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Donnerstag, 9. Juni 2016

Northrop XP-56 Black Bullet - FEresin & MPM 1/72

Die Northrop XP-56 Black Bullet war ein Experimentalflugzeug zur Erprobung des Druckpropellerkonzepts für Jagdflugzeuge.


Im November 1939, kurz nach der Gründung durch Jack Northrop, beteiligte sich die Northrop Corporation an einer Ausschreibung der United States Army Air Forces für ein neues Jagdflugzeug. Neben Northrop legten noch Vultee Aircraft mit der XP-54 'Swoose Goose' und Curtiss mit der XP-55 'Ascender' eigene neue Konzepte vor.
Northrops Entwurf sah ein schwanzloses, mit zwei gegenläufigen Druckpropellern angetriebenes Jagdflugzeug vor, das von dem zu dieser Zeit in der Entwicklung befindlichen flüssigkeitsgekühlten Motor Pratt & Whitney X-1800-A3G angetrieben werden sollte.
Der Auftrag zur Fertigung eines Prototyps erging am 22. August 1940, in der folgenden Zeit wurden im Rahmen der Konstruktion durch Windkanalversuche an einem gleichzeitig entstehenden 1:1-Modell noch verschiedene Änderungen nötig.
Da die Arbeiten am X-1800-Motor eingestellt wurden, musste stattdessen ein luftgekühlter P&W R-2800-29 eingebaut werden, der aber eine Änderung des Rumpfes erforderte und das Gewicht der Maschine um 1000 kg erhöhte. Die Arbeiten wurden dadurch um fünf Monate verzögert. Nach der Besichtigung des Modells durch Mitglieder der Army Air Forces wurden noch Änderungen am Fahrwerk, dem Cockpit und an der Bewaffnung vorgenommen. Am 13. Februar 1942 erging der Auftrag zur Fertigung eines zweiten Prototyps an Northrop.
Im März 1943 fanden die ersten Triebwerkstestläufe statt, anschließend wurde die Maschine zum Flugversuchsgelände Muroc (heute Edwards Air Force Base) gebracht, wo am 6. September der 1,6 km lange Erstflug in nur 1,2 m Höhe stattfand. Hierbei zeigte sich auch eine zu geringe Stabilität um die Hochachse, die durch eine Vergrößerung des Seitenruders ausgeglichen werden sollte.
Bei Hochgeschwindigkeitsrollversuchen im Herbst 1943 platzte dann ein Reifen, das Flugzeug wurde beim darauffolgenden Überschlag vollständig zerstört. Der Pilot blieb jedoch nahezu unverletzt.
Als Konsequenz aus diesem Unfall wurde beim zweiten Prototyp das Fahrwerk überarbeitet, der erste Testflug konnte jedoch aufgrund schlechten Wetters erst am 23. März 1944 stattfinden. Die nachfolgenden Testflüge und Windkanalversuche zeigten, dass die Maschine immer noch instabil war und auf Grund des höheren Gewichts die geplante Höchstgeschwindigkeit nicht erreichen konnte.
Später wurde die Erprobung eingestellt, da die Fortschritte in der Entwicklung der Strahlflugzeuge das Konzept überflüssig machten.
Für Jack Northrop hingegen lieferte das Projekt wichtige Erkenntnisse, die er später bei seinen YB-35- und YB-49-Nurflügelbombern verwerten konnte.
Der zweite Prototyp existiert noch heute; er ist beim National Air and Space Museum in Silver Hill, Maryland eingelagert.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_XP-56
Video : https://www.youtube.com/watch?v=zhaAO3eCmXI







































Montag, 2. November 2015

Dornier Do 31 - Flugwerft Oberschleißheim

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Die Dornier Do 31 war ein deutsches Senkrechtstarter-Frachtflugzeug . . . und zwar das Einzige der Welt.

 


Im Jahr 1959 begannen erste Vorarbeiten, und im Februar 1962 bekam der Flugzeughersteller Dornier den Auftrag, die Do 31 als Kampfzonentransporter der 25-Tonnen-Klasse zum Transport von 36 voll ausgerüsteten Soldaten für die Luftwaffe der Bundeswehr zu entwickeln. Das Entwicklungsprogramm beschränkte sich in der 1. Phase auf den Bau zweier Schwebegestelle, zweier flugfähiger Prototypen und eines Iron Birds zur Erprobung der Systeme. In der 2. Phase hätte die Do-31 zur Serienreife entwickelt werden sollen. Am Ende der 1. Phase wurde das Programm nicht mehr weiterverfolgt. Es wurde aus Sicht vieler Experten zu früh eingestellt, da sich die militärischen Vorgaben der NATO verändert hatten. Das gesamte Do-31-Programm kostete knapp über 200 Millionen DM, wovon 40 % auf britische Firmen hauptsächlich für die Entwicklung der Triebwerke entfielen. Das Haupt- und Marschtriebwerk Pegasus 5-2 wurde von Bristol-Siddeley (später: Rolls-Royce) entwickelt und auch im britischen Harrier-Senkrechtstarter verwendet.

Das technisch sehr anspruchsvolle Entwicklungs- und Erprobungsprogramm wurde von einer bemerkenswert kleinen Entwicklungs- und Versuchsmannschaft erbracht.

Gebaut wurden drei Prototypen (SG, E-1, E-3); fliegen sollten aber nur die E-1 und die E-3. Die SG (Schwebegestell) war nur für Versuche am Boden vorgesehen. Der Prototyp E-1 (D-9530) hatte seinen Erstflug am 10. Februar 1967. Der zweite Prototyp, die E-3 (D-9531) führte am 14. Juli 1967 seinen (konventionellen) Erstflug durch und hob am 22. September 1967 zum ersten Senkrechtstart ab. Am 16. Dezember 1967 ging man zum ersten Mal vom Senkrecht- zum Horizontalflug über.

Im Jahr 1969 wurde die E-3 von Oberpfaffenhofen bei München nach Paris zum Aerosalon überführt, dabei wurden fünf neue Weltrekorde für senkrechtstartende Luftfahrzeuge aufgestellt; unter anderem der für die bis dahin höchste Geschwindigkeit von 514 km/h, geflogen von Pilot Drury W. Wood und Copilot Dieter Thomas. Am 5. Mai 1970 flog die Do 31 ein letztes Mal vor Publikum auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Hannover, obwohl das Projekt bereits im Oktober 1969 gestoppt worden war.

Nach 154 Testflügen und insgesamt 39 Flugstunden wurde die E-3 stillgelegt und stand sehr lange Zeit vor dem Haupteingang an der Museumsinsel des Deutschen Museums in München. Nach der Fertigstellung der Flugwerft Schleißheim wurde sie 1996 dorthin transportiert, restauriert und kann heute dort besichtigt werden.

Die E-1 wurde nach 101 Testflügen und insgesamt 59 Flugstunden ebenfalls 1970 stillgelegt, eingelagert und im April 2009 von Oberpfaffenhofen nach Friedrichshafen transportiert. Dort wird sie seit Juli 2009 im neuen Dornier Museum ausgestellt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dornier_Do_31

Videos: Dornier Do 31  

             Dornier Museum Friedrichshafen - Do 31

- fotografiert im Deutschen Museum Oberschleißheim von Bianca Krop-Kaiser & Alexander Krop