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Mittwoch, 29. April 2026

Der rote Ritter von Wien - Monogram 1/8

Der Deutsche Orden zu Wien hat eine spektakuläre Geschichte hinter sich.

Gegründet wurde er 1190, während des III. Kreuzzuges als Hospitalgemeinschaft des deutschen Kreuzfahrerkontingents, daher stammt auch der Name. Das erste Ordensspital entstand in Akkon, im heutigen Nordisrael. Dem Spital wurden auch Verteidigungspflichten auferlegt, 1198 geschah die Umwandlung in einen Ritterorden. Der Orden gründete Niederlassungen in Italien, Spanien, Armenien und im Heiligen Römischen Reich. Seine wichtigste Aufgabe: der Kampf gegen die "Heiden" .

Zur Blüte ihrer Macht stiegen die Ritter erst mit der Gründung eines Staates auf. Anfang des 13. Jahrhunderts rief der polnische Herzog Konrad von Masowien die Ritter zur Missionierung Preußens. Der Ritterbund eroberte große Gebiete im Baltikum und in Teilen Polens. Die Landesherren errichteten sich in Marienburg (polnisch Malbork), bei Danzig, eine Residenz. "Die Herrschaft des Ordens im Inneren beruhte auf der Einbindung der deutschen und indigenen Bevölkerung" , sagt der Hamburger Historiker Jürgen Sarnowsky. Nach außen setzten die Ritter ihre blutige Missionierungsarbeit fort und führten Krieg gegen Litauen. 

Rüstkammer zu Wien 

In ihrer Zeit als Landesherren legten die Hochmeister eine beachtliche Sammlung repräsentativer Kostbarkeiten an. Dabei ist der Orden mit Österreich eng verbunden. Im 15. Jahrhundert ging der Ordensstaat unter. Im Dreizehnjährigen Krieg (1454-1466) musste der Hochmeister die Marienburg an seine Söldner verpfänden, die die Burg an Polen weiterverkauften. Neuer Sitz der Ritter wurde Mergentheim in Baden-Württemberg. Ab dem 16. Jahrhundert stellten häufig Regenten aus dem Hause Habsburg die Hochmeister. Für die Habsburger waren das ansehnliche Posten, dem Orden sicherte das eine gewisse Rest-Bedeutung. Als 1809 Napoleon den Orden auflöste, wurde die Residenz nach Wien verlegt.

Quelle: https://www.derstandard.at/story/1250003673451/crossover-die-letzten-ritter-von-wien

Videos: Pacival - der rote Ritter 

             Hofjagd- und Rüstkammer im KHM: Klingenschmiede und modisches Rittertum 

Monograms Ritterserie soll keine spezifischen Ritter zeigen, sondern repräsentative Ritterrüstungen ihrer Zeit darstellen. Da in Wien in der Rüstkammer noch heute die meisten mittelalterlichen Ritterrüstungen gezeigt werden, so ist es nicht verwunderlich, daß man eine repräsentative Rüstung daraus als Modell gestaltet hat. Daß man dann mit "dem roten Ritter von Wien" das Modell angepriesen hat, wird wohl eine Anspielung an das Drama "Parzival - der rote Ritter" sein.

Parzival ist ein Versroman der mittelhochdeutschen höfischen Literatur von Wolfram von Eschenbach, der zwischen 1200 und 1210 entstand. Das Werk umfasst etwa 25.000 paarweise gereimte Verse und wird in den modernen Ausgaben in 16 Bücher gegliedert.

In kunstvoll verzahnten Handlungssträngen einer Doppelromanstruktur werden die Aventiuren erzählt, die abenteuerlichen Geschicke zweier ritterlicher Hauptfiguren – einerseits die Entwicklung des Titelhelden Parzival (von altfranzösisch Perceval) vom Unwissenden im Narrenkleid zum Gralskönig, andererseits die gefahrvollen Bewährungsproben für den Artusritter Gawain.

Thematisch gehört der Roman zur sogenannten Artusepik, wobei die Aufnahme Parzivals in die Tafelrunde des legendären britischen Königs nur als Durchgangsstation der Gralssuche erscheint, doch dann zur Voraussetzung seiner Bestimmung als Gralskönig wird.

Der Stoff wurde literarisch, aber auch in der Bildenden Kunst und in der Musik vielfach bearbeitet; die nachhaltigste Wirkung erreichte Richard Wagners Adaption für das Musiktheater mit seinem Bühnenweihfestspiel Parsifal (Uraufführung 1882).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Parzival 



Ursprünglich stammt dieses Modell von der Firma Aurora und wurde später von Monogram abgekauft und vertrieben. Nach der Fusion mit Revell ging der rote Ritter an diese Firma und wurde unverändert von diesen im handel angboten.  

Der Bausatz ist liebevoll gestaltet und gewährleistet ein schönes Schaumodell einer Ritterrüstung um das Jahr 1480. Natürlich haben sich Fehler eingeschlichen oder es wurden manche Partien nicht ästhetisch korrekt gestaltet - der Bausatz stammt ja doch schon aus dem Jahre 1963, wo die Formen noch handgemacht waren. Dennoch lässt sich mit ein wenig zusätzlicher Arbeit ein tolles Modell erstellen. Die Farbgebung über alles Rot - naja, ist nicht wirklich historisch korrekt, aber nachdem man in der Serie einen schwarzen Ritter, einen Silberritter und einen blauen Ritter anbot, so mußte der Wiener Ritter halt komplett rot gestaltet sein. Normalerweise wäre über der Rüstung ein roter Überwurf getragen worden, der aber zum kampfe abgelegt worden wäre, also nahm ich mir ein paar historische Beispiele zur Brust und machte eine "realistischere" Farbgestaltung der Rüstung. Sicherlich ist auch diese nicht historisch korrekt, kommt der Sache aber durchaus näher.

Der Bau ist relativ einfach. Die Teile müssen ausnahmslos nachgearbeitet werden und passen leidlich zusammen. Ich habe meinem roten Ritter ein Alu-Outfit verpasst, das mit Goldfolie aufgewertet wurde. Der Rest wurde bemalt und Klarlackiert. Der Kopf sollte laut Bauplan und Teilen auf die Rüstung aufgesetzt werden, was dem Ganzen ein unnatürliches Aussehen verliehen hätte. So habe ich den Halsausschnitt aus der Rüstung herausgesägt und den Hals dort eingepasst. Zudem gab es keinen Ritter, der barhäuptig in seinen Helm geschlüpft wäre - also erhielt mein Wiener Kinderl von mir eine Polsterhaube aus Zellstoff. Ich hoffe er gefällt - es war zumindest eine Herausforderung, all die Rundungen und Rüstungsteile mit Alufolie zu verkleiden . . . ich habe zumindest viel dabei gelernt.




















 

 

Dienstag, 14. April 2026

Tyrannosaurus Rex - Revell Monogram 1/25 - Jurassic Park Series

Tyrannosaurus (Latinisierung von altgriechisch τύραννος týrannos [„Herrscher, Despot“] sowie σαῦρος saúros [„Echse“]) ist eine Gattung bipeder, fleischfressender Dinosaurier aus der Gruppe der Theropoda.

Die Typusart ist Tyrannosaurus rex, nach Duden Tyrannosaurus Rex, häufig mit T. rex, auch T-Rex, abgekürzt. Diese Art ist als bekanntester Dinosaurier ein fester Bestandteil der Populärkultur. Eine 2022 veröffentlichte und in Fachkreisen kontrovers diskutierte Studie stellte aufgrund der hohen anatomischen Variabilität von Tyrannosaurus-Funden die zwei weiteren Arten Tyrannosaurus imperator und Tyrannosaurus regina auf. Im Jahr 2024 wurde mit Tyrannosaurus mcraeensis eine weitere Art beschrieben.

 

Fossilien des Tyrannosaurus rex fanden sich in verschiedenen Gesteinsformationen im westlichen Nordamerika, die auf die letzten drei Millionen Jahre der Kreidezeit datiert werden, also vor etwa 68 bis 66 Millionen Jahren (spätes Maastrichtium). Tyrannosaurus rex gehörte damit zu den letzten Nichtvogeldinosauriern, die bis zum Kreide-Tertiär-Massenaussterben existierten. Tyrannosaurus mcraeensis lebte 5–7 Millionen Jahre vor Tyrannosaurus rex.

Wie andere Tyrannosauriden auch war Tyrannosaurus ein bipeder (zweibeiniger) Fleischfresser mit einem massigen Schädel, welcher durch einen langen, schweren Schwanz ausbalanciert wurde. Im Verhältnis zu den langen und kräftigen Hinterbeinen waren die Arme von Tyrannosaurus klein, aber für ihre Größe ungewöhnlich kräftig. Sie zeigten lediglich zwei Finger, obwohl über einen möglichen rudimentären (zurückgebildeten) dritten Finger berichtet wurde. Mit einer Länge von bis zu 13 Metern, einer Hüfthöhe von vier Metern und einem Gewicht von 8,8 Tonnen war er der größte bekannte Tyrannosauride und einer der größten landlebenden Fleischfresser überhaupt, obwohl einige andere Theropoden ähnlich groß oder noch größer (allerdings zumeist graziler und leichter) waren. Als der bei weitem größte Fleischfresser seines Lebensraums stand Tyrannosaurus vielleicht als Spitzenprädator an der Spitze der Nahrungskette und jagte Hadrosaurier und Ceratopsier; allerdings vermuten einige Experten, dass es sich primär um einen Aasfresser handelte.

Bisher wurden mehr als 30 Exemplare von Tyrannosaurus identifiziert, darunter sind einige fast vollständige Skelette. Weiches Gewebe und Proteine wurden von mindestens einem dieser Funde beschrieben. Die vergleichsweise zahlreichen Funde erlaubten Studien über die Biologie dieses Tieres, einschließlich der Individualentwicklung und der Biomechanik. Zur Diskussion stehen des Weiteren die Fressgewohnheiten, die Physiologie und die mögliche Geschwindigkeit von Tyrannosaurus. Die Gesamtzahl aller jemals gelebt habenden Exemplare wird auf 2,5 Milliarden geschätzt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Tyrannosaurus 

Videos: T-Rex auf der Spur! | Geheimnisse der Urzeitbestien 

             T. Rex: König der Fleischfresser - Ganze Folge | Jurassic C.S.I. 

             Angriff des T-Rex | Jurassic Park | Screen Schnipsel 


Einer der berühmtesten Dinosaurier ist auf jeden Fall der T-Rex. Hat man einmal ein T-Rex-Skelett im Museum gesehen, so imponiert schon alleine die schiere Größe - und nicht erst seit Jurassic Park flößt er jedem Betrachter einen gewissen Angstschauer ein - oder zumindest eine Gänsehaut. Revell hat im Rahmen des Film-Merchandise natürlich auch einen Tyrannosaurus Rex herausgebracht, obwohl es vorher schon Modelle dieser gefürchteten Echse gab, die aussahen, als kämen sie aus einem Stop-Motion-Film. Irgendwie hatte das nichts von einem "echten" Dino - es war also, um dem Film-T-Rex gerecht zu werden, notwendig, eine neue Modellform zu gestalten. Der T-Rex ist auch ganz gut gelungen, auch wenn die Teile schlecht zusammenpassen und Lücken sowie hässliche Klebenähte entstehen, die trotz intensiver Schleifarbeiten leider noch immer zu sehen sind. Die Basis - mit einem zerquetschten Auto drauf, kann man getrost in die Tonne treten - selbst mit viel liebevoller Arbeit kann man dieses primiv gestaltete Teil nicht zu einer ansehnlichen Basis formen. Ich gab meiner "Kuschelechse" deshalb eine neue - der Größe entsprechende - Grundplatte und bemalte einen Hintergrund. Mit echten und unechten Pflanzen wurde großzügig gestaltet, und ein wenig Futter bekam mein T-Rex auch, das er aggresiv verteidigt. 
Fazit: Revell halt . . . man hätte daraus so viel mehr machen können - ewig schade. Es gibt auch andere Hersteller, die sich dem T-Rex angenommen haben (anderer Maßstab), es aber geschafft haben, ein wirklich anatomisch korrektes Abbild zu schaffen.  

 






















Samstag, 23. August 2025

Jurassic Park (The Lost World) - Velociraptoren - Revell Monogram SnapTite (1997) - 1:25

Velociraptor (lateinisch velox ‚schnell‘, raptor ‚Räuber‘) ist eine Gattung theropoder Dinosaurier, die vor etwa 85 bis 76 Millionen Jahren in der späten Kreidezeit lebte. Velociraptor zählt zu den Dromaeosauridae. Momentan werden zwei Arten anerkannt: Die Typusart Velociraptor mongoliensis, deren fossile Knochen in der Mongolei und der Inneren Mongolei (China) gefunden wurden, sowie die 2008 beschriebene, bisher nur durch Schädelmaterial aus der Inneren Mongolei bekannte Art Velociraptor osmolskae


 

Mit über einem Dutzend entdeckten fossilen Skeletten ist Velociraptor einer der am besten untersuchten Dromaeosauriden. Ein besonders populäres Fossil zeigt Velociraptor mit einem Protoceratops; beide Tiere starben augenscheinlich während eines Kampfes.

Mit einer Länge von bis zu zwei Metern war Velociraptor ein mittelgroßer Vertreter der Dromaeosauridae. Es handelte sich um einen auf zwei Beinen laufenden, gefiederten Fleischfresser mit einem langen, steifen Schwanz und einer auffällig vergrößerten, sichelartigen Kralle an der zweiten Zehe des Hinterfußes. Diese Sichelkralle wurde vermutlich bei der Jagd verwendet. Ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Dromaeosauriden ist die lange, flache und leicht nach oben gebogene Schnauze.

Der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden ist Velociraptor insbesondere wegen seiner von künstlerischer Freiheit geprägten Rolle als intelligentes menschenfressendes Raubtier in der Jurassic-Park-Filmreihe, auch wenn die dort dargestellten Tiere eher seinen größeren und älteren Verwandten Deinonychus und Utahraptor entsprechen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Velociraptor

Videos:  Velociraptor - Unterschied zum Jurassic Park 

              Velociraptor - Einer Der Intelligentesten Dinosaurier Aller Zeiten / Dokumentation 

 

Selbst für einen überdimensionierten Filmdino sind die Revell-Raptoren doch sehr groß ausgefallen und dürften eher dem Maßstab 1:20 entsprechen. Rechnet man mit der Originalgröße der Funde der gefiederten Raptorenskelette, so kommt man auf einen Maßstab von 1:5. 

Der Bausatz ist sehr einfach gehalten und Paßgenauigkeit ist da eher relativ - manche Spalten sind bis zu 2mm breit. Dennoch sind sie den Filmraptoren sehr gut nachempfunden, weshalb man doch sehr schöne Scenen nachstellen kann. Ich hab mich für ein Diorama mit einem Nest voller Eier entschieden. Die Eier sind aus Fimo modelliert. Zum ersten Mal hab ich neben Papier auch Federn für die Pflanzen verwendet, und ich bin im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis zufrieden. Ich hoffe mein Diorama gefällt - viel Spaß beim Anschauen.

 

Verglichen mit einer Figur im Maßstab 1:24 wirken die Raptoren doch etwas groß . . . zum Vergleich ein Foto aus de Film :

Hier sieht man deutlich, daß die Raptoren nicht viel höher als der Schauspieler gestaltet sind. Wenn sie sich aufrichten, dann können sie schon 2m erreichen, aber die Velociraptoren im Modell haben auch eher die geduckte Haltung . . .