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Mittwoch, 8. Oktober 2025

Boeing B.247 Airliner - Williams Bros. INC 1/72

Die Boeing 247 war ein mittleres US-amerikanisches Verkehrsflugzeug der 1930er-Jahre des Flugzeugherstellers Boeing. Das ab Mitte 1932 gebaute zweimotorige Flugzeug gilt als eines der ersten modernen Flugzeuge seiner Art und bot neben drei Besatzungsmitgliedern Platz für zehn Passagiere.  

 

Der Erstflug der Maschine erfolgte am 8. Februar und die Zulassung am 16. März 1933, wobei es keinen Prototyp im eigentlichen Sinne gab. Nur zwei Monate später wurde die erste Maschine an United Air Lines ausgeliefert. Am 10. Oktober 1933 explodierte eine Maschine (Luftfahrzeugkennzeichen NC13304) auf dem United-Air-Lines-Flug 23 durch eine Nitroglycerin-Bombe im Gepäckraum in der Luft. Dieser Flugzeugabsturz ging damit als erster Bombenanschlag der zivilen Luftfahrtgeschichte in die Statistik ein, dessen Hintergrund nie geklärt wurde.

Obwohl die B.247 für ihre Ära ein außerordentlich fortschrittliches Flugzeug war, blieb ihr der wirtschaftliche Erfolg versagt. Grund dafür war ein Vertrag, der dem Erstkunden United Air Lines für einen längeren Zeitraum das Monopol auf diesen Flugzeugtyp garantierte. Das anfangs lukrativ erscheinende Geschäft erwies sich jedoch als Eigentor für Boeing, nachdem potentielle Kunden ab 1934 die mittlerweile weit modernere und konstruktiv überlegene Douglas DC-2 und später die DC-3 bestellten.

Insgesamt wurden nur 75 Exemplare der B-247 gebaut, von denen 70 bei United Air Lines eingesetzt wurden. Darunter waren 61 Maschinen der ersten Baureihe. Das erste Exemplar verblieb bei Boeing und wurde nach Aufkommen der Konkurrenz in Form der DC-2 zur B-247E (dem Prototyp der folgenden B-247D) modifiziert. Ein Einzelstück blieb auch die B-247A, ein Geschäftsreiseflugzeug mit luxuriöser Kabine für sechs Passagiere, welche auch der Erprobung der Twin-Wasp-Triebwerke diente und 1947 verschrottet wurde. Die B-247D erhielt aufgeladene und verkleidete Motoren vom Typ P & W Wasp S1H1-G, Verstellpropeller und anstelle der Cockpitverglasung mit nach vorn geneigten Fenstern eine aerodynamisch optimierte. Die Zulassung erfolgte am 11. Oktober 1934. Trotz dieser Verbesserungen wurden nur 13 Stück zu einem Listenpreis von 69.000 Dollar gebaut, wobei United 33 Stück seiner Maschinen auf den D-Standard umrüsten ließ.

Die Deutsche Lufthansa kaufte 1934 zwei Maschinen (Kennzeichen: D-AGAR und D-AKIN). Ab August 1934 wurde die D-AKIN von der Erprobungsstelle Rechlin als Erprobungsträger für Kurssteuerungen eingesetzt. Am 24. Mai 1935 wurde die D-AGAR in Nürnberg am Boden durch ein Flugzeug der Air France beschädigt und verschrottet, die D-AKIN stürzte am 13. August 1937 beim Start in Hannover-Vahrenwald auf dem Rückflug nach Rechlin ab.

Gegen Ende der 1930er-Jahre waren die Maschinen bereits veraltet. 27 Stück wurden im Zweiten Weltkrieg für zwei Jahre als C-73-Transporter beschlagnahmt und dienten anschließend teilweise bis in die 1960er-Jahre als Frachtflugzeuge und mit der Bezeichnung B-247Y als militärisches Testflugzeug. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_247 

Videos:  Guided tour around the world's first 'modern' airliner. The Boeing 247.

              Boeing247 | Flugsimulator-Vorstellung der Boeing 247/247D | Daten und Fakten 

 

Ein herrliches Modell, das allerdings viele Details vermissen lässt. Ich habe so zb. sämtliche Blechstöße und Nieten nachgraviert und eine umfangreich detaillierte Inneneinrichtung nachgebaut. Auch die Motoren wurden ausgiebig detailliert, sowie die Ladeluken im Rumpf und in der Nase geöffnet. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich bei der Klarlackierung keinen Test vorab gamacht habe, und so hat mir der Klarlack doch ganze Flächen aufgezogen und gekräuselt. Leider passiert sowas nicht sofort beim Lackieren, sondern erst einige Zeit später - und ich habe mich massiv geärgert. Aber man lernt ja aus Fehlern . . . 

 














Soweit die Inneneinrichtung, die doch erheblichen Aufwand bereitete. Da ich auch die Fenster mit dünnem Plastik ersetzte sieht man auch etwas von dem Innenraum. Auch wurden einige Figuren dazugestaltet, damit das Modell etwas an Leben gewinnt.
 































 

                              Danke für's Anschauen - Thanks for Watching

Donnerstag, 29. August 2024

Boeing X-20 Dyna-Soar & Titan III (Stufe1) - AMP & Scratchbau - 1/72

Dyna-Soar (abgeleitet von englisch dynamic soaring ‚dynamischer Gleitflug‘, ausgesprochen wie dinosaur ‚Dinosaurier‘) war ein Projekt der US Air Force (USAF) mit dem Ziel, einen Raumgleiter zu entwickeln, der sowohl als Aufklärer und Bomber als auch für Rettungseinsätze, Satelliten- oder Raumstationswartung oder -erweiterung und Sabotage feindlicher Satelliten hätte genutzt werden können und basierte auf den Grundlagen von Eugen Sänger und seinem projektierten Silbervogel. Der auch als X-20 bezeichnete, 10,77 Meter lange und 6,34 Meter breite Flugkörper sollte eine Besatzung von einem Mann haben. Als Trägerrakete für orbitale Flüge war eine Titan III vorgesehen. Die Trägerrakete sollte den Raumgleiter auf 160 km Höhe transportieren.  


Das Projekt begann 1957 mit der Zusammenführung von vorausgegangenen Forschungen unter anderem bei der Bell Aircraft Corporation, wo Walter Dornberger tätig war, welcher schon 1952 das Konzept vorgeschlagen hatte und es unter dem Namen BOMI oder ROBO (Rocket Bomber) weiter verfolgt worden war. Mitte Juni 1958 gab die Luftwaffe den Vertrag mit Boeing und Lockheed Martin bekannt sowie eine Finanzierung von etwa 150 Millionen Dollar für den ersten Prototyp. Ab November 1958 beteiligte sich auch die NASA an der Entwicklung.

Die Planung der Testflüge im Jahr 1960 sah zuerst Höhenabwürfe durch B-52-Bomber vor. Danach hätten fünf unbemannte sub-orbitale Flüge stattfinden sollen, gefolgt von elf bemannten Flügen, bei welchen vorerst Sensoren, Navigation, aber auch schon Rendezvous-Systeme erprobt worden wären, danach weitere militärische Systeme sowie eine Satelliteninspektion. Das Programm sollte in drei Stufen durchgeführt werden, einem Rettungsgleiter (Dyna-Soar I), einem Aufklärungsgleiter (Dyna-Soar II) und einem strategischen Bomber (Dyna-Soar III). Erste Gleitflüge für Dyna-Soar I sollten 1963 durchgeführt werden, der strategische Bomber Dyna-Soar III sollte 1974 voll funktionsfähig sein.

Bis 1961 beanspruchte die Air Force die Führung des amerikanischen Weltraumprogramms. Sie rückte aber bis zu diesem Zeitpunkt wesentlich von der noch 1958 beabsichtigten Stationierung von Waffen ab und 1962 war vor dem US-Kongress von verbesserter Zusammenarbeit mit der NASA und einer friedlichen Nutzung des Weltraums die Rede, für die sich Präsident Eisenhower schon 1958 ausgesprochen hatte; eine Verwendung als Bomber war damit schon zu jenem Zeitpunkt aus den Rängen gefallen.

Ab Februar 1962 kam es zu einer Neuorientierung weg von einem operationellen System zu einem Versuchsprogramm und zur offiziellen Umbenennung des Programms in X-20. Das Problem der zuvor nicht wirklich definierten (militärischen) Mission verlagerte sich dabei auch in ein Größenproblem, da die Dimensionen zur Versorgung einer Raumstation sehr knapp schienen. So stellte sich mehr und mehr die Frage, ob das Geld richtig ausgegeben würde. Am 20. September 1962 wurde zum Jahresbericht der Air Force die Zusammenarbeit mit der NASA (wie im Projekt X-15) und der Forschungsschwerpunkt betont, weg von einem spezifisch militärischen Potenzial. Im September 1963 wurden bei einem Wiedereintrittstest neuartige Materialien und Legierungen getestet.

Das Projekt wurde 1963, nachdem es 660 Millionen US-Dollar gekostet hatte, beendet, da alle Raumfahrtkapazitäten im Mondlandeprogramm, respektive dem zur Vorbereitung dienenden Gemini-Programm zusammengeführt werden sollten. Die Ergebnisse des Programms sind in den 1970ern in das Space-Shuttle-Programm eingeflossen. Die US Air Force begann ihrerseits mit den Arbeiten am Manned Orbiting Laboratory (MOL). 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dyna-Soar

Videos: Boeing X-20 Dyna-Soar Promo Film - 1962 

             The Boeing X-20 Dyna-Soar Spaceplane Launching on a Titan IIIC concept

            Boeing X-20 Dyno-Soar - A Short History 

 

Der Bausatz ist - wie alle Kleinserienmodelle - eher was für "Selberschnitzen für Fortgeschrittene". Es sind viele filigrane Teile vorhanden, die aber aufgrund von Gießgraten aufwendig "herausgeschnitzt" werden müssen - oder man fertigt sie gleich selber neu an, was eine bessere Qualität ergibt. Es ist aber dennoch ein sehr hoch detailliertes Modell das trotzdem viel Spaß beim Bauen bereitet, auch wenn so Einiges nachgeschliffen werden muß. Ich habe - da ja das Verbindungsstück zur Titan III-Rakete vorhanden ist - die erste Stufe dieser Rakete in scratchbauweise selbst hergestellt. Dem Bausatz liegen zwei Cockpithauben bei - einmal mit geöffneten Fenstern und das Andere mit dem Hitzeschutz vor den Fenstern. Ich verwendete das mit den freien Fenstern und fertigte den Hitzeschutz aus dicker Alufolie her, so daß man sie abnehmen und wieder aufsetzen kann. 


So in etwa kann man sich das vorstellen - und so war es ja auch im Original geplant. Es ist ein sehr schöner Blickfang für die Vitrine geworden - finde ich .







































Danke für's Interesse und für's Anschauen - hab noch eine schöne Zeit