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Samstag, 17. Januar 2026

U-Boot Typ XXVII Hecht - Eigenbau 1/144

Der Hecht (Projektbezeichnung Typ XXVII A) war ein während des Zweiten Weltkriegs für die Kleinkampfverbände der deutschen Kriegsmarine in Serie produziertes Kleinst-U-Boot. Sein unbefriedigendes Seeverhalten führte dazu, dass der Hecht nicht zum Fronteinsatz herangezogen wurde. Er fungierte stattdessen als Lehr- und Übungsboot für die künftigen Besatzungen des Kleinst-U-Boots Seehund. Er ist auch nicht identisch mit dem Steinhuder Hecht.  


 

Der Hecht entstand als Amtsentwurf des U-Boot-Konstruktionsbüros des OKM vor dem Hintergrund des erfolgreichen britischen Angriffs auf die Tirpitz Ende 1943. Bei diesem Angriff gelangten zwei britische Kleinst-U-Boote des Typs X-Craft durch die Netzsperren der vor Anker liegenden Tirpitz und platzierten zwei Grundminen, die große Schäden am Schlachtschiff verursachten. Dieser Angriff, sowie der Verlust der Scharnhorst am 26. Dezember 1943, führten zur kritischen Prüfung von Einsatzmöglichkeiten und Erfolgschancen hinsichtlich maritimer Kleinkampfmittel seitens der deutschen Kriegsmarine.

Für die Entwicklung des Hecht erarbeitete das OKM eine Forderungsliste mit den Eigenschaften des Kleinst-U-Bootes. So sollte das Boot, bei einer Verdrängung von 7 Tonnen, eine Reichweite von etwa 90 Seemeilen besitzen und eine Haftmine an einem hinter einer Netzsperre vor Anker liegenden Schiff anbringen können. Darüber hinaus sollte es folgende Eigenschaften besitzen:

  • Verzicht auf eine für die Überwasserfahrt geeignete Form
  • Verzicht auf Tauchzellen; der Abtrieb sollte allein durch das Fluten der Regelzellen erzielt werden
  • kleiner Turmaufbau
  • einziehbares Sehrohr mit Abweiser
  • Kreiselkompass mit Umformer

Aufgrund dieser Spezifikationen entstand in der Germaniawerft in Kiel ein erster Prototyp. Dessen Entwurf musste jedoch schon bald an die geänderten Anforderungen des OKM angepasst werden. Dieses forderte nun, dass neben der Attackierung von vor Anker liegenden Schiffen auch eine Bekämpfung fahrender Seeziele auf offener See möglich sein sollte. Dazu sollte das Boot auch für Überwasserfahrten konzipiert werden. Statt des Minenkopfes sollte wahlweise auch ein Torpedo angebracht werden können. Alternativ sollte der Minenkopf auch mit zusätzlichen Batterien ausgestattet werden, um die Reichweite des Bootes zu erhöhen. Der Hecht sollte auch nicht mehr, wie zunächst geplant, von größeren Marineeinheiten in sein Operationsgebiet gebracht werden, sondern selbstständig von jeder offenen Küste aus operieren können.

Der so entstandene Urtyp des Hecht bekam eine zweiköpfige Besatzung. Primärbewaffnung war ein 53,3-cm-Torpedo des Typs G 7e, der mittig unter dem Kiel des Bootes angehängt wurde. Die Haftmine im Bug des Bootes konnte von der Zentrale ausgelöst werden. Versuche mit Sonderteilen, die eine Beförderung von zwei Kampfschwimmern nebst Ausrüstung möglich gemacht hätten, wurden nicht realisiert.

Der Antrieb war ein Elektromotor AEG-AV 76 mit 12 PS. Einige Boote sollen auch einen 75-PS-Hilfslenzpumpen-E-Motor aus den Booten des Typs VII-C erhalten haben.

Der Prototyp wurde von der Schiffsbau-Versuchsanstalt in Hamburg einer Seeerprobung und zu diversen Schleppversuchen herangezogen. Im Gesamturteil wurde festgestellt, dass der Hecht zwar eine befriedigende Unterwasserform aufwies, aber weder mit noch ohne Bugkopf gute Überwasserfahreigenschaften besaß. Veränderte und verlängerte Bugnasen sowie eine profilgünstigere Turmverkleidung brachten keine nennenswerten Verbesserungen. 

Obwohl man sich im OKM über die Schwächen des Hecht im Klaren war, erteilte man der Germaniawerft den Bauauftrag für 50 Boote. Dies war auch der Tatsache geschuldet, dass zu diesem Zeitpunkt mit Ausnahme des Molch und des Biber keine anderen baufertigen Konstruktionen von Kleinst-U-Booten vorlagen. Der Hecht sollte allerdings von vornherein nur als Übungsboot fungieren. Die ersten beiden Boote (U 2111 und U 2112) wurden im Mai 1944 ausgeliefert; im Juni folgte U 2113. Nur diese drei waren mit einem Minenkopf ausgerüstet. Im Juli 1944 wurden sieben Boote und im August 1944 weitere 42 geliefert. Danach wurde die Serienproduktion eingestellt, so dass der Gesamtbestand aus 53 Booten bestand.  

Seine Einstufung erhielt das Kleinst-U-Boot schon während der Bauzeit. Der Hecht war ein plumpes, schlechtes und unmanövrierbares Boot mit katastrophalen See- und Taucheigenschaften. Es wurde zu keiner Zeit seinen Anforderungen gerecht und diente daher nur als Schulungsboot. Seine Weiterentwicklung ebnete den Weg zum Seehund (Typ XXVII B). 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hecht_(U-Boot) 

Video: Kleinkampfverbände der Kriegsmarine – Navy SEALs of the Third Reich (’44 - ’45) 

Erstellt aus Holz, Draht und Karton hat der "Hecht" doch nur relativ simple Formen, die ohne große Probleme in Eigenbau zusammengesetz werden kann. Es ist keine große Kunst, doch sollte man gründlich recherchieren und berechnen, daß man die korrekten Maße im richtigen Maßstab bekommt. 

 























Dienstag, 13. Januar 2026

Einmanntorpedo Neger - Eigenbau 1/144

Der Neger war im Zweiten Weltkrieg ein von der deutschen Kriegsmarine eingesetzter bemannter Torpedo, ein sogenannter „Ein-Mann-Torpedo“. Der Name Neger geht auf den Marinebaurat Richard Mohr als geistigen Vater dieser Waffe zurück.

Entwickelt wurde der Neger ab 1943 von der Torpedoversuchsanstalt Eckernförde. Er bestand aus zwei übereinander angeordneten elektrisch angetriebenen G7e-Torpedos. Im oberen Torpedo gab es ein winziges Cockpit mit einer Plexiglashaube, in dem ein mit Atemgerät und Armbandkompass ausgerüsteter Steuermann Platz hatte, während der untergehängte zweite Torpedo mit einer Sprengladung ausgestattet war.

Das gesamte Fahrzeug war ansonsten unbewaffnet. Über ein einfaches Kimme-Korn-Visier in und vor der Glaskuppel konnte das Ziel angepeilt werden. In geeigneter Entfernung wurde der untere Torpedo ausgeklinkt und lief daraufhin alleine weiter. Der obere Teil konnte abdrehen, um im Falle eines Treffers ausreichend Abstand von der Explosion zu haben. Durch seine geringe Größe konnte das Gefährt nur schwer von feindlichen Ortungsgeräten wie Radar und Sonar erfasst werden. 

Der Neger offenbarte schon bei seinen von Johann-Otto Krieg durchgeführten Testfahrten unzählige Mängel. Dazu zählte in erster Linie, dass die Torpedokombination nicht tauchen konnte. Trotz rascher Umbauversuche konnte dieses Problem nicht zufriedenstellend gelöst werden.

Da die Plexiglashaube über der Wasseroberfläche schwamm, war sie sowohl in der Nacht wie am Tag wie eine markante Leuchtboje weithin sichtbar. Selbst bei fahlem Nachtlicht konnte der Neger durch das sich auf der Haube brechende Licht erkannt werden. Man versuchte deshalb, sich mit einer List zu behelfen: Da die Piloten die Plexiglashaube wegen der Notwendigkeit ihrer eigenen Orientierung nicht verdunkeln konnten, sollten sie bei künftigen Angriffen Attrappen aussetzen, die nur aus einer runden Plexiglaskuppel bestanden, an der ein Gewicht hing, um die Kuppel auf dem Wasser tanzen zu lassen. Den Kuppeln wurde ein Gesicht aufgemalt oder der Inhalt wurde mit einem Gummikopf ausgefüllt. 

Insgesamt wurden im Laufe des Krieges etwa 200 Exemplare hergestellt. Im März 1944 stand das erste Versuchsexemplar zur Erprobung bereit. Da der Neger nicht bzw. in späteren Bauausführungen kaum tauchfähig war, wurden die Einsätze ausschließlich bei Nacht durchgeführt. Der erste reguläre Einsatz erfolgte im April 1944, als 37 Einheiten beim Seekampfeinsatz im Raum Anzio-Nettuno gegen alliierte Schiffe eingesetzt wurden. Dabei löste keines der eingesetzten Ein-Mann-Torpedos seinen Torpedo. Außerdem geriet ein Exemplar in die Hände der Alliierten, die dadurch gewarnt waren.

Im Juli und August des Jahres 1944 brachten Einsätze an der Normandieküste gegen an der Operation Overlord teilnehmende Schiffe der Alliierten mehr Erfolg. Der Kreuzer ORP Dragon, der Zerstörer HMS Isis sowie einige andere kleinere Kriegsschiffe wurden schwer beschädigt oder versenkt. Dem Obergefreiten Walter Gerhold wurde für die angebliche Versenkung von ORP Dragon am 6. Juli 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen (tatsächlich wurde Dragon am 8. Juli durch Oberfähnrich zur See Karl Heinz Potthast irreparabel beschädigt und am 20. Juli als Wellenbrecher selbstversenkt).

Etwa 80 Prozent der Besatzungen kamen bei Einsätzen dieser Ein-Mann-Torpedos ums Leben, meist durch Ersticken, technische Probleme oder feindliches Abwehrfeuer. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neger_(bemannter_Torpedo)

Videos: Der Erfolgreichste 1-Mann Torpedo Fahrer Walter Gerhold - Dokumentation 

             Neger - German Human Torpedoes and their FANATIC Pilots in WW2 (’44 - ’45) 

             German Human Torpedoes - Normandy 1944 

Ich nahm mir das Modell des Einmanntorpedo Neger 1/72 als Vorbild und berechnete die Maße im Maßstab 1/144. Aus Gußästen und Plastikresten entstand so das kleine Neger-Modell. Um diesem einen entsprechenden Rahmen zu geben setzte ich es in ein Minidiorama.






















 

Montag, 20. Oktober 2025

Sputnik - Eigenbau 1/72

Sputnik [ˈʃpʊtnɪk, ˈspʊtnɪk] (russisch Спутник für Weggefährte, Begleiter, in astronomischer Bedeutung Trabant und Satellit) war der Name der ersten zehn sowjetischen Satelliten, die eine Erdumlaufbahn erreichten. Sputnik 1 war am 4. Oktober 1957 der erste künstliche Erdsatellit und gilt als Beginn der sowjetischen Raumfahrt. Er löste in der westlichen Welt den sogenannten Sputnikschock aus.

Das Wort Sputnik gehört zu den "100 Wörtern des 20. Jahrhunderts" und ist in einigen (insbesondere osteuropäischen) Ländern ein Synonym für Satellit. Nach Sputnik 10 wurde der Name nicht mehr zur Benennung von Erdsatelliten, sondern nur noch zur Bezeichnung von im Erdorbit gestrandeten Raumsonden verwendet. 

 

Bei den Vorbereitungen für das Internationale Geophysikalische Jahr kündigte der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower am 29. Juli 1955 die Beauftragung für einen Erdsatelliten an. Die Sowjetunion reagierte nur vier Tage später mit der Ankündigung eines ähnlichen Programms.

Schon am 4. Oktober 1957 – für die westliche Welt unerwartet schnell – startete die Sowjetunion vom Kosmodrom Baikonur aus den kugelförmigen Satelliten (Durchmesser 58 cm) Sputnik 1 mit Hilfe der gleichnamigen Rakete, einer leicht modifizierten Interkontinentalrakete vom Typ R-7. Der 83,6 kg schwere Erdtrabant enthielt ein Thermometer und einen Funksender, der 21 Tage aktiv war und ein Kurzwellensignal (20,005 MHz und 40,003 MHz) ausstrahlte. Damit wollte man beweisen, dass es möglich ist, künstliche Objekte im Weltraum zu orten. Sputnik bewegte sich auf seiner Umlaufbahn zunächst in etwa 96 Minuten einmal um die Erde. Er verglühte 92 Tage nach dem Start, als er wieder in tiefere Schichten der Erdatmosphäre eintrat.

Die piepsenden Signale des Sputniks konnten in aller Welt empfangen werden. In Deutschland hörte die dpa als Erste die Signale des Satelliten, danach die Volkssternwarte Bonn. Noch am 5. Oktober zeichnete der WDR eine Sendung vor Ort auf, inklusive sehr klarer Sputnik-Piepser. In der Nacht zum 7. Oktober 1957 gelang es Heinz Kaminski, dem Leiter der Sternwarte Bochum, die Signale des Sputnik 1 über dem Ruhrgebiet zu empfangen. Es hält sich die (lokale) Geschichte, dass er direkt nach dem Start als einziger oder als einer der ersten außerhalb des sowjetischen Territoriums die Signale empfangen habe. An der Schulsternwarte Rodewisch (Sachsen) wurde der Sputnik am 8. Oktober 1957 erstmals mit Hilfe eines Fernglases gesehen. Dort entstand am 13. Oktober 1957 auch die erste Fotografie der Trägerrakete von Sputnik 1. 

Die Erkenntnis, dass die Sowjetunion zum Start des ersten künstlichen Erdsatelliten in der Lage war, löste im Westen ein immenses Bedrohungsgefühl aus: Sputnik schien zu bedeuten, dass die USA mit Interkontinentalraketen von der Sowjetunion aus erreichbar wären. Dieses auch als Sputnikschock bezeichnete Phänomen führte in Folge zur Gründung der NASA und zu Umstrukturierungen und verstärkten Anstrengungen im Bildungsbereich der westlichen Industrienationen. Als der erste amerikanische Satellit Explorer im Januar 1958 nach einer Reihe von Fehlschlägen endlich erfolgreich in den Orbit gelangte, gaben ihm ostdeutsche Beobachter gelangweilt den Übernamen „Spätnik“.

Weitere Sputnik-Missionen

Insgesamt startete die Sowjetunion zehn Sputniks, den letzten am 25. März 1961, nur 18 Tage vor dem Flug von Juri Gagarin. Alle Starts erfolgten vom Kosmodrom Baikonur aus unter Verwendung von umgerüsteten Interkontinentalraketen, die ab Sputnik 4 mit einer zusätzlichen Raketenstufe versehen wurden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sputnik 

Videos: 60 Jahre „Sputnik 1“ 

             Raumfahrt: Der Start des Sputnik schrieb vor 60 Jahren Geschichte 

             ESA Euronews: Sputnik - mehr als bloß ein Satellit 

 

Der Bau des Sputnik war nicht besonders kompliziert - ich hatte eine Kugellagerkugel, die die richtige Größe hatte und die vier Antennen wurden dem Maßstab entsprechend zugeschnitten und angeklebt.

 












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