat der Bau des Zerstörerausschnittes dann auch mehr als einen Monat gedauert . . . eine kleine LED-Kette von der Weihnachtsbeleuchtung verleiht dem Schiff ein wenig warmes Licht.



Eine durchsichtige Kanzelverglasung bei einem Kartonmodell herzustellen ist einfacher als man es sich oft vorstellt. Ich nehme ein Stück dünnes durchsichtiges Plastik von Verpackungen, klebe die ausgedruckte  Kanzel mit Tesa (Dixo) darunter und ritze die Konturen mit einem Skalpell nach. Bei größeren Maßstäben kann man die Kanzelstreben noch ausschneiden und auf die Klarsichtteile kleben, aber im Maßstab 1/144 würde das viel zu dick werden.

  Dann kann man entweder mit der Schere oder mit dem Skalpell die Teile ausschneiden, in die gewünschte Form biegen und bemalen.


 Man kann auch einen sich drehenden Propeller mit einer runden Scheibe durchsichtigen Plastiks darstellen . . .


Die Kingfisher ist fertig und die Recovery-Mat dazu auch - also dann mal an den Computer und "schnell mal" einen Zerstörer als Kartonmodell entworfen - soll ja "nur" für den Hintergrund sein . . .

 Der Rumpf mit Tarnmuster und Alterungen ist nach ein paar Tagen ausdruckfertig.

 Die Weihnachts-LED-Kette funktioniert hervorragend. Die Fenster bzw. Bullaugen wurden mit Hilfe einer Lochzange ausgestanzt und mit Crystal-Clear geschlossen.



 Ein Rettungsboot aus Karton - wird das nicht zu flach ? Keineswegs . . . wenn man's richtig macht: mehrere Schichten Karton übereinander, wobei die unterste Schicht den Boden enthält, bei den anderen Schichten wird nur der Gummiwulst ausgeschnitten und darübergeklebt. Ich habe mit Schmucksteinkleber noch einen dicken halbrunden Rand aufgebracht - und schon ist das Schlauchboot parat . . . zwei Crewmitglieder testen es schon mal . . .

. . . und da machen spontan ein paar mehr einen kleinen Ausflug !

 Die ersten Aufbauten nehmen Gestalt an - und beim Vergleichen mit Fotos ahne ich zum ersten Mal, daß dieses Vorhaben doch gewaltiger ist als ich es mir vorgestellt habe . . . allein der Geschützturm kostet mich einen ganzen Tag für den Bau . . .



Mit Watte wird der Schaum gestaltet, den die Matte im Schlepp erzeugt. Hier ist es noch fast ein wenig viel Watte - nach dem Trocknen wird das nochmals zurechtgezupft . . .

Der Kran und das Katapult sind geschafft - hat mich jeweils eine Woche gekostet !

 Macht aber der Crew nichts aus - sie machen sich eine schöne Zeit mit ihren Schlauchbooten.


 Das Schiff ist fertig - nur die Crew fehlt noch. Die Wasserbomben mit ihren Behältern und Abwurfvorrichtungen haben mich nochmal eine Woche gekostet.




 Die ersten Mannschaften tummeln sich auf dem Deck - unter strenger Beobachtung des Offiziers.

 . . . so, jetzt sind alle Crewmitglieder platziert . . . schaut aber noch so leer aus. Aber - ich habe keine Figuren mehr ! Also nachbestellen und warten bis die Lieferung aus China eintrifft . . .

 Da sind sie - nun schaut's gleich viel besser aus . . . sage mal ich bin damit fertig !












Grey wagtail (graue Bachstelze) - Birdmobile papermodel

Einfach zu bauendes Kartonmodell - macht zwischendrin echt Spaß




Service Station 'Grease, Gas & Girls' - papermodel 1/72


freeware from papercraft

Das Original ist im Maßstab 1:43 und ich habe mir das auf "meinen" Maßstab 1/72 herunterscaliert. Ein paar Verbesserungen konnte ich mir nicht verkneifen . . .