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Samstag, 13. Februar 2021

Hawker Tempest Mk.V - Matchbox 1/72

Die Hawker Tempest war ein Kampfflugzeug der Zeit des Zweiten Weltkrieges aus britischer Produktion. Hersteller war die Hawker Siddeley Aircraft Co. Der Tiefdecker wurde ab 1944 von der Royal Air Force (RAF) eingesetzt.

Die Weiterentwicklung der Hawker Typhoon wurde als Jagdflugzeug und Jagdbomber verwendet und war in niedrigen und mittleren Höhen eines der schnellsten propellergetriebenen Jagdflugzeuge des Krieges. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit wurde sie vor allem gegen die strahlgetriebenen deutschen Me 262 und die „Vergeltungswaffe“ V1 eingesetzt. Neben fast 700 V1 konnten die RAF-Einheiten mit diesem Modell mindestens 20 Me 262 und mindestens eine Heinkel He 162 abschießen.

Einer der berühmtesten alliierten Jagdflieger, der Franzose Pierre Clostermann, erzielte einen Großteil seiner Erfolge mit diesem Muster. 

Sidney Camm, Chefkonstrukteur von Hawker Aircraft, verwarf bald die Bemühungen zur Verbesserung der Hawker Typhoon und ging an einen neuen Entwurf, der im Oktober 1941 fertig war. Dieser trug zuerst noch den Namen Typhoon Mk. II, wurde aber im Januar 1942 umbenannt, da im Zuge der Weiterentwicklung ein stark verändertes Flugzeug entstanden war. Die wichtigsten Neuerungen waren elliptische Tragflächen geringerer Dicke.

Der Prototyp absolvierte am 2. September 1942 seinen Jungfernflug.

Die RAF orderte sogleich 400 Tempest Mk. I, die mit dem Sabre-IV-Triebwerk ausgerüstet werden sollten. Da die Auslieferung sich aber immer wieder verzögerte – das erste Triebwerk wurde am 24. Februar 1943 ausgeliefert, die Serienfertigung hätte erst Mitte 1944 beginnen können – entschloss Camm sich, die Serienfertigung mit dem Sabre IIb anlaufen zu lassen. Dieser Typ erhielt den Namen Tempest Mk. V und wurde ab dem 21. Juni 1943 in Serie gefertigt. Die Serienfertigung der Tempest Mk. I wurde nie wieder angegangen. Es blieb bei nur einer gebauten Mk. I, die mit 750 km/h deutlich schneller war als die Mk. V.

Parallel dazu sollte die Tempest Mk. II gefertigt werden. Sie besaß einen Sternmotor vom Typ Bristol Centaurus IV. Dieser hatte zwar mit 2000 PS eine geringere Leistung, war aber zuverlässiger und einfacher zu warten.

Ein Auftrag über 500 Stück wurde im September 1942 erteilt. Hawker Aircraft hatte jedoch keine Kapazitäten mehr frei und daher wurde die Bestellung an die zum Hawker-Siddeley-Konzern gehörende Gloster Aircraft Company weitergereicht. Da Gloster mit der Entwicklung der Meteor ausgelastet war, wurde der Auftrag aber bald storniert.

Die Fertigung wurde schließlich von der Bristol Aeroplane Company übernommen, die jedoch erst am 4. Oktober 1944 die erste Maschine auslieferte. Daher nahm die Mk. II nicht mehr an Kampfhandlungen teil, die Produktion ging nach dem Kriegsende zurück an Hawker. Die Mk. II wurde unter anderem bei Staffeln der British Air Force of Occupation im besetzten Deutschland geflogen.

Die für den Kriegseinsatz weitaus wichtigste Version war die Mk.V. Sie etablierte sich ab Sommer 1944 zum leistungsfähigsten alliierten Jäger und Jagdbomber in mittleren und niedrigen Höhen.

Insgesamt wurden 1395 Tempest gebaut.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hawker_Tempest


 













 

Sonntag, 30. März 2014

Hawker Tempest Mk.V intercepting Fieseler Fi 103 ( V1 / doodlebug ) - Airfix 1/72

Für viele ist der London-Blitz ein wesentlicher Bestandteil des Zweiten Weltkriegs. Der Blitz dauerte jedoch nur zwei Dekaden, nicht den gesamten Krieg. Die erste war zwischen August 1940 und Mai 1941 (Luftschlacht um England) und die Zweite war die Ära der fliegenden Bombe - der berüchtigten Fieseler Fi 103 V1 - oder doodle bug, wie die Briten sie nannten.

 

Quelle: doodlebugs and rockets (Buch)
Video: WW2 - V1 "Flying Bomb"

Die Fieseler Fi 103 war der erste militärisch eingesetzte Marschflugkörper. Sie wurde als eine der „Wunderwaffen“ in der NS-Propaganda des Zweiten Weltkriegs auch V1 (Vergeltungswaffe 1) genannt. Die Entwicklung der Gerhard-Fieseler-Werke in Kassel trug den Tarnnamen FZG 76 für Flakzielgerät 76 und war im Frühjahr 1944 einsatzbereit. Von Juni 1944 bis März 1945 wurden ca. 12.000 Fi 103 von der Wehrmacht hauptsächlich gegen Ziele in England (London) und Belgien (Hafen von Antwerpen) eingesetzt.

Das im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums ab Mitte 1942 entwickelte „Ferngeschoß in Flugzeugform“ war mit fast einer Tonne Sprengstoff beladen und wurde daher umgangssprachlich auch „Flügelbombe“ genannt. 

Die V-1, auch als "Doodlebug" bekannt, war ein frühes Beispiel für das, was heute als Marschflugkörper bekannt ist. Der erste V-1-Angriff in London fand am 13. Juni 1944 statt, obwohl die Raketen schon einige Zeit zuvor erfunden wurden. Bombenangriffe auf die Startplätze verhinderten, dass sie wirksam wurden, bis mobile Abschußrampen zur Verfügung standen. Dieser angriff zerstörte die Eisenbahnbrücke auf der Grove Road. Viele Leute verwechselten die V-1 zunächst mit einem Flugzeug und das Feuer ihres Raketentriebwerks mit Anzeichen dafür, dass das Flugzeug getroffen wurde. Die Wahrheit war, dass das Zeitalter des unbemannten Luftangriffs gekommen war. Mit ungefähr 190 V1, die jeden Tag abgefeuert wurden, flogen die Doodlebugs Tag und Nacht. Frühere Blitzangriffe hatten nur nachts stattgefunden, als es den britischen Jägern schwerer fiel, die deutschen Bomber zu eliminieren. Die als Verlustgeräte gebauten V-1 haben das alles geändert. Das Geräusch der Motoren der V-1 wurde mit einem Motorrad verglichen, das sich fünfzehn Sekunden vor dem Aufprall abschaltete. Weil man sie kommen hören konnte, hatten sie auch die Wirksamkeit einer Terrorwaffe. Tatsächlich flohen über eine Million Menschen als direkte Folge der Doodlebug-Angriffe aus London. Einige V-1-Sprengköpfe verursachten in einem Radius von 600 Metern Verwüstungen, obwohl der Durchschnitt näher bei 400 lag. Es wird geschätzt, dass über 14.000 Menschen durch Doodlebugs getötet wurden. Weit mehr wurden verletzt und der Sachschaden war fast unermesslich. Zum Beispiel wurde Aldwych am 30. Juni unmittelbar vor dem Luftfahrtministerium getroffen. Die Explosionswände hielten teilweise, leiteten die Energie der Explosion die Straße hinunter und mähten Fußgänger nieder. 50 Menschen wurden getötet. Im September 1944 wurde die V-1 durch die V-2 ersetzt, die weltweit erste ballistische Rakete. Die physischen und psychischen Auswirkungen der Doodlebug-Angriffe waren beträchtlich. Die Auswirkungen auf die zivile Moral waren weitaus größer als die der flugzeugbasierten Angriffe des früheren Blitzes. Trotzdem entschieden sich viele Menschen, in London zu bleiben und sich den Angriffen zu stellen. Sowohl die Gartenbunker als auch die hauseigenen Morrison-Unterstände erwiesen sich als bemerkenswert effektiv gegen die V-1. U-Bahn-Unterstände, die auch zu Beginn des Blitzes genutzt wurden, wurden wieder geöffnet und neue tiefe Unterstände entlang der Nordlinie gebaut. Die letzte V-1, die auf englischen Boden abgefeuert wurde, landete am 28. März 1945 in Swanscombe, Kent, weniger als zwei Monate vor dem V-E-Tag. Trotz ihrer Auswirkungen auf die zivile Moral und des großen Schadens haben die V-1 Hitler nicht geholfen, den Krieg zu gewinnen. in der Tat scheinen sie nur sehr geringe Auswirkungen auf das Endergebnis gehabt zu haben. Sie waren jedoch für viele Londoner ein unvergessliches und traumatisches Erlebnis und bereiteten auch die Voraussetzungen für einen Großteil der modernen Luftkriegsführung. 

 Quelle: humanities360

Video: IWM RAF V1 Film - Whole film

Die Bekämpfung der V1 erfolgte durch Flak, Abfangjäger und Sperrballone. Zusätzlich wurde versucht, den Einsatz der Waffe durch Agenten zu sabotieren sowie Produktionsanlagen und Abschussrampen zu bombardieren. 

Die V1 hatte eine Fluggeschwindigkeit von 630 km/h. Damit war sie ähnlich schnell wie die damaligen Jagdflugzeuge. Diese konnten nur aus der Überhöhung angreifen, um genügend Geschwindigkeitsüberschuss für einen Angriff zu haben. Anfangs waren nur einige wenige britische Hawker Tempest schnell genug. Neben dem direkten Abschuss, der für den Piloten wegen der möglichen Explosion des großen Sprengkopfes lebensgefährlich war, entwickelten einige Piloten eine andere Methode, um die V1 zum Absturz zu bringen: Durch knappes, etwas erhöhtes und seitlich versetztes Vorausfliegen konnte der Luftwirbel, der sich hinter einer Flugzeugtragflächenspitze bildet, genutzt werden, um die V1, die kein Querruder besaß, um ihre Längsachse so weit zu verdrehen, dass ihre Fluglage instabil wurde, die Kreiselsteuerung versagte und die V1 abstürzte.Noch effektiver war das Anstupsen der Tragflächen der V1 durch die Tragflächenspitze des Jägers, wodurch die V1 ins Trudeln geriet und abstürzte. Viele V1 konnten so vor ihrem Ziel London abgefangen werden.

In der Nacht wurden die V1 von Mosquitos angegriffen; aufgrund der Lage ihrer Basis RAF Ford, etwa 3 Kilometer südwestlich von Arundel (West Sussex), trug die No. 96 Squadron RAF eine Hauptlast und schoss 180 der „Doodlebugs“ ab.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fieseler_Fi_103



In diesem Diorama steckt über einen Monat Arbeit drin. Die Tempest erhielt einen kleinen Elektromotor, die V1 eine LED im Verpuffungsrohr. Dennoch war die Gestaltung der englischen Landschaft das Aufwendigste. Erst mal wurden viele Fotos bzw. Luftbilder gesichtet um eine einigermaßen "britische" Landschaft gestalten zu können. Damit nicht genug wurden Ätzteile für die Brücken besorgt. Alle Fahrzeuge, ein Zug und ein paar Schiffe wurden selbstgebaut. Besonders stolz bin ich auf den kleinen roten London-Bus, der da durch die Landschaft karrt. Viel Spaß beim Suchen der vielen Details - und ich hoffe daß das Diorama gefällt.
































Mittwoch, 22. Mai 2013

Hawker Tempest Mk.II - Matchbox 1/72

Die Hawker Tempest war ein britisches Kampfflugzeug, das hauptsächlich von der Royal Air Force (RAF) im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Die Tempest war eine verbesserte Ableitung der Hawker Typhoon und eines der stärksten Kampfflugzeuge, die während des Krieges eingesetzt wurden. 

 


Parallel zur Tempest Mk.I sollte die Tempest Mk. II gefertigt werden. Sie besaß einen Sternmotor vom Typ Bristol Centaurus IV. Dieser hatte zwar mit 2000 PS eine geringere Leistung, war aber zuverlässiger und einfacher zu warten.

Ein Auftrag über 500 Stück wurde im September 1942 erteilt. Hawker Aircraft hatte jedoch keine Kapazitäten mehr frei und daher wurde die Bestellung an die zum Hawker-Siddeley-Konzern gehörende Gloster Aircraft Company weitergereicht. Da Gloster mit der Entwicklung der Meteor ausgelastet war, wurde der Auftrag aber bald storniert.

Die Fertigung wurde schließlich von der Bristol Aeroplane Company übernommen, die jedoch erst am 4. Oktober 1944 die erste Maschine auslieferte. Daher nahm die Mk. II nicht mehr an Kampfhandlungen teil, die Produktion ging nach dem Kriegsende zurück an Hawker. Die Mk. II wurde unter anderem bei Staffeln der British Air Force of Occupation im besetzten Deutschland geflogen.

Physikalisch war die Tempest Mk.II länger als die Tempest Mk.V (34 Fuß 5 Zoll / 10,5 m gegenüber 33 Fuß 8 Zoll / 10,3 m) und 3 Zoll (76 mm) niedriger. Das Gewicht des schwereren Centaurus-Motors (1.222 kg gegenüber 2.760 lb / 1.070 kg) wurde durch das Fehlen einer schweren Kühlereinheit ausgeglichen, so dass die Tempest II insgesamt nur etwa 9 kg schwerer war. Die Leistung wurde verbessert; Die Höchstgeschwindigkeit betrug 711 km / h (442 mph) bei 4.633 m (15.200 ft), und die Steiggeschwindigkeit auf dieselbe Höhe dauerte viereinhalb Minuten, verglichen mit fünf Minuten für die Tempest V. Die Service-Obergrenze wurde auf 11.430 m (37.500 ft) erhöht. Der Großteil der gebauten Serienflugzeuge war tropentauglich, mit einem Luftfilter und einem Einlass im oberen vorderen Rumpf direkt hinter der Motorhaube, und der L-förmige Pitotkopf unter dem äußeren Backbordflügel wurde durch eine gerade Stange ersetzt, die aus der Vorderkante des Außenflügels herausragte. Alle Serienflugzeuge wurden von einem Centaurus V (2.590 PS / 1.932 kW) angetrieben, der einen Rotol-Propeller mit einem Durchmesser von 3,89 m (12 Fuß 9 Zoll) antrieb. Während des Krieges produzierte Tempest Mk.II waren für den Kampf gegen Japan bestimmt und wären Teil einer geplanten Langstreckenbombertruppe des britischen Commonwealth gewesen, die auf Okinawa, Tiger Force, basierte. Der Pazifikkrieg endete, bevor sie eingesetzt werden konnten. Die RAF übergab 1947 89 Tempest FB II an die indische Luftwaffe, während weitere 24 an die pakistanische Luftwaffe weitergegeben wurden. Einige dieser Flugzeuge existieren noch, drei werden derzeit aktiv restauriert, um in den USA und in Neuseeland zu fliegen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hawker_Tempest