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Freitag, 14. November 2025

Royal Navy Vosper 73ft MotorTorpedoBoat (MTB) - Airfix 1/72

Das Vosper 73ft Motortorpedoboot war ein britisches MotorTorpedoBoot (MTB) aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, das von Vosper entwickelt wurde und während des Zweiten Weltkriegs in den Küstenstreitkräften der Royal Navy diente. Mit einer Länge von 73 Fuß (22 m) galten sie im Vergleich zu längeren Booten wie der Fairmile D als klein. 


Die Konstruktion entstand aus der Anforderung, dass britische Motortorpedoboote besser gegen andere kleine Schiffe eingesetzt werden konnten als Großschiffe, was die Aufgabe der Motorkanonenboote (MGB) war. Zu diesem Zweck baute Vosper auf seinen bestehenden 70-Fuß-Konstruktionen auf, und das neue Boot wurde mit dem MTB 379 getestet. 1943 wurden 16 Boote (MTB 380–345) bestellt. Ein zweiter Auftrag über fünf weitere Boote (MTB 523–527) mit stärkerer Bewaffnung wurde im Dezember erteilt. Die Boote führten als Hauptangriffsbewaffnung vier 18-Zoll-Torpedorohre mit, ergänzt durch eine 20-mm-Oerlikon-Kanone und eine Defensivbewaffnung (zwei Zwillings-Vickers-K-Maschinengewehre, je eines an jeder Seite) sowie zwei einzelne MG pro Seite zum Schutz vor feindlichen Flugzeugen. Die Typ-II-Version verzichtete auf zwei Torpedorohre, erhielt aber eine 6-Pfünder-QF-Kanone, wodurch die Oerlikon-Kanone auf das Achterdeck verlegt wurde. Dies verbesserte ihre Eignung für die Rolle eines MGB.

Das erste Boot des Typs I wurde 1944 in Dienst gestellt, der Typ II jedoch erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Von den 29 nach diesem Entwurf gebauten Booten ist keines erhalten geblieben, obwohl ein etwas älteres, 18 Meter langes Exemplar gerettet wurde und sich im Imperial War Museum Duxford befindet. Die MTB 382 wurde 1947 (ohne die drei Packard-Motoren) verkauft und zu einem Hausboot umgebaut, das im Chelmer & Blackwater-Kanal bei Heybridge Basin in Essex vor Anker lag. Sie wurde in „M.Y. Vixen“ umbenannt und blieb bis Ende 1953 als solches im Einsatz. Während des Sturms und der Sturmflut an der Ostküste im Jahr 1953, die die Ufer des Kanals beschädigten, lag sie beschädigt im Kanal, doch der flache Gleitrumpf blieb unbeschädigt. Alle Versuche, das Boot danach zu verkaufen, scheiterten, sodass es im Laufe des nächsten Jahres im Watt des Flusses Blackwater vor der Schleuse von Heybridge Basin verschrottet wurde. 

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/Vosper_73_ft_motor_torpedo_boat 

Die britischen Motortorpedoboote (englisch Motor Torpedo Boat) wurden unter dem Akronym MTB bekannt. Es waren größtenteils hölzerne Schnellboote von rund 20 bis 24 m Länge und 40 bis 50 t Verdrängung, die – was sie von den klassischen, dampfgetriebenen Torpedobooten unterscheidet – von Verbrennungsmotoren (mit wenigen Ausnahmen Benzinmotoren) angetrieben wurden. Überwiegend als Gleitboote ausgelegt, konnten sie bei ruhiger See zum Teil Geschwindigkeiten von weit über 40 Knoten (kn) (>74 km/h) erreichen. Die Bewaffnung bestand aus bis zu vier Torpedos, Maschinengewehren (MG) und teilweise Maschinenkanonen.  

Die ersten Motortorpedoboote setzte Großbritannien bereits im Ersten Weltkrieg unter der Bezeichnung CMB ein, gab das Konzept zwischen den Weltkriegen aber wieder auf. Während des Zweiten Weltkriegs kamen dann über 400 MTB in verschiedenen Ausführungen um die britischen Inseln und im Mittelmeer zum Einsatz. Sie standen auch Pate bei der Entwicklung der US-amerikanischen sogenannten PT-Boote, deren Produktionszahl während des Krieges noch höher war. Nach dem Krieg wurde die Anzahl der MTB drastisch reduziert und in den 1950er Jahren nur noch etwa 35 Boote neu gebaut. Ende der 1960er löste die Royal Navy dann die letzten MTB-Flottillen auf.  

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatte die Royal Navy dann 18 neue Boote von BPB, aber im Gegensatz zu den deutschen Schnellbooten und italienischen MAS kein Einsatzkonzept. Die MTB waren in sogenannten Flottillen von sechs bis acht Booten zusammengefasst. Eine der Flottillen befand sich in Hongkong und wurde nach dessen Einnahme durch die Japaner selbstversenkt, so dass in Fernost die MTB keine weiteren Einsätze zu verzeichnen haben.

Die ersten Einsätze von MTB auf dem europäischen Schauplatz im Jahre 1940 verliefen verlustreich und wenig effektiv. Die Boote griffen aus großer Entfernung mit Höchstgeschwindigkeit an, was den Feind durch die lauten Motorengeräusche frühzeitig warnte, außerdem verschossen die Boote ihre Torpedos oft auf große Distanz und verfehlten das Ziel.

Aus diesen Erfahrungen entwickelte man eine Einsatzdoktrin, die das Auflauern und Einsickern in feindliche Konvois zum Ziel hatte. Dazu legten sich die Boote idealerweise bei Dunkelheit in den Weg eines Konvois oder versuchten von hinten mit geringer Fahrt in den Verband einzudringen, da die Beobachtung nach hinten erfahrungsgemäß am schlechtesten war. Erst kurz vor dem Torpedoschuss sollte mit hoher Fahrtstufe die Angriffsposition eingenommen und dann mit Höchstgeschwindigkeit abgelaufen werden. Die optimale Angriffsposition war dabei schräg voraus des angegriffenen Fahrzeugs. Das Verhalten nach dem Torpedoschuss war individuell verschieden. Viele Bootsführer verbargen sich im Ablaufen hinter einem Schleier künstlichen Nebels, andere zogen die freie Sicht vor, um eventuelle weitere Torpedoangriffe möglich zu machen, oder um im Ablaufen durch fortgesetzten Beschuss mit Maschinenwaffen Verwirrung zu stiften.

Es zeigte sich, dass die Aufteilung in MTB und MGB, die mit ihrer artilleristischen Bewaffnung Sicherungsfahrzeuge angreifen und den Rückzug der MTB decken sollten, oft nicht den realen Einsatzbedingungen entsprach. Auch die MTB mussten sich immer wieder mit gegnerischen Einheiten intensive Feuergefechte liefern. Besonders im Kanaleinsatz kam es häufig zu Konfrontationen mit feindlichen Sicherungskräften und auch deutschen Schnellbooten auf kürzeste Distanz, darum nahm auch die sekundäre Bewaffnung der MTB im Laufe des Krieges ständig zu. Einige Bootsführer statteten ihre Boote in Eigeninitiative sogar mit Handfeuerwaffen und Handgranaten aus.

Die MTB waren im Gegensatz zu den Großkampfschiffen, die oft lange Liegezeiten hatten, fast ständig im Einsatz und hatten häufige Feindberührungen. Dabei handelte es sich aber meist um wenig spektakuläre, wenn auch verlustreiche nächtliche Einsätze gegen die Handelsschifffahrt oder zur Abwehr deutscher Schnellboote. In die öffentliche Wahrnehmung traten die Einsätze von MTB im Zusammenhang mit dem Durchbruch deutscher Großkampfschiffe durch den Ärmelkanal, beim Angriff auf die Docks von Saint-Nazaire sowie bei der Sicherung der Alliierten Invasionsflotte.

Insgesamt gingen 83 MTB während des Krieges verloren. Aus den Ursachen der Verluste werden die Hauptbedrohungen der Schnellboote erkennbar. Der Kampf mit Überwassereinheiten war mit 18 Fällen (etwa einem Fünftel) die häufigste Ursache, gefolgt von 14 durch Luftangriffe und 10 Minentreffern. Bemerkenswert ist, dass immerhin 9 (gut ein Zehntel) der Verluste durch Kollisionen mit anderen, meist eigenen Schiffen verursacht wurde. Ein Hinweis auf die Anforderungen und Gefahren in enger Verbandsfahrt. Genau so viele Boote (+ mehrere kanadische) gingen bei einem Brand im Hafen von Ostende verloren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Motortorpedoboot_(Großbritannien) 

Videos: Motor Torpedo Boat MTB Construction on the Solent in World War Two 

             Motor Torpedo Boats (MTB) 'Spitfires of the Sea' World War Two 1939-45 

    MGB 81, the Spitfire of the Seas | World War II gunboat test drive review | Motor Boat & Yachting 

 
 
Das Vosper MTB - es gibt ja verschiedene Varianten davon als Modellbausätze - aber ich habe das 73ft Boat - und "Hallelujah" - welch ein Unterschied zum PT-Boat von Revell. So viele Details und Kleinteile, so viele Deckaufbauten und - leider auch - sehr viel Raum für Nachdetaillierungen. Der Bootsrumpf ist in drei Teile aufgeteilt, die zusammengeklebt werden wollen. Da mein Kit schon einige Jährchen auf dem Buckel hat - laut Herstellerprägung 1973 - ist es kaum verwunderlich, daß alle Rumpfteile hübsch verzogen waren und kaum mehr zueinander passten. Es kostete mich viel Geduld, Schweiß und Fingerspitzengefühl, den Rumpf einigermaßen annehmbar zusammenzufügen - was dann bei der Deckplatte teilweise 2mm-dicke Spalten offenbarte. Ich wollte eigentlich das Vosper MTB ebenfalls mit Beleuchtung ausstatten, aber da führte kein Weg hin. Allein der Einbau wäre sehr kompliziert geworden, was das Batteriefach und einen möglichen Batteriewechsel angeht, zum Anderen sieht man ja nicht wirklich viel. Es sind die kleinen Bullaugen an den vorderen Seiten und die extrem enge Navigatorkabine, die zwar durch die drei Fenster relativ gut einsehbar ist, aber einfach viel zu eng, um irgendwelche ausgefeilteren Detailarbeiten unterzubringen : ein Tisch, einen Navigator, der kaum Platz fand und ein paar Navigationsgeräte - dann ist das Kabäuschen auch schon voll. 

Hab ich schon erwähnt, daß das Bootsdeck kaum in den verzogenen Bootsrumpf einzupassen war ? Ich habe mich geschunden, mußte Tage mit der Trocknung verbringen - und kaum waren die Klammern und Befestigungsbänder gelöst, so gingen die Spalten wiederum langsam auf . . . ich bin schier verzweifelt. Zum Schluß hab ich die Spalten mit Schmucksteinkleber aufgefüllt - nicht schön anzusehen, aber die einzige Art das Deck "dicht" zu bekommen. Ansonsten ein sehr interessanter Bausatz eines sehr interessanten Bootstyps - eine Herausforderung für jeden fortgeschrittenen Modellbauer, der sich dann als Belohnung - sind mal alle Bausatzteile verbaut - an die feine Zusatzdetaillierung machen kann, was dann aber doch viel Spaß macht. Es ist aber zum Teil auch hübsch verwirrend, da die einzelnen Originalboote unterschiedliche Ausrüstungen und Änderungen hatten. Da ist wirklich massive Recherche angesagt - ich habe ca. 200 Fotos gesichtet und nach den verschiedenen Bautypen geordnet. Literatur und Fachbücher halfen dann manchmal weiter. Ich bin stolz dieses Teil "gemeistert" - wohl eher "intensive Lektion im Modellbau" - bekommen zu haben.












































Dienstag, 11. November 2025

PT-Boot (PatrolTorpedo-Boat) - Revell 1/72

Ein PT-Boot (kurz für Patrol Torpedo Boat) ist ein Motortorpedoboot, das von der US-Marine im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Diese Schiffe waren klein, schnell und kostengünstig in der Herstellung und wurden wegen ihrer Manövrierfähigkeit und Geschwindigkeit geschätzt. Zu Beginn des Krieges litten die PT-Boote jedoch unter ineffektiven Torpedos, begrenzter Bewaffnung und einer vergleichsweise fragilen Konstruktion, die einige Varianten auf Küstengewässer beschränkte. In der US-Marine waren sie in Motortorpedoboot-Geschwadern (MTBRONs) organisiert.


PT-Boote unterschieden sich stark von der ersten Generation von Torpedobooten, die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt worden waren und einen Verdrängerrumpf besaßen. Diese Torpedoboote der ersten Generation lagen tief im Wasser, verdrängten bis zu 300 Tonnen und erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 25 bis 27 Knoten (46 bis 50 km/h). Während des Ersten Weltkriegs entwickelten Italien, die USA und Großbritannien die ersten leistungsstarken, benzinbetriebenen Motortorpedoboote (oft mit Höchstgeschwindigkeiten von über 40 Knoten (74 km/h)) und entsprechende Torpedotaktiken, doch wurden diese Projekte nach dem Waffenstillstand schnell wieder eingestellt. Die Konstruktion der PT-Boote des Zweiten Weltkriegs nutzte einige der Fortschritte im Gleitrumpfdesign, die aus dem Offshore-Rennbootsport übernommen wurden, und verwendete mehrere leichte, aber leistungsstärkere, für den Marineeinsatz modifizierte V12-Flugzeugmotoren, wodurch sie sowohl an Größe als auch an Geschwindigkeit zulegen konnten. Während des Zweiten Weltkriegs griffen PT-Boote feindliche Kriegsschiffe, Transporter, Tanker, Lastkähne und Sampans an. Einige wurden zu Kanonenbooten umgebaut, die gegen feindliche Kleinfahrzeuge, insbesondere gepanzerte Lastkähne, die von den Japanern für den Inseltransport eingesetzt wurden, wirksam sein konnten. Mehrere dienten in der philippinischen Marine, wo sie als „Q-Boote“ bezeichnet wurden.[2][Seite fehlt] Die Hauptbewaffnung der Standard-PT-Boote bestand aus vier 21-Zoll-Torpedos vom Typ Mark 8, von denen jeder einen 211 kg schweren TNT-Sprengkopf und eine Reichweite von 15.000 Metern bei 36 Knoten (67 km/h) hatte. Zwei doppelläufige 12,7-mm-Maschinengewehre vom Typ M2 Browning dienten der Flugabwehr und der allgemeinen Feuerunterstützung. Einige Boote waren mit einer 20-mm-Oerlikon-Kanone ausgerüstet. Der Antrieb erfolgte über drei aufgeladene, flüssigkeitsgekühlte V12-Benzinmotoren vom Typ Packard 4M-2500 und später 5M-2500. Die von den Japanern als „Mückenflotte“ und „Teufelsboote“ bezeichneten PT-Boot-Geschwader wurden für ihren Wagemut gefeiert und haben sich einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis der Öffentlichkeit erobert, der bis ins 21. Jahrhundert Bestand hat. Ihre Rolle in der US-Marine wurde später von schnellen Angriffsbooten übernommen.

Ursprünglich als Schiffsabwehrwaffen konzipiert, wurden PT-Boote in der Öffentlichkeit für die Versenkung mehrerer japanischer Kriegsschiffe im Zeitraum zwischen Dezember 1941 und dem Fall der Philippinen im Mai 1942 verantwortlich gemacht – obwohl die Marine wusste, dass diese Behauptungen alle falsch waren. Die übertriebenen Behauptungen von Leutnant John D. Bulkeley, Kommandant des Motor-Torpedoboot-Geschwaders Drei (MTBRON 3), über die Wirksamkeit der PT-Boote im Kampf gegen größere Schiffe ermöglichten es ihm, Spitzentalente zu rekrutieren, Kriegsanleihen zu beschaffen und führten zu übermäßigem Selbstvertrauen bei den Geschwaderkommandanten, die weiterhin PT-Boote gegen größere Schiffe einsetzten. Tatsächlich waren seine Behauptungen, PT-Boote hätten einen japanischen Kreuzer, ein Truppentransportschiff und ein Flugzeugmutterschiff auf den Philippinen versenkt, unwahr. Erschwerend kam hinzu, dass die Besatzungen der PT-Boote bei nächtlichen Angriffen schwerlich ein mögliches Versagen der frühen Torpedos bemerkten. Obwohl der amerikanische Torpedo Mark 8 Probleme mit unkontrollierten Tauchbewegungen und Kreisläufen hatte, konnte er gegen gängige Zielklassen erfolgreich eingesetzt werden. Die Zünder Mark 3 und Mark 4 waren nicht von denselben Problemen betroffen wie die Mark 6-Zünder der Mark 14-Torpedos der US-U-Boote. Trotz Bulkeleys Behauptung, die Einführung des Mark 13-Torpedos bei den PT-Booten Mitte 1943 habe die anfänglichen Probleme mit den veralteten Mark 8-Torpedos so gut wie beseitigt, blieben Schwierigkeiten bestehen. Im Gefecht vom August 1943, bei dem die PT-109 verloren ging, feuerten fünfzehn Boote mit 60 Torpedos mehr als die Hälfte ab, ohne ein feindliches Schiff zu treffen.
 
PT-Boote griffen üblicherweise nachts an. Die Cockpits der PT-Boote waren durch Panzerplatten gegen Kleinwaffenbeschuss und Splitter geschützt. Direkte Treffer japanischer Geschütze führten manchmal zu katastrophalen Benzinexplosionen mit nahezu vollständigem Verlust der Besatzung. Die Besatzungen fürchteten Angriffe japanischer Wasserflugzeuge, die selbst mit Radar schwer zu orten waren, aber die phosphoreszierende Kielwelle der PT-Boote leicht erkennen konnten. Bombenangriffe töteten und verwundeten Besatzungsmitglieder selbst bei knappen Fehlschüssen. Es gibt mehrere dokumentierte Fälle, in denen PT-Boote mit befreundeten Flugzeugen Feuergefechte führten. Mehrere PT-Boote, wie beispielsweise PT-346, gingen durch Eigenbeschuss von alliierten Flugzeugen und Zerstörern verloren.  Feindliche Kräfte setzten Suchscheinwerfer oder von Wasserflugzeugen abgeworfene Leuchtraketen ein, um flüchtende PT-Boote zu beleuchten. Anfangs waren einige Boote mit primitiven Radargeräten ausgestattet. Die PT-Boote der US-Marine wurden schließlich mit dem Raytheon SO-Radar ausgerüstet, das eine Reichweite von etwa 17 Seemeilen (20 Meilen; 31 km) hatte. Das Radar verschaffte den PT-Booten der Marine einen deutlichen Vorteil beim Abfangen feindlicher Versorgungsboote und Schiffe bei Nacht. Da immer mehr PT-Boote mit zuverlässigem Radar ausgestattet wurden, entwickelten sie überlegene Nachttaktiken, die es ihnen ermöglichten, viele feindliche Ziele zu lokalisieren und zu zerstören. Während einiger dieser nächtlichen Angriffe könnten die Positionen der PT-Boote durch einen Lichtblitz verraten worden sein, der durch brennendes Fett in den mit Schwarzpulver betriebenen Mark 8-Torpedorohren während des Abschussvorgangs verursacht wurde. Um dem Gegenfeuer der feindlichen Schiffe zu entgehen, konnten die PT-Boote mithilfe von am Heck montierten Generatoren eine Rauchwand erzeugen. Ab Mitte 1943 wurden die alten Mark 18-Torpedorohre und Mark 8-Torpedos durch die neue Mark 1-Abwurfvorrichtung für Torpedos ersetzt, die mit einem verbesserten Mark 13-Lufttorpedo bestückt war. Dadurch wurde der verräterische Lichtblitz durch brennendes Fett vermieden, es wurde keine Form von Sprengstoff zum Abschuss des Torpedos verwendet, und die neue Vorrichtung wog etwa 450 kg weniger als die vorherigen Rohre.

Die Effektivität der PT-Boote während des Feldzugs auf den Salomonen und bei der Bekämpfung der japanischen Nachschubtransporte des „Tokyo Express“ im New-Georgia-Sund wurde durch die fehlerhaften Mark-8-Torpedos erheblich beeinträchtigt. Die Japaner verhielten sich vorsichtig, wenn sie ihre Großkampfschiffe in Gebieten einsetzten, in denen PT-Boote vermutet wurden, da sie die Gefährlichkeit ihrer eigenen Torpedos vom Typ 93 kannten und davon ausgingen, dass die Amerikaner über ähnlich tödliche Waffen verfügten. Den PT-Booten vor Guadalcanal wurden mehrere Versenkungen und Erfolge gegen den Tokyo Express zugeschrieben. In mehreren Gefechten reichte allein die Anwesenheit der PT-Boote aus, um die stark gesicherten japanischen Nachschubtransporte nach Guadalcanal zu stören. Die Staffeln (MTBRON) 2, 3, 5 und 6 lauerten ihren Zielen aus Torpedoreichweite, in der Regel etwa 910 Meter (1000 Yards), auf. Anschließend wurde der Einsatz der PT-Boote auf den Salomonen als Erfolg gewertet.
 
Einige PT-Boote waren während der Schlacht um die Normandie im Einsatz. Während der D-Day-Invasion patrouillierten die PT-Boote entlang der „Mason-Linie“ und bildeten eine Barriere gegen die deutschen Schnellboote, die die alliierten Landungstruppen angriffen. Sie führten während der Invasion auch Rettungsaktionen und Einsätze zur Zerstörung von Schiffsminen durch. 

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/PT_boat
 
              On Deck of Patrol Torpedo Boat 305 
              Schnellboote vor Bataan (1945) 
 
 

Dieser nette kleine Bausatz enthält nicht viele Teile, was einen raschen Zusammenbau gewährleistet und ein rasches Gelingen verspricht. Leider ging dies auf Kosten der Detaillierung, welche teils dürftig bis mangelhaft ausgefallen ist. Mittlerweile gibt es auf dem Zusatzteilemarkt recht nette Detaillierungssetzt, die - will man die alle haben und verwenden - ein Vielfaches vom Bausatzpreis ergeben. Ich habe mich da an die vielen Fotos gehalten und scratch detailliert - auch dies ergab ein Vielfaches der ursprünglichen Bauzeit. Allerdings wird das Boot dadurch enorm aufgewertet. Natürlich ging auch noch mehr, aber gewisse Abstriche müssen schon auch in Kauf genommen werden, wenn man nicht ein Jahr an einem Bausatz sitzen möchte. 
Fazit: er ist sowohl für Anfänger wie für "gestandene" Modellbauer geeeignet.
 
Mein Modell wurde mit einer kleinen Christbaumbeleuchtung ausgestattet, was es notwendig machte, ein wenig der Inneneinrichtung nachzugestalten. Man sieht leider nicht mehr viel davon, wirkt aber besser, als wenn man ein "hohles" Boot hat.
 
Der geräumige Funkraum, der im Original rechts und links hinten Zugänge zu den Mannschaftsquartieren hat - die habe ich aber weggelassen, da man sie sowieso nicht sehen würde. Der halbrunde Ausschnitt ist für die Beleuchtung bzw. das Batteriegehäuse . . . 
 



Ein wenig der Funkausrüstung. Ich habe Alufolie schwarz bemalt und dann mit einer Stichel die Instrumente eingeritzt. Somit beginnen sie zu leuchten wenn Licht darauf fällt . . . ich konnte das leider nicht im Foto festhalten, was mich tierisch ärgert . . . aber da ist meine Fotoausrüstung nicht gut genug.
 
Ein Bücherregal mit Büchern und Gläsern - von dem man aber leider auch nicht mehr viel zu sehen bekommt . . . 
 
Der hintere Mannschaftsraum - im Original mit Zugang zu Mannschaftsquartieren und Maschinenraum.

Neben der amerikanischen Flagge (Mittelmast) wurde bei den PT-Booten auch gerne die Herkunftsflagge der Besatzung aufgezogen - deshalb hat PT-66 die Texasflagge am Bug. Am Heck ist die philippinische Flagge von Bataan . . .