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Mittwoch, 15. Oktober 2025

Handley Page H.P.42 - Contrail Vacu-Kit 1/72

Die Handley Page H.P.42 und H.P.45 waren viermotorige britische Langstrecken-Passagierflugzeuge, die ab 1931 im Dienst waren.  

 

Entworfen wurden sie für die Imperial Airways bei Handley Page im Radlett Aerodrome in Hertfordshire. Die H.P.42 waren für Routen in Asien und Nordafrika vorgesehen und die H.P.45 für innereuropäische Flüge. Die H.P.45 hatte auch die Bezeichnung H.P.42W (W für Western) und die H.P.42 die Bezeichnung H.P.42E (E für Eastern). Da einige Flugzeuge während ihres Einsatzes auch die Rollen tauschten, wurde die Werksbezeichnung H.P.45 in der Praxis nicht verwendet. Die H.P.42E und H.P.42W unterschieden sich von außen nicht. Neben der leicht variierenden Aufteilung des Passagierraumes waren lediglich die Motoren im Auslieferungszustand unterschiedlich: Bristol Jaguar Major (später Bristol Jupiter) für „E“ und Bristol Jupiter für „W“.

Die H.P.42/45 waren sehr bekannte Flugzeuge der Imperial Airways, bevor die Airline später auf Flugboote setzte. Es wurden insgesamt acht Maschinen gebaut, die alle einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben „H“ bekamen (z. B. Hanno). Ein Flugzeug verbrannte 1937 in einem Luftschiffhangar. Die restlichen Maschinen wurden im Zweiten Weltkrieg von der Royal Air Force verwendet. Im zivilen Flugbetrieb gab es keine Toten, aber bis 1941 waren alle Maschinen zerstört bzw. verschrottet. 

Der Erstflug der G-AAGX Hannibal erfolgte am 14. November 1930. Am 11. Juni 1931 begann der reguläre Flugbetrieb nach Paris.

H.P.42E:

Die H.P.42E wurden für Langstreckenflüge nach Afrika und Indien eingesetzt. Sie waren in Kairo stationiert.

  • G-AAGX Hannibal, verloren über dem Golf von Oman am 1. März 1940 mit acht Toten
  • G-AAUC Horsa
  • G-AAUD Hanno
  • G-AAUE Hadrian

H.P.42W/H.P.45:

  • G-AAXC Heracles
  • G-AAXD Horatius
  • G-AAXE Hengist, später verwendet in Asien, verbrannt am 31. Mai 1937 in Karatschi
  • G-AAXF Helena

H.P. 43

  • Dreimotorige Variante, die als Bomber und Transporter entsprechend der Air Ministry Specification C.16/28 vorgesehen war. Eine Maschine wurde 1930/31 gebaut.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Handley_Page_H.P.42

Videos: Splendid Biplane Airliners! The Handley Page 42/45 And Short Scylla 

             Handley Page H.P.42 

             Handley Page H.P.42 originalfilm 

 
Die Handley Page H.P.42 von Contrail ist ein sogenannter Vacu-Bausatz. Das heißt, daß Rumpfhälften, Tragflächen und das, was an Inneneinrichtung beiliegt, aus tiefgezogenem Plastik besteht. Die Motoren und Propeller sind aus Weißmetall (Zinn) gegossen, die Reifen sind aus weichem Gußplastik und die Streben aus Resin-Formteilen. Wer schon mal einen Vacu-Bausatz gebaut hat, der weiß, daß das im Prinzip "Selberschnitzen für Profis" ist. 
   Man schneidet also erst mal alle Teile vorsichtig aus - hurra ! Das Plastik war durch die lange Lagerungszeit extrem spröde und zerbrach mir unter den Fingern in tausende von Bröseln. Ich bin kein Spachtel-Spezialist, aber hier kam ich nicht drumrum. Dann alle Teile vorsichtig schleifen und versuchen anzupassen, was teilweise Abweichungen von 2-3 mm ergab. Die Fenster ausschneiden und und und . . . 
   Da die Inneneinrichtung doch von Flugzeug zu Flugzeug variierte, entschied ich mich gleich von Anfang an, daß ich diese scratch selberbauen würde. Auch die vielen Details, die im Kit gar nicht enthalten sind, wie Auspuffe etc. wurden von mir scratch gestaltet. Durch die - mit klarem Plastik gestalteten Fenster - kann man gut in den Innenraum sehen, und auch durch die geöffneten Notausstiege sieht man die Kabinen sehr gut. Da auch alle Türen offen dargestellt wurden, sieht man sehr gut von vorne durch das Cockpit bis hinter in die Passagierkabinen. Durch die geöffneten Ladeluken sind auch die Gepäckabteile gut einsehbar. 
   Die Rumpfteile, die im Original aus Wellblech gefertigt wurden, habe ich mit Alufolie beklebt. Tragflächen und das hintere Rumpfteil waren aus silberbemaltem Sperrholz, weshalb ich dies mit Alufarbe gebrusht habe. Die vorderen Triebwerksgondeln sowie einige andere Teile erhielten gealtertes Aluminium - quasi Alufolie, die durch Eierschalenkochen einen leichten Goldbronzeschimmer bekamen. 
   Alles in Allem - eine "einmalige" Arbeit, die ich so nicht gewillt bin, nochmals zu wiederholen. Ich habe gelesen, daß andere Modellbauer bis zu 1 1/2 Jahre an diesem Bausatz gesessen sind - ich habe das doch etwas schneller geschafft, dafür aber auch nicht so "schön" und "perfekt". Dennoch ist dieses "Monster" ein absolutes Highlight in jeder Vitrine, und da es nicht so viele Bausätze der Handley Page H.P.42 gab - und sich viele Modellbauer vor dier immensen Schinderei scheuten/scheuen, gibt es auch nicht allzuviele gebaute Modelle.

 
 
 
Die Toilettentüren von der Innenseite gesehen - leider sieht man davon im Modell kaum etwas davon - man kann es aber dennoch erahnen . . . 
 
 
 
 
Die linke Rumpfhälfte von Innen - hier sieht man die Fenstersektionen mit den Gardinen, auch den hinteren Passagiereinstieg sowie den vorderen Piloteneingang. Bei Sichtung von zig Fotos ergab das Bildmaterial, daß nicht jede H.P.42 eine gleiche Innenausstattung hatte - war sie schon bei den H.P.42 und den H.P.45 verschieden, so unterschieden sie sich abermals von Flugzeug zu Flugzeug. Da ich die Hadrian bauen wollte nahm ich auch die Fotos dieser Maschine zur Referenz.

 
Hier sieht man - von links nach rechts - diee vordere passagierkabine, diee beiden Toiletten, das Stewart-Abteil mit der Getränkedurchreiche zur Bar. Rauchen durfte man übrigens in allen Abteilen. Nach der Bar kam das hintere Passagierabteil. Gegenüber den Toiletten ist die blanke Wellblechwand des Gepäckraumes, der bei den Asia- / Afrikamaschinen größer proportioniert war als bei den Europa-Flugzeugen.

 
Der Piloteneinstieg mit der vorderen Passagierkabine. Es ging schon sehr eng dort zu. 

 
Links sieht man das Cockpit und dahinter die Ingeneurskabine. Auch dies war nicht bei allen Flugzeugen gleich gestaltet. 


Hier nochmal die komplette rechte Rumpfhälfte in der Übersicht. Ganz rechts ist der zweite Gepäckraum zu sehen.

 
Sehr schön zu sehen sind hier die Toilettenabteile mit den Waschbecken und Wasserhähnen. Selbst die Toilettenpapierrollen durften nicht fehlen. 

 
Das große Gepäckabteil - getrennt in Postabteil und Gepäckstauraum. Natürlich muß der Gepäckmeister schauen, ob Alles gut verstaut ist. 

Das hintere Gepäckabteil. Hier ist bereits Alles eingeladen und sicher verstaut.



Die Stewart-Kabine mit Schränken, Getränken und Gläsern.  

 
Die Bar mit der Getränkedurchreiche. 

 
Der Schrank mit den Gläsern - alles gut aufgeräumt. 

 
Die ersten Passagiere sitzen schon auf ihren Plätzen, während Weiter an Bord kommen. Eine Mutter versucht ihre beiden herumtobenden Kinder zu bändigen. Anscheinend hat der Junge seine Schwester geärgert . . . .  



 
Das hintere Gepäckteil mit Koffer, Rucksack und Paketen. 























Imperial airways poster hi-res stock photography and images ...

Danke für's Anschauen - thanks for watching


Mittwoch, 28. Dezember 2016

AVRO 685 York - Contrail vacu 1/72

Die Avro 685 York war ein viermotoriges britisches Passagier- und Transportflugzeug. Es gab sowohl zivile als auch militärische Versionen. Die York flog erstmals am 5. Juli 1942.
Die Tragflächen und das Leitwerk stammten von der Avro Lancaster. Da die „York“ einen viel größeren und tieferen Rumpf besaß, musste ein zusätzliches Seitenleitwerk eingebaut werden.


Die erste zivile Variante der York wurde 1944 an BOAC geliefert. Einer der Prototypen war ein fliegendes Konferenzzimmer für Winston Churchill. Das Flugzeug wurde Ascalon genannt und flog Churchill zur Konferenz von Jalta 1945. Andere Yorks wurden von Lord Mountbatten als Vizekönig von Indien benutzt. Weitere Benutzer waren Henry, Duke of Gloucester als Generalgouverneur Australiens sowie Jan Christiaan Smuts, ein südafrikanischer Staatsmann.
Die Royal Air Force nutzte die York für Transportflüge nach Indien. Fünfzig zivile und 208 Maschinen für die RAF wurden gebaut. Viele RAF-Maschinen wurden nach der Ausmusterung als zivile Versionen verwendet. Während der Berliner Blockade flogen die Yorks über 58.000 Einsätze, was etwa die Hälfte der britischen Lieferungen nach West-Berlin ausmachte, der Rest wurde meist mit Douglas DC-3 und Handley Page Hastings geflogen.
Die BOAC verwendete in der Nachkriegszeit die Maschinen für Flüge von Kairo nach Durban, die vorher mit Short-Flugbooten durchgeführt worden waren. Weitere zivile Nutzer in Großbritannien waren unter anderem Eagle Aviation, Dan-Air, British South American Airways und Scottish Airlines. Im Ausland wurde die York unter anderem von Trans Mediterranean Airways, Air Liban und Middle East Airlines aus dem Libanon sowie die argentinische Flota Aérea Mercante Argentina eingesetzt. In Kanada wurde sie von Arctic Wings, Associated Airways, Maritime Central Airways, Pacific Western Airlines, Spartan Air Services und Transair Canada genutzt. Die letzten Maschinen wurden 1964 bei Dan-Air und Skyways außer Dienst gestellt.
Die Militärversionen kamen in Australien, Frankreich, Südafrika und Großbritannien zum Einsatz.

  • Die dem südafrikanischen Premierminister und Feldmarschall Jan Smuts zur Verfügung gestellte York wurde nach seiner Amtszeit von der Tropic Airways für Flugreisen zwischen Johannesburg und Amsterdam bzw. London eingesetzt.
  • Die Avro York „Ascalon“ war eine Konferenzmaschine. Sie sollte eine separate Druckkabine bekommen, um Passagieren wie Winston Churchill das Aufsetzen von Sauerstoffmasken zu ersparen. Das Flugzeug war luxuriös mit Telefon, Bar und kleiner Bibliothek ausgestattet. Die Druckkabine aus Aluminium wurde zwar erfolgreich bei Avro getestet, aber aus Zeitgründen nicht eingebaut. Später sollte sie in das Nachfolgeflugzeug Douglas C-54B eingebaut werden, aber der Vertragspartner Armstrong Whitworth entschied sich schließlich dagegen.
  • Die „Endeavour“ genannte York mit der RAF-Seriennummer MW104 flog 1945 nach Australien und wurde das persönliche Flugzeug des Generalgouverneurs von Australien. Es war die einzige Maschine dieses Typs im Dienst der Royal Australian Air Force.

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/Avro_York

Videos: AVRO YORK - THE EMERGENCY AIRLINER | Things You Might Not Know 

             The British Airliner Collection Aviation History#3 Avro York G-ANTK

Ein Vacu-Bausatz, der es in sich hat. Als ich die York damals baute, hatte ich mit Vacu-Kits kaum Erfahrung, aber ich gab mir alle Mühe. Was ich damals nicht wußte - und diesen gravierenden Fehler sieht man auch heute noch : Vacu-Bausätze, besonders wenn sie so groß sind, brauchen unbedingt einen Tragflächenholm - besser sogar zwei. Ich habe das nicht gemacht, und deshalb hängen die Flügel etwas nach unten. Dennoch ist das ein absoluter Exote in der Vitrine und die York zieht stets die Blicke auf sich.
 
Nachdem die Modelle im Museum zeitweise direkter Sonnenbestrahlung ausgesetzt waren, haben viele arg gelitten. Auch die York blieb nicht verschont : der Rumpf hat siech verzogen und die Klebenähte sind aufgeplatzt. Ich habe, so gut es eben ging, versucht das Modell zu Überarbeiten, aber dennoch konnten nicht alle Schäden korrigiert werden.