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Dienstag, 27. Juli 2021

RDS-3 Marya (Joe-3) Soviet atomic bomb - A-model 1/72

RDS-3 (russisch: РДС-3 für Реактивный Двигатель Специальный, Reaktiwny Dwigatel Spezialny, auch „Objekt 501M“) ist die Bezeichnung einer sowjetischen Kernwaffe.

 

Die sowjetischen Atombomben RDS-1 und RDS-2 basierten auf Plutonium. Da sich mit diesem Prinzip nur eine relativ geringe Sprengkraft erreichen ließ, forcierte die Sowjetunion die Uran-Anreicherung. Als hochangereichertes Uran verfügbar wurde, begann das Entwicklungsbüro KB-11 um Juri Borissowitsch Chariton die RDS-3 zu entwickeln. Die Bombe enthielt 7 kg hochangereichertes Uran und 3,5 kg Plutonium.

Am 18. Oktober 1951 um 9:52 Uhr wurde mit diesem Typ erstmals in der Sowjetunion der Einsatz einer solchen Waffe vom Flugzeug aus getestet. Sie wurde aus einer in 10 km Höhe fliegenden Tu-4A der 72. selbständigen Bomberstaffel über dem Atomwaffentestgelände Semipalatinsk abgeworfen und explodierte in 380 m über Grund. Die Bombe entwickelte eine Sprengkraft von 42 kt-TNT. Das Flugzeug wurde von Kapitän Konstantin I. Oosachow und Kopilot Wassili I. Koorejew gesteuert. Zur Sicherheit begleiteten eine weitere Tu-4 mit einer Attrappe einer FAB-1500HE Bombe und zwei Lawotschkin La-11 die Tu-4A bis in die Nähe des Abwurfplatzes. Die zweite Tu-4 sollte, wenn die Zielsysteme des mit der Atombombe bewaffneten Flugzeugs versagen sollten, die Führung übernehmen. Mit Hilfe einer Reihe von tonmodulierten Funksignalen an die Tu-4A und dem Abwurf der Bombenattrappe sollte der genauen Abwurfort und -zeitpunkt an diese übermittelt werden.

Dieser erste erfolgreiche Nukleartest unter realen Einsatzbedingungen bewog die sowjetische Führung, die Serienfertigung der RDS-3 unverzüglich anlaufen zu lassen und die Umrüstung einzelner Tu-4 zu Kernwaffenträgern zu beschleunigen. Bis März 1952 wurden drei RDS-3 produziert. Die Serienfertigung der RDS-3 begann im Jahr 1953 mit etwa 20 Stück pro Jahr. Die RDS-3I war eine weiterentwickelte Version der RDS-3 mit einem externen Polonium-210-Beryllium Neutroneninitiator, welche die Sprengkraft der Bombe durch eine bessere zeitliche Abstimmung der Kettenreaktion verstärken sollte. Der erste Test dieser Version erfolgte am 23. Oktober 1953, wobei eine Sprengkraft von 62 kt gemessen wurde. Die RDS-3T war eine modernisierte Version der RDS-3.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/RDS-3

Video: RDS-3 Soviet atomic bomb test (1951) 

Der Bausatz ist für dieses doch kleine Modell sehr umfangreich. Es liegen zwei fotogeätzte Platinen mit kleinsten Teilen bei, die erst einmal aufgeklebt sein wollen - meine Pinzetten waren sämtlich zu dick.  Für A-model sind die Spritzlinge sehr sauber und filigran und auch die Gußäste sind nicht überdimensioniert dick ausgefallen. Also für A-model ein sehr hervorragend gelungener Bausatz.


 


















Dienstag, 18. Mai 2021

PZL P-104 Wilga - A-model 1/72

Die PZL-104 Wilga (Pirol) ist ein einmotoriges polnisches Mehrzweckflugzeug der Państwowe Zakłady Lotnicze (Staatliche Luftfahrt-Werke) mit STOL-Fähigkeit. Genutzt wird sie unter anderem als Agrar-, Sanitäts-, Reise-, Schlepp- und Schulflugzeug. 

 


Vorgängermodell war die PZL-101 Gawron (Saatkrähe), die wiederum auf der in Polen in Lizenz produzierten Jak-12M basierte. Die Entwicklung wurde von Bronisław Żurakowski durchgeführt, der Erstflug des Prototyps Wilga 1 erfolgte am 24. April 1962.

Die ersten Serienmodelle waren noch mit 6-Zylinder-Boxermotoren ausgestattet und wurden unter der Bezeichnung Wilga 2 produziert. Es folgte die mit Sternmotor ausgerüstete Wilga 3, die am 2. Dezember 1965 erstmals flog.

1967 wurde das Modell noch einmal überarbeitet und mit einem 9-Zylinder-Sternmotor AI-14R von Iwtschenko Progress ausgerüstet. Dieser als Wilga 35 bezeichnete Typ erschien in den größten Stückzahlen und flog erstmals am 28. Juli 1967. Bis 2008 wurden 997 Wilgas hergestellt und in 18 Länder exportiert. Indonesien produzierte das Flugzeug als „Gelatik“ in Lizenz.

In der DDR wurden 81 Exemplare der Version Wilga 35A ab 1971 hauptsächlich von der Gesellschaft für Sport und Technik zum Absetzen von Fallschirmspringern, als Schleppflugzeug für Segelflugzeuge und bei Präzisionsflug-Meisterschaften eingesetzt. Zwei Wilgas flogen 1981 kurzzeitig bei der Volkspolizei, fünf wurden vom Betrieb Agrarflug der Interflug eingesetzt. Als Einzelflugzeug war die Wilga übermotorisiert, als Schleppflugzeug für bis zu zwei Segelflugzeuge besaß sie aber hervorragende Sicherheitsreserven bei der Motorleistung. Mit der Wilga können auch vereinzelt drei einsitzige Segelflugzeuge (Troika-Schlepp) bei Veranstaltungen geschleppt werden. Dabei erreicht sie allerdings die Belastungsgrenze. Von seinen Piloten wurde das Flugzeug gerne als aerodynamischer Streuselkuchen bezeichnet, der alle dahingehenden Unzulänglichkeiten mit schierer Motorleistung kompensierte. 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/PZL-104

Video: PZL-104 Wilga - Para weekend 


 
























Samstag, 27. März 2021

Rutan Voyager - A-model 1/72

Die Voyager (Kennzeichen N269VA) ist ein von Burt Rutan entwickeltes Rekordflugzeug, das auf extreme Reichweite ausgelegt ist. Mit ihm gelang die erste Weltumrundung in der Luft ohne Nachzutanken. Das Flugzeug wurde in Mojave, Kalifornien innerhalb von fünf Jahren gebaut. Der Erstflug fand am 22. Juni 1984 statt. Die Maschine ist heute im National Air and Space Museum in Washington, D.C. ausgestellt. Das Modell hängt derzeit in der Abflughalle vom Seattle International Airport.

Der zweimotorige Mitteldecker in Canard-Auslegung ist für zwei Piloten ausgelegt, die sich während des Fluges abwechseln können. Zu Beginn des Fluges arbeiteten beide Triebwerke. Mit Abnahme der Kraftstoffmenge und damit des Flugzeuggewichtes war dann vorgesehen den vorderen Motor abzustellen.

Das Flugzeug besteht hauptsächlich aus CFK mit einem Kern aus Hexcel HexWeb Honeycomb, einer Sandwichstruktur mit Wabenkern. Mit dieser Bauweise wurde fast jedes Teil des Flugzeugs als Treibstofftank ausgebildet. Das Fahrwerk verfügt aus Gewichtsgründen lediglich über eine manuelle Betätigung. Zur Navigation war das Flugzeug mit einem Omega-Navigationsgerät sowie einem Global-Positioning-System-Empfänger ausgestattet. Dieser konnte jedoch aufgrund noch nicht gestarteter Satelliten nur ca. vier Stunden am Tage benutzt werden. Zusätzlich war ein Wetterradar in der Nase des rechten Auslegers installiert. 

Der Bruder des Konstrukteurs, Dick Rutan, und Jeana Yeager starteten am 14. Dezember 1986 um 08:01 Ortszeit von der Edwards Air Force Base mit diesem Flugzeug zur ersten Nonstop-Weltumrundung ohne Auftanken und Zwischenlanden. Sie flogen in neun Tagen, drei Minuten und 44 Sekunden eine Strecke von 42.120 Kilometern, wobei die FAI nur 40.212 Kilometer der Strecke anerkannte. Nach Ende des Rekordflugs verblieben noch lediglich 32 l Treibstoff im Haupttank.

Durch Fehler (zu niedrig eingestelltes Bugfahrwerk, zu stark aufgepumptes Hauptfahrwerk) wurden die Tragflächenenden beim Start zur Weltumrundung auf die Startbahn gedrückt und beschädigt. Die ebenfalls beschädigten Winglets wurden noch in den ersten Stunden des Rekordfluges kontrolliert durch einen Sideslip abgeschert. Durch die große Streckung der Tragflächen hatte dies zwar keine kritische Verkürzung der Reichweite zur Folge, führte jedoch zu Treibstoffverlust. Zudem kam es zu einigen Zwischenfällen, z. B. defekte Kurskreisel, Schaumbildung im – damals noch neuen – überhitzten Synthetiköl. Das gerade laufende Triebwerk blieb aufgrund eines nicht erkannten leeren Tanks beim Umpumpen des Treibstoffes in den Haupttank stehen. Während des Fluges musste dann auch eine Treibstoffpumpe getauscht werden.  

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rutan_Voyager

Videos: Rutan Voyager - Take off

             Voyager, flying nonstop around the earth - 1986