Die
Kawasaki Ki-48 war das wichtigste leichte Bombenflugzeug Japans zu Beginn des Zweiten Weltkrieges. Es wurde während des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges 1940 zum ersten Mal eingesetzt.
Das Projekt „Lily“, wie der Bomber bei den Alliierten hieß, wurde Ende 1937 auf Nachfrage der japanischen Armee aufgenommen. Kawasaki
bekam den Auftrag, einen Schnellbomber zu entwickeln, der in 3000
Metern Höhe eine Geschwindigkeit von 480 km/h erreichen und fähig sein
sollte, in zehn Minuten auf 5000 Meter Höhe zu steigen. Inspiriert wurde
man dabei von dem sowjetischen Schnellbomber Tupolew SB-2. Bei der Entwicklung der Ki-48 kamen dem Hersteller die Erfahrungen beim Bau der Ki-45
zugute. Bei der Planung traten diverse technische Probleme auf, die
jedoch großteils behoben wurden. Der Bomber blieb allerdings sehr
defektanfällig.
Die Ki-48 konnte eine Bombenlast von lediglich 400 kg transportieren (weniger als beispielsweise der zeitgleiche Jagdbomber Typhoon)
und war mit nur drei Maschinengewehren ausgerüstet. Das machte sie für
feindliche Jäger sehr verwundbar. Bei ersten Kampfhandlungen mit
amerikanischen Flugzeugen verlor die kaiserliche Armee einen Großteil
der Maschinen. Auch ließen die Flugeigenschaften der Ki-48 zu wünschen
übrig. Sie waren langsam und schwerfällig und trotz ihrer mangelhaften
Panzerung relativ schwer und daher nicht leicht zu manövrieren. Das
darauffolgende Modell, die
Ki-48-II (April 1942), sowie die
Ki-48-IIc
(1943) konnten nur wenige Neuerungen vorweisen. Die vierköpfige
Besatzung hatte alle Hände voll zu tun, während des Bombenabwurfs die
Maschine in der Luft zu halten und trotzdem Treffer zu erzielen. Diese
Maschine muss nicht unbedingt als Misserfolg gelten – sie war eher der
gescheiterte Versuch, einen effektiven Bomber zu produzieren, der dem
Feind Paroli bieten konnte.
Quelle :
https://de.wikipedia.org/wiki/Kawasaki_Ki-48