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Samstag, 24. August 2024

Fairey Delta 2 - NOVO 1/72

Die Fairey Delta 2 oder F.D.2 war ein britisches Überschallversuchsflugzeug der Fairey Aviation Company auf Basis der Spezifikation E.R.103 des Ministry of Supply. 

 

Die Fairey Delta geht auf die Anforderung des Ministry of Supply Ende der 1940er Jahre zurück, in dem ein Flugzeug zur Erforschung des transsonischen Bereiches gefordert wurde. Durch den schnellen Fortschritt in der Luftfahrt wurden die Anforderungen nochmals gesteigert, so dass auch Forschungen im Überschallbereich möglich sein sollten. Um die erwarteten Ergebnisse schnell in ein Serienflugzeug übertragen zu können, wurde gefordert, dass dieses Flugzeug nach den Anforderungen für Kampfflugzeuge gebaut werden sollte. Die F.D.2 wurde als Prototyp für einen vom britischen Verteidigungsministerium ausgeschriebenen Allwetter-Abfangjäger (Spezifikation F.23/49) gebaut, die spätere Fairey Delta 3, die jedoch nie über das Reißbrettstadium hinaus kam. 

Die Delta 2 war ein schwanzloser Mitteldecker mit Deltaflügeln mit einem Einstellwinkel von 1,5°, einer Dicke von 5 % und einer Flügelvorderkantenpfeilung von 60°. Die Flügel trugen außen Querruder und innen das Höhenruder. Das Seitenruder wies ebenfalls eine Pfeilung von 60° und eine Dicke von 5 % auf. Die hydraulische Steuerung war einfach redundant aufgebaut und erzeugte für den Piloten künstlich die sonst gewohnten Ruderkräfte. Der Rumpf hatte einen kreisförmigen Querschnitt und war in Schalenbauweise gefertigt. Am Rumpfheck waren die vier Klappen der Luftbremse angebracht. Die Triebwerkseinlässe lagen in den Flügelwurzeln. Das Strahltriebwerk war ein Rolls-Royce Avon RA.5 mit einem nicht regelbaren Nachbrenner.

Die Delta 2 hatte eine sehr lange, spitz zulaufende Nase, durch die die Sicht bei Start und Landung sehr eingeschränkt war. Um dies auszugleichen, wurde die Nase um 10 Grad hydraulisch schwenkbar gestaltet; analog zur später entwickelten Concorde. Zwei Prototypen wurden gefertigt: die WG774 und WG777. Die WG774 absolvierte ihren 25 Minuten dauernden Jungfernflug am 6. Oktober 1954, geflogen von Peter Twiss, der zweite Prototyp startete am 15. Februar 1956 zum ersten Mal. 

Der erste Prototyp durchlief sein Versuchsprogramm problemlos, bis es Ende 1954 wegen Treibstoffmangels zu einer Notlandung kam, bei der die Maschine stark beschädigt wurde. Sie war erst im August 1955 wieder startbereit. Während der Flugerprobung zeigte die Maschine gute Leistungen und erreichte leicht Überschallgeschwindigkeit, erstmals im August 1955. Daraufhin wurde beschlossen, den bestehenden Geschwindigkeitsweltrekord zu überbieten.

Am 10. März 1956 stellte das Flugzeug einen neuen Geschwindigkeitsrekord mit 1.811 km/h auf, der um 480 km/h über dem alten Rekord von 1955, aufgestellt von einer F-100 Super Sabre, lag. Dieser Rekordflug war der erste Flug, der die 1000-Meilen-pro-Stunde-Grenze überschritt, und der Pilot der erste Mensch, der schneller als die Erdrotation (am Äquator) unterwegs war.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fairey_Delta_2

Videos: Britain’s Missed Mirage? - The Fairey Delta 2

             Fairey Delta 2 British Supersonic Aircraft 

Der Bausatz ist schon arg betagt und die Form nicht mehr optimal - die Rumpfhälften sind leicht verzogen und die Spritzlinge weisen viel "Spritzüberschuß" auf, so daß manche Teile aus dem Rahmen herausgeschnitten werden müssen. Nichtsdestotrotz ist dieser Exote ein leicht zu bauendes Modell. Der Decalbogen war allerdings nicht mehr zu gebrauchen - die Wasserschiebebilder zerfielen in tausende kleine Brösel, weshalb die Markierungen auflackiert wurden. Es gab natürlich Einiges nachzuarbeiten, dennoch ist es schön zu sehen daß die Hersteller damals schon an die schwenkbare Nase gedacht haben und diesen Schwenkmechanismus im Modell umsetzten. Das Cockpit ist eine gerade Fläche mit aufgesetztem Pilotenkopf - ich habe da ein wenig nachdetailliert, aber da man durch die kleinen Fensterchen und die trübe Frontscheibe eh nicht viel erkennen kann blieb das egal. Solange man die Haube (ohne Seitenfenster geliefert) nicht aufgeklappt darstellt ist das auch zu vernachlässigen. Alles in Allem ein herrlicher kleiner Exote, der die Vitrine deutlich bereichert.





















 

Freitag, 12. Februar 2021

Fairey Barracuda - NOVO 1/72

Die Fairey Barracuda war ein einmotoriges Kampfflugzeug des britischen Herstellers Fairey Aviation Company. Der Schulterdecker wurde hauptsächlich im Zweiten Weltkrieg als trägergestützter Torpedobomber und Sturzkampfflugzeug eingesetzt. Der Erstflug des Prototyps fand am 7. Dezember 1940 statt. Am 18. März 1942 wurde die erste Serienmaschine Barracuda Mk. I an die Fleet Air Arm der Royal Navy ausgeliefert, da in den ersten beiden Kriegsjahren andere Flugzeugtypen dringender benötigt wurden. Nach dem Krieg wurde die Barracuda vor allem als Schulflugzeug verwendet.  

Die Fairey Barracuda wurde aufgrund des Pflichtenheftes S. 24/37 des britischen Air Ministry entwickelt, das eine neue trägergestützte Maschine für die Fleet Air Arm forderte, welche vielfältige Außenlasten (Torpedos, Bomben, Rettungsboote, Radarbehälter) mitführen konnte. Sie war der erste britische trägergestützte Ganzmetall-Torpedobomber, verfügte über ein hohes, verstrebtes Höhenleitwerk und große Fairey-Youngman-Klappen an den Flügelhinterkanten, die die für den Flugzeugträgereinsatz erforderliche niedrige Mindestgeschwindigkeit ermöglichten. Erhielten die Klappen durch den Piloten einen negativen Einstellwinkel, konnten sie auch als Sturzflugbremsen verwendet werden.

Da der ursprünglich vorgesehene Flugmotor Rolls-Royce Exe nicht mehr hergestellt wurde, verzögerte sich die Erprobung des ersten Prototyps der Barracuda (RAF-Serien-Nr. P1767). Ersatzweise mit einem Motor vom Typ „Rolls-Royce Merlin 30“ von 1.260 PS ausgerüstet, machte dieser seinen Erstflug schließlich am 7. Dezember 1940.

Da in dieser Kriegsphase andere Flugzeugtypen dringender benötigt wurden als die Barracuda, machte das erste Serienflugzeug, die Barracuda Mk. I (auch bekannt als Barracuda I), erst am 18. März 1942 seinen Erstflug. Von diesem Modell wurden 30 Stück gebaut (5 davon von Westland). Die Barracuda Mk. I wurden meist für Versuche und Umschulung der Piloten verwendet.

Es folgte die Barracuda Mk. II (auch Barracuda II) in 1.688 Exemplaren mit dem stärkeren Merlin 32, der eine größere Zuladung erlaubte, aber die Gesamtleistung leicht verschlechterte. Die „No. 827 Squadron“ erhielt als erste Einheit im Januar 1943 die Barracuda Mk. II. Die ersten Kampfeinsätze führte die „No. 810 Squadron“ acht Monate später bei der alliierten Landung bei Salerno (Operation Avalanche) durch.

Die letzte noch im Kriege gebaute Version war die Barracuda Mk. III mit Vierblatt-Propeller und einer Wanne für ein ASV-Radar (ASV = Air to Surface Vessel) zur Bekämpfung aufgetaucht fahrender U-Boote.

Vom Typ Mk. II baute Fairey 675, Blackburn Aircraft 700, Boulton Paul 300 und Westland Aircraft 13 Flugzeuge. Die Mark III wurden von Fairey (460) und Boulton Paul (392) hergestellt.

Eine Mk. II wurde mit einem 1.850 PS starken Rolls-Royce Griffon VII als Prototyp für die unbewaffnete Version Mk. V ausgerüstet (eine Mk. IV wurde nicht gebaut). Dieses Flugzeug (P9976) flog am 16. November 1944. Insgesamt 30 Mk. V mit erheblich geänderter Leitwerkkonstruktion sowie anderen Modifikationen wurden von Fairey erst nach dem Kriege fertiggestellt. Sie wurden hauptsächlich als Schulflugzeuge eingesetzt. 

Im praktischen Einsatz wurde die Barracuda ausschließlich als Sturzkampf- und nicht als Torpedobomber eingesetzt. 42 Barracuda von vier Staffeln der Flugzeugträger Victorious und Furious flogen im April 1944 den Angriff auf die Tirpitz im Kåfjord in Nordnorwegen. Sie erzielten 15 Direkttreffer mit panzerbrechenden 500-lbs-(227-kg)- und 1000-lbs-(454-kg)-Bomben. Dabei gingen lediglich drei Barracudas verloren.

Im selben Monat des Jahres 1944 führten Barracuda des Trägers Illustrious ihren ersten Angriff im Pazifikkrieg gegen Japan durch. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fairey_Barracuda


 












 


Mittwoch, 6. Januar 2021

Miles M.14 Magister - NOVO 1/72

Die Miles M.14 Magister war ein zweisitziges britisches Schulflugzeug. Es wurde von der Firma Miles Aircraft für die Royal Air Force und Fleet Air Arm gebaut. Das kurz auch einfach Maggie genannte Flugzeug entstand auf Basis der Hawk Major und der Schulflugzeugversion der Miles M.2 Hawk und war der erste Eindecker, der speziell als Schulflugzeug gebaut wurde. Als Tiefdecker war sie ideal für die Vorbereitung neuer Piloten auf Einsätze mit der Spitfire und der Hurricane. 

 

Die Magister wurde aufgrund der Spezifikation T.40/36P des Air Ministry gebaut. Der Erstflug fand im März 1937 statt, und die Serienproduktion begann im Oktober des gleichen Jahres. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs waren bereits über 700 Exemplare bei 16 Flugschulen der RAF für die Grundschulung sowie bei der Central Flying School im Einsatz. Zusätzlich wurde eine große Anzahl von Hawk Major in den Schulungseinsatz transferiert.

Insgesamt 1293 Magister wurden bis 1941 hergestellt. Nach dem Krieg wurden zahlreiche Magister unter der Bezeichnung Hawk Trainer III für zivile Zwecke umgerüstet.

Die Übersetzung der lateinischen Wörter Miles Magister lautet Soldaten-Lehrer

Zwei abgeschossenen deutschen Piloten gelang die Flucht aus der Arrestzelle an einem britischen Flugplatz und es gelang ihnen eine Magister zu stehlen, obwohl sie einen schrecklichen Ackzent hatten, aber von den Briten als polnisch angesehen wurde, und mit ihr in Richtung Deutschland zu fliegen. Allerdings reichte ihnen das Benzin nicht bis über den Kanal, und so waren sie gezwungen an der Küste zu landen und aufzutanken. Aufgrund wiedersprüchlicher Angaben wurden sie dort von britischem Personal entarft und man nahm sie wiederum in Gewahrsam. Über dieses Ereignis wurde sogar nach dem Krieg ein Film gedreht, der all die dramatischen und teils komischen Momente festhielt - nur ist mir der Filmtitel leider entfallen. Aber ich glaube Hardy Krüger spielte einen deutschen Piloten . . .

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Miles_Magister

Video: Escaped German Prisoners-of-War Stole A Plane