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Donnerstag, 29. August 2024

Northrop HL-10 Lifting Body - Anigrand 1/72

Die Northrop HL-10 war ein US-amerikanisches Experimentalflugzeug auf Basis des Tragrumpfkonzeptes. Sie war das dritte aus einer Reihe von tragflächenlosen Experimentalflugzeugen, die zwischen 1963 und 1975 getestet wurden. Weitere Maschinen waren:

  • die NASA M2-F1 (1963)
  • die Northrop M2-F2 (1968)
  • die Martin-Marietta X-24 (1969)
  • die Northrop M2-F3 (1970).

Die Buchstaben H und L standen dabei für horizontal landing (waagerecht landend) und die Zahl 10 für das zehnte Konzept des Langley Research Centers der NASA. Mit diesen Maschinen konnte gezeigt werden, dass Tragflächen- und antriebslose Flugzeuge sicher gesteuert und an definierter Stelle gezielt gelandet werden können. Darüber hinaus wurde das Hochgeschwindigkeitsverhalten von Tragrumpfflugzeugen untersucht.

 

 

Nach dem erfolgreichen Test der M2-F1 beauftragte die NASA die Firma Northrop mit dem Bau von zwei weiteren Lifting Bodies (der HL-10 und der M2-F2), die jedoch jetzt in Metallbauweise gefertigt werden sollten und so ein Vielfaches des Vorgängers wogen. Im Gegensatz zu den anderen Lifting Bodies dieser Reihe besaß die HL-10 ein deltaförmiges Tragwerk. Die Maschine wurde Ende 1965 fertiggestellt und im Januar 1966 an die NASA geliefert. Zum Einsatz wurde die Maschine durch einen B-52-Bomber in eine Höhe von etwa 13.000 m gebracht und bei etwa 720 km/h ausgeklinkt. Danach zündete die Maschine ihr Raketentriebwerk, das einen Treibstoffvorrat für eine Brenndauer von etwa 100 s besaß. Der Erstflug (noch ohne Antrieb) fand am 22. Dezember 1966 mit dem Piloten Bruce Peterson statt, wobei sich (wie auch bei anderen Lifting Bodies) Steuerungsprobleme zeigten. Diese konnten durch Änderungen der Form der drei Ruder behoben werden. Insgesamt flog die HL-10 37-mal, davon die letzten 26 Flüge mit Einsatz ihres Raketentriebwerkes. Sie erreichte dabei eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 1,86, also 1.976 km/h. Damit wurde gleichzeitig der Rekord für das schnellste Tragrumpf-Flugzeug gebrochen. Das Flugzeug wurde von NASA-Testpilot Pete Hoag als Teil einer Studie über mögliche Entwürfe für zukünftige Raumfahrzeuge geflogen. Außerdem wurde eine Flughöhe von über 27.500 m (27. Februar 1970 mit Bill Dana am Steuer) erzielt. Ihr letzter Flug fand am 17. Juli 1970 statt. Heute ist die Maschine im NASA-Testflugzentrum auf der Edwards Air Force Base (Kalifornien) ausgestellt. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_HL-10

Videos: Northrop HL-10 & M2-F2 Lifting Bodies Promo Film - 1969 

             Lifting Body HL-10 Launch from B-52

             Northrop NASA Lifting Body Tests HL-10, M2-F2, M2-F3 

 

Der Resinbausatz von Anigrand hat - aufgrund eines kleinserienmodells - einen stolzen Preis, wofür man aber sehr detaillierte und liebevoll gearbeitete Teile bekommt, die man mit etwas Mühe und Nacharbeit zu einem ansehnlichen Modell zusammenfügen kann. Um den Metalleffekt noch eindrucksvoller darstellen zu können überzog ich den Bausatz komplett mit Alufolie.






















Montag, 26. Juli 2021

Northrop Grumman X-47B - Carson Italeri 1/72

Die Northrop Grumman X-47 ist ein unbemanntes Experimentalkampfflugzeug, das in zwei Versionen existiert. Das erste Modell X-47A Pegasus wurde im Rahmen des DARPA-J-UCAS-Programms entwickelt und ist nach dessen Einstellung heute mit der X-47B Teil des UCAS-D-Programms der United States Navy. Dieses hat das Ziel, ein trägergestütztes unbemanntes Kampfflugzeug zur Serienreife zu entwickeln. Anders als das Konkurrenzmodell Boeing X-45 Spiral wurde die Northrop Grumman X-47A nur mit Firmengeldern entwickelt.  

Der Rollout der X-47A fand am 30. Juli 2001 statt, ihren ersten Flug hatte sie am 23. Februar 2003. Während des Testprogramms gab es keine Bombenabwürfe; in zwei internen Waffenschächten (einer auf jeder Seite des Triebwerks) wurde jeweils ein Dummy einer 225-kg-Bombe aufgenommen, um das operative Kampfgewicht zu simulieren. Mit der X-47A wurden mehrere Probleme beim Einsatz in maritimer Umgebung erforscht, besonders in aggressiver Salzwasser-Umgebung. Des Weiteren wurden verschiedene Wege zur Reduzierung des Wartungsaufwandes erprobt. Nach dem Abbruch des J-UCAS-Programms der United States Air Force am 13. Januar 2006 sowie nach dem weitgehenden Abschluss des Testprogramms für die X-47A ging man zur X-47B über. 

Der erste X-47B-Prototyp, entwickelt seit 2007 im Auftrag der US Navy im Rahmen des sog. UCAS-D-Programms, hatte seinen Roll-Out am 16. Dezember 2008. Im Dezember 2009 wurden mit etwa einjähriger Verspätung Rollversuche auf der United States Air Force Basis 42 (AFP 42) in Palmdale, Kalifornien, durchgeführt. Am 4. Februar 2011 absolvierte die X-47B ihren Erstflug, ein zweiter Prototyp folgte am 22. November 2011. Geplant ist ein drei Jahre dauerndes Testprogramm, unter anderem auf der Edwards AFB in Kalifornien und auf der Naval Air Station Patuxent River in Maryland.

Obwohl keine Waffentests geplant sind, verfügt die X-47B über einen internen Waffenschacht, um eine möglichst hohe Seriennähe zu simulieren. Der erste landbasierte Katapultstart erfolgte am 29. November 2012. Rollversuche auf der USS Harry S. Truman fanden am 9. Dezember 2012 statt, gefolgt von der ersten Landung mit Fanganlage auf einem nachempfundenen Flugdeck an Land am 4. Mai 2013. Der erste Katapultstart erfolgte am 14. Mai 2013 von der USS George H. W. Bush. Die erste erfolgreiche Trägerlandung fand am 10. Juli 2013 auf demselben Flugzeugträger vor der Küste Virginias statt. Auf dem Flugdeck des Flugzeugträgers wird die X-47B von zwei Bodenoperateuren ferngesteuert.

Tests zur automatischen Luftbetankung wurden zwischen einem Learjet und einer Boeing 707 simuliert, im April 2015 fanden die ersten „trockenen“ Kontakte, Verbindungen ohne die Übertragung von Kraftstoff, hinter einer Boeing 707 von Omega Aerial Refueling Services statt. Am 22. April 2015 fand dann die erste automatische Betankung statt, bei der 1,8 Tonnen Treibstoff von der Boeing 707 zur X-47B übertragen wurden. Erprobungstests im regulären Trägerdienst mit vollem Flugbetrieb konventioneller Trägerflugzeuge sollten 2014/2015 erfolgen.

Es sind Studien für eine X-47C vorhanden, die bei einer Spannweite von 52 m eine Nutzlast von 4500 kg mitführen könnte. Die X-47B ist für das Mitführen von zwei Lenkbomben wie die GBU-31 von maximal 2000 kg in den beiden Waffenschächten ausgelegt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_Grumman_X-47

Videos: X-47B Completes First Autonomous Aerial Refueling 

             X-47B UCAS B-Roll

 




















 
Zum Vergleich siht man hier die X-47B neben einer MiG-23 - da sieht man erst einmal wie groß die "Drohne" ist . . .




Freitag, 26. März 2021

Northrop F-89 D Scorpion - Revell 1/72

Die Northrop F-89 Scorpion war ein zweistrahliger Allwetter-Abfangjäger des US-amerikanischen Herstellers Northrop aus der Anfangszeit des Kalten Krieges.  


Die F-89 sollte als strahlgetriebener Nachfolger für die P-61 Black Widow dienen und wurde gemäß einer Forderung des ATSC (Air Technical Service Command) vom März 1945 entwickelt. Sie sollte Luft-Luft-Raketen tragen, deren Klappleitwerke sich erst nach dem Abfeuern entfalteten. Vorbild war die von der deutschen Luftwaffe in den letzten Kriegstagen eingesetzte R4M. Nachdem der Entwicklungsvertrag im Mai 1946 abgeschlossen worden war, bestellte die USAAF im Dezember zwei Prototypen des Flugzeugs. Der Erstflug einer XF-89 fand am 16. August 1948 statt. Der Prototyp zeigte so gute Flugeigenschaften, dass die USAF nach einem letzten Vergleichsfliegen im Oktober 1948 mit der Curtiss XF-87 im Januar 1949 einen Serienauftrag über 48 F-89A vergab. Am 25. November 1950 flog die erste Serienmaschine, die planmäßige Auslieferung begann im Jahr 1951.

Zwei F-89D waren am 16. August 1956 an der Schlacht von Palmdale beteiligt, in der es den Flugzeugen misslang, eine unkontrollierbar gewordene Zieldrohne abzuschießen. Der Einsatz scheiterte insbesondere an der nicht ausgereiften Zielautomatik für die ungelenkten Raketen, die die Drohne verfehlten und stattdessen in der Stadt Palmdale und ihrer Umgebung schwere Sachschäden verursachten.

Am 19. Juli 1957 feuerte eine F-89J im Rahmen des Plumbbob-John-Kernwaffentests auf der Nevada Test Site zum ersten und bisher einzigen Mal eine nukleare Luft-Luft-Rakete ab. Dabei handelte es sich um eine AIR-2 Genie, die in 4.600 Metern Höhe gestartet wurde. Der nukleare 1,7-kT-Sprengkopf explodierte kurze Zeit später.

Von 1957 bis 1969 wurde die F-89 durch die Convair F-102 abgelöst; die F-89 kam zu den Staffeln der Air Force Reserve und der Air National Guard. Einige Maschinen wurden auch zu Drohnen und Flugkörperleitflugzeugen umgebaut. 

Die F-89A war die erste Serienversion. Sie wurde von zwei Allison-J35-A-21-Strahltriebwerken angetrieben. Von dieser Version wurden 19 Flugzeuge gebaut.

Die F-89B hatten eine verbesserte Bordausrüstung (z. B. ein Lear-Autopilot und eine ILS-Bordanlage). Von dieser Version wurden 30 (nach anderen Quellen 64) Flugzeuge gebaut.

Die F-89C bekam ein neues Leitwerk und eine modernere Ausrüstung. Von dieser Version wurden mit unterschiedlichen Varianten des Triebwerks 164 Flugzeuge gebaut.

Als nächstes Modell kam 1953 die F-89D, bei der die sechs 20-mm-Bugkanonen entfielen; an den Tragflächenenden kamen dafür Behälter für 52 ungelenkte Raketen hinzu. Außerdem erhielt sie ein Hughes-Feuerleitsystem. Von dieser Version wurden 682 Flugzeuge gebaut, von denen später 350 zu F-89J umgerüstet wurden. Diese hohe Anzahl auch der folgenden Serienversionen resultierte aus der Notwendigkeit, die Verluste aus dem Koreakrieg auszugleichen, für den zahlreiche ältere Maschinen der Luftverteidigungsverbände abgestellt wurden.

Danach kamen einige Versionen (YF-89E, F-89F, F-89G), bei denen entweder der Antrieb oder die Bewaffnung geändert werden sollten, die aber nicht in Serie gebaut wurden.

Die letzte neu gebaute Serienversion war die F-89H, die der F-89D ähnelte. Sie erhielt jedoch stärkere Triebwerke und neue Behälter für drei gelenkte Luft-Luft-Raketen vom Typ Hughes Falcon an den Tragflächenenden. Unter den Tragflächen konnten weitere sechs Raketen mitgeführt werden. Von dieser Version wurden 156 Flugzeuge gebaut.

Durch den Umbau von F-89D entstand als letzte Version die F-89J, die von Mitte 1956 bis März 1958 in 350 Exemplaren fertiggestellt wurde. An den Flächenenden befanden sich anstatt der Raketenbehälter Treibstofftanks. Sie konnte unter den Tragflächen je eine ungelenkte Rakete mit einem atomaren Gefechtskopf (Douglas MB-1 Genie) und vier Falcon-Raketen aufnehmen. Dadurch wurde die Scorpion zum ersten Jäger mit atomarer Bewaffnung; eine F-89J feuerte am 19. Juli 1957 die erste Luft-Luft-Rakete mit nuklearem Gefechtskopf ab.

Insgesamt wurden 1.085 Scorpion produziert. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_F-89

Videos: B-17 Shot Down By Northrop F-89 Scorpion (1956) 

             Northrop F-89 Scorpion - Walk Around


 

Leider ist dies nach einem fatalen Computercrash das einzig mir verbliebene Foto dieses Modells. Es wird bei einem der nächsten Museumsbesuche, wo dieses Modell ausgestellt ist, Abhilfe geschaffen.

 

Northrop TF-5 B / T-38 Talon - Matchbox 1/72

Die Northrop F-5 Freedom Fighter und die daraus entwickelte F-5E Tiger II sind seit den 1950er Jahren von Northrop in den Vereinigten Staaten entwickelte und gebaute zweistrahlige Jagdflugzeuge. Sie finden bis heute weltweite Verwendung, unter anderem bei den Kunstflug-Staffeln Patrouille Suisse und Turkish Stars.

 

Die zweisitzige F-5B verband das Tandemcockpit der T-38 mit der Zelle der F-5A, wobei auch deren Außenlaststationen, die LERX und die größeren Lufteinläufe, beibehalten wurden. Die Maschinenkanonen wurden jedoch nicht übernommen. Der Prototyp führte seinen Erstflug am 24. Februar 1964 durch. Die ersten fünf F-5B wurden im April 1964 von der 4441st CCTS übernommen und dort im August mit sieben F-5A ergänzt. Obwohl sie von der USAF betrieben wurde, diente die CCTS nur zur Schulung von Piloten und Bodenmannschaften von Kundenländern. Im März 1965 konnte der erste Schulungskurs mit Piloten aus Iran und Süd-Korea abgeschlossen werden. Die Flugzeuge der 4441st CCTS trugen zwar USAF-Markierungen, sie gehörten aber tatsächlich den jeweiligen MAP-Staaten.

Die F-5B unterscheidet sich in den folgenden Punkten von der T-38:

  • Flügelpylone für Waffen
  • Sidewinder-Pylone an den Flügelspitzen
  • fest montierter Centerlinepylon
  • IFF
  • LERX (Leading-Edge Root Extensions) – Verlängerung der Flügelvorderkante zwischen Flügelwurzel und Triebwerkseinlässen
  • Bremsschirm
  • verstärktes Fahrgestell
  • die meisten Exemplare besitzen einen Fanghaken

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Northrop_F-5

Video: USAF Air Force Thunderbirds T-38 Talon Aircraft Introduction Video 1974



Leider ist dies nach einem fatalen Computercrash das einzig mir verbliebene Foto dieses Modells. Es wird bei einem der nächsten Museumsbesuche, wo dieses Modell ausgestellt ist, Abhilfe geschaffen.