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Dienstag, 28. Oktober 2025

Dewoitine D.500 & D.501 - KP Models 1/72

Die Dewoitine D.500 war eine Serie von einmotorigen französischen Jagdflugzeugen der 1930er Jahre. Das letzte und leistungsstärkste Modell dieser Reihe von Ganzmetall-Tiefdeckern mit offener Pilotenkanzel war die D.510 von 1936.  

 

Die D.500-Serie wurde von Émile Dewoitine ab 1930 entwickelt. Sie sollte der Nachfolger für die Nieuport 62 werden. Der erste Prototyp flog am 18. Juni 1932 und war Frankreichs erster Jäger in Eindeckerbauweise. Die erste Bestellung über eine Serie von 57 D.501 erfolgte am 23. November 1933. Die D.501 und D.510 besaßen eine feste vordere 20-mm-Kanone, die durch den Propeller feuern konnte, sowie zwei 7,5-mm-Maschinengewehre unter den Tragflächen. Das Flugzeug besaß eine Sauerstoffzufuhr für den Piloten und Kurzwellenfunk. Die Fertigung der einzelnen Baureihen erfolgte neben Dewoitine noch bei Lioré & Olivier, Loire und nach der Verstaatlichung der französischen Luftfahrtindustrie beim Staatskonzern SNCASE. 

Die D.501 wurde ab Juli 1935 in Dienst gestellt und die D.510 ab September 1936. Für ihre Zeit waren sie sehr manövrierfähig und gut bewaffnet. Die Mitte der 1930er-Jahre verwendeten Jäger hatten meist zwei bis vier Maschinengewehre. Sie wurden die wichtigsten Jäger der französischen Luftwaffe, bis sie 1939 durch die Morane-Saulnier M.S.406 ersetzt wurde. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die D.500/501 regionalen Verteidigungseinheiten zugeteilt. Sechzig D.510 waren in drei Einheiten der französischen Luftwaffe gruppiert. Im Winter 1939/40 wurden nur zwei defensive Patrouillenflüge durch polnische Piloten durchgeführt. Im Juni 1940 waren noch 40 Maschinen in Zentralfrankreich im Einsatz.

In Marokko wurde im November 1939 eine Escadrille von D.510 (ERC 571) aktiviert. Im Mai 1940 wurden die Verbände mit der ERC 573 zur Einheit GC III/4 vereinigt. Diese Gruppe wurde Ende August 1940 aufgelöst. In Dakar bildete sich dann die Einheit GC I/6, bis die Maschinen Ende 1941 durch Curtiss 75 ersetzt wurden.

Sieben D.500 wurden nach Lettland verkauft. Zwei Maschinen waren für das Emirat von Hedschas vorgesehen, gingen dann aber an die republikanischen Truppen im Spanischen Bürgerkrieg zur 71st Costal Defense Group. Sie waren allerdings in keine Kampfhandlungen verwickelt. Die erste Maschine wurde bei einer missglückten Landung irreparabel beschädigt; die zweite Maschine durch einen Bombenangriff auf das Flugfeld zerstört.

Im Juni 1938 stellte die nationalistische Luftwaffe Chinas die 41. Staffel, ein französisches Freiwilligengeschwader, auf den Luftwaffenstützpunkten Wujiaba und Qingyunpu auf. Französische Freiwilligenpiloten nahmen an einigen Gefechten gegen japanische Angriffe teil und flogen dabei sowohl Hawk III als auch D.510, die sie für eine mögliche chinesische Beschaffung vorführten. Sie erlitten jedoch Verluste, darunter ein im Kampf gegen die japanischen A5M-Jäger abgeschossenes Flugzeug, der Pilot starb dabei. Die A5M erwiesen sich als zu überlegen, was zur Auflösung der 41. Staffel im Oktober 1938 führte. Die 18 in China verbliebenen D.510-Jagdflugzeuge wurden der 17. Jagdstaffel der 5. Jagdgruppe der chinesischen nationalistischen Luftwaffe zugeteilt, wo sie in der Provinz Sichuan stationiert waren und im Rahmen der Schlacht um Chongqing-Chengdu hauptsächlich defensive Luftkämpfe gegen die Kaiserlich Japanische Luftwaffe führten. Die Franzosen schickten außerdem zwei D.510 zur Evaluierung nach Japan, doch die Japaner hielten die A5M für überlegen und gaben keine Bestellungen auf. Im Verlauf der Luftschlachten über Chengdu und Chongqing, die größtenteils mit sowjetischen Polikarpov I-15 und I-16 Jagdflugzeugen ausgetragen wurden, führte Hauptmann Cen Zeliu von der 17. Jagdstaffel der 5. Jagdgruppe der chinesischen Luftwaffe am 4. November 1939 sieben Dewoitine D.510-Jäger in einem frontalen Angriff auf eine anfliegende Formation von G3M-Bombern der Kaiserlich Japanischen Marine. Cen nutzte seine Erfahrungen mit der Unzuverlässigkeit der Hispano-Suiza HS.404 20-mm-Maschinenkanone unter den G-Kräften eines Sturzflugangriffs und schoss den führenden Bomber der Formation ab, der vom Kommandanten der 13. Kōkūtai gesteuert wurde.

 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dewoitine_D.500

Videos: French fighter Dewoitine D.500/D.510 (1935-1940) 

             Dewoitine D.501 Flip over - Cerisé airfield - France 

 

Der Bausatz ist umfangreich detailliert und hat Teile für verschiedene Varianten dabei - allerdings nicht komplett für zwei Flugzeuge. Es liegen aber zwei komplette Rümpfe mit verschiedenen Fahrwerken bei, die Tragflächen dazu wurden dann halt "selbstgeschnitzt". So erhielt ich neben der D.501 auch die D.500. Schwer zu bauen ist das Modell nicht und hat auch nicht sehr viele Teile, aber es empfielt sich doch, gewissse Kleinteile wie die Antennen aufgrund der großen Dicke der Gußäste aus gezogenen anderen Gußästen herzustellen, da sie beim Abschneiden einen dicken Pfropfen Gußast zurückbehalten und die dünnen Teile beim Versäubern gerne mal abbrechen. 

   Ich habe mich lange gesträubt dieses irgendwie unförmig anmutende Flugzeug zu bauen, da es für mich gegenüber der moderneren Jäger dieser Zeit eher als Relikt einer vergangenen Zeit wirkte. Ist das Modell aber einmal gebaut, so wirkt es nicht mehr ganz so plump und häßlich. 



 Dewoitine D.500 - GC II/2 geflogen von Cdt. Calonne d'Averness, Frankreich 1938 :



















 Dewoitine D.501 -  4éme Escadrille GC II/5 Reims-Courcy 1938 :



















 


Freitag, 8. April 2022

Aero L-39 Albatros - KP models 1/72

Die Aero L-39 Albatros ist ein zweisitziges, einstrahliges Schulflugzeug, das in der Tschechoslowakei als Nachfolger der L-29 Delfin entwickelt wurde und bis heute bei den Luftstreitkräften mehrerer Länder verwendet wird.


Ab 1963 begannen die Arbeiten für einen Nachfolger der L-29. Anfangs wurden vom verantwortlichen Chefkonstrukteur Jan Vlček und dem Produktionsleiter des Aero-Werkes Karel Dlouhy eine modernisierte „Delfin“-Variante mit der Projektbezeichnung L-129 ins Auge gefasst, die jedoch nicht allen Anforderungen gerecht geworden wäre. Die Entwicklungsgruppe wandte sich daher einer völligen Neukonstruktion mit dem Projektnamen TTP zu. Eine erste Modellstudie entstand 1964, einige weitere folgten im Jahr darauf, unter anderem eine im Maßstab 1:5, mit der hauptsächlich Windkanalversuche durchgeführt wurden. Anschließend wurde ein 1:1-Rumpfvorderteil mit Cockpit für Studien der Instrumentenanordnung gebaut. Ebenfalls entstand ein 1:1-Modell des kompletten Flugzeuges. 1967 wurde durch eine staatliche Kontrollkommission die Fortsetzung des Entwicklungsprogramms genehmigt. Parallel zum Projekt begannen die Arbeiten am Schleudersitz VS-1BRI, dem Schleudersitzsimulator NKTL-29-39, dem Flugsimulator TL-39 und der mobilen Kontrollanlage KL-39.

Den Erstflug führte am 4. November 1968 Chefpilot Rudolf Duchon mit dem zweiten Prototyp X-02 (OK-32) vom Aero-Werksflugplatz aus durch, denn X-01 wurde ausschließlich für Belastungstests am Boden verwendet. Im Dezember war der dritte Prototyp fertiggestellt und in die Erprobung eingefügt. Mit den beiden Maschinen wurden auch im Juli 1971 erste Ausschussversuche mit dem neu entwickelten Schleudersitz durchgeführt. Die X-04 wurde ausschließlich für Materialermüdungsuntersuchungen gebaut, die von Anfang 1970 bis Oktober 1971 im Luftfahrtinstitut Vysočany (VZLÚ) durchgeführt wurden. Beim fünften Prototyp, der erstmals am 23. September 1969 flog, wurden ab 1. Februar 1971 durch das Forschungszentrum Prag-Kbely Eignungstests zur militärischen Verwendung durchgeführt.

Am 28. April 1970 startete der sechste Prototyp X-06 mit dem verbesserten Triebwerk Iwtschenko AI-25TL zum Erstflug. Mit ihm wurden Schieß- und Abwurfübungen von Außenlasten durchgeführt und die fahrbare Kontrollstation KL-39 getestet. X-07 schließlich flog erstmals am 15. Dezember 1970. Er verfügte über alle während der Erprobung durchgeführten Veränderungen und wurde ab Mai 1973 bei den sowjetischen Luftstreitkräften ausgiebig getestet. Er diente als Ausgangsmuster der ersten Serienversion L-39C, die ab Anfang 1974 ausgeliefert wurde und über zwei Außenlastträger für maximal 500 Kilogramm verfügte.

Ende 1972 begann die Erprobung der X-08, die als Ausgangsmuster für die einsitzige Zielschleppversion L-39V diente. Anstelle des hinteren Sitzes verfügte die L-39V über eine Schleppseiltrommel. Das 1700 Meter lange Schleppseil wurde mit Hilfe einer unter dem Rumpf angebrachten Staudruckturbine ausgefahren. Für diesen Verwendungszweck wurde eigens das Schleppziel KT-04 entwickelt. Es hatte eine Länge von 4,9 Metern, eine Spannweite von 5,3 Metern und wog 110 Kilogramm. Normalerweise flog die L-39V bei einem Schleppeinsatz mit maximal 600 km/h und einer Schlepphöhe von 500 bis 2500 Metern. Die LSK der NVA setzten ab 1982 zwei L-39V (taktische Nummern 170 und 171) ein.

Die von 1973 bis 1976 gebauten Prototypen X-09, X-10 und X-11 dienten als Ausgangsmuster für den Waffentrainer L-39ZO und das leichte Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug L-39ZA und schlossen ihre Erprobung 1977 ab. Die L-39ZO verfügte über ein verstärktes Tragwerk und vier Außenlaststationen (Tragfähigkeit außen 250, innen 500 Kilogramm), an denen Bomben von bis zu 500 Kilogramm, Kassettenbehälter UB-16-57 für je 16 ungelenkte S-5-Luft-Boden-Raketen, Kraftstoff-Zusatzbehälter mit 150 Liter (außen) bzw. 350 Liter (innen), gelenkte Luft-Luft-Raketen oder Maschinengewehrbehälter 7,62 oder 12,7 Millimeter mitgeführt werden können. Beim Einsatz als Aufklärer flog die L-39ZO üblicherweise mit einem Kamerabehälter am linken inneren Träger und einem 350-Liter-Zusatzbehälter am rechten.

Die L-39ZA besaß gegenüber der ZO ein verstärktes Fahrwerk und konnte zuzüglich zu den vier Außenträgern mit einer 23-mm-Kanone GSch-23 in einer Gondel unter dem Rumpf ausgestattet werden. Der Munitionsvorrat von 150 Schuss befand sich unter dem hinteren Pilotensitz.

Es entstand noch ein zwölfter Prototyp, der für Materialermüdungs-Langzeitstudien genutzt wurde.

Seit dem Beginn der Serienfertigung entwickelte sich das Flugzeug zum Standardtrainer der Luftstreitkräfte des Warschauer Pakts, ausgenommen Polen. Größter Halter war die ehemalige Sowjetunion; weitere Nutzer waren bzw. sind unter anderem Afghanistan, Ägypten, Bangladesch, Bulgarien, Irak, Kuba, Libyen, Rumänien, Syrien, Thailand, die Tschechoslowakei und Vietnam. Auch bei der NVA der Deutschen Demokratischen Republik standen 54 L-39 beim FAG-25 (Fliegerausbildungsgeschwader) und der ZDK-33 (Zieldarstellungskette) von 1977 bis 1990 im Einsatz.

Insgesamt wurden fast 3000 Stück dieses Flugzeugs gebaut.


Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Aero_L-39

Videos: DE Kampfjet Fliegen mit Jochen Schweizer und MiGFlug

             Acrobatic flight with the Baltic Bees - passenger perspective