Donnerstag, 14. Mai 2015

Boeing B-47 Stratojet - Revell 1/160

Die Boeing B-47 Stratojet war ein sechsstrahliger strategischer Bomber der Zeit des Kalten Krieges aus US-amerikanischer Produktion.


Die Ursprünge der B-47 gehen auf das Jahr 1943 zurück. Damals forderten die US Army Air Forces einen Bomber, der vom amerikanischen Festland aus Deutschland angreifen könnte, falls Großbritannien als Basis ausfallen sollte. Mehrere Hersteller machten zunächst Vorschläge, allerdings konnte offensichtlich keiner überzeugen. Nach der Wende im Kriegsverlauf, die eine britische Niederlage unwahrscheinlich werden ließ, trat die Forderung einer sehr hohen Reichweite zunächst in den Hintergrund. Stattdessen erfolgte die offizielle Ausschreibung für einen Bomber mit einer Höchstgeschwindigkeit von 800 km/h oder mehr. Des Weiteren wurden eine Flughöhe von mindestens 12.200 Metern sowie eine Reichweite von 5600 km gefordert. Da die geforderten Leistungswerte nicht mit einer konventionellen Propellermaschine erreicht werden konnten, wurde General Electric mit der Entwicklung der TG-180-Strahltriebwerke, später als J35 bezeichnet, beauftragt.

Als im April 1944 der Entwicklungserfolg des J35 realistisch erschien, forderte die USAAF Vorschläge von Unternehmen für einen strahlgetriebenen Bomber. Boeing legte als eines von vier Unternehmen zunächst eine Reihe recht konventioneller Entwürfe vor. Diese reichten vom Model 345 mit vier J35 unter B-29-Tragflächen über das Model 413 zum größeren Model 424. Auch dieser Entwurf war im Grunde genommen eine etwas verkleinerte B-29 mit vier Düsentriebwerken. Daraufhin folgte mit dem Model 432 der letzte Boeing-Entwurf mit geraden Tragflächen, wobei die vier Triebwerke im Rumpf untergebracht werden sollten. Ende 1944 erteilte die USAAF Phase-I-Entwicklungsaufträge an alle vier Unternehmen. Im Laufe des Jahres 1945, nach dem Kriegsende in Europa, begannen die USA damit, deutsche Wissenschaftler in die USA zu bringen. George Schairer, damaliger Chef-Aerodynamiker bei Boeing, wertete deutsche Forschungsergebnisse aus Windkanalversuchen aus. Hier sah er Studien über sehr dünne gepfeilte Tragflächen und ihm wurde schnell klar, dass solch eine Konstruktion deutlich höhere Leistungen erbringen würde. Daraufhin überzeugte er seine Vorgesetzten davon, diese Forschungsarbeit in den neuen Bomber einfließen zu lassen.

Aus dem Model 432 mit geraden Tragflächen entstand schrittweise daraufhin bis zum September 1945 das Model 448 mit Pfeilflügeln, wobei Schairer den Pfeilungswinkel sogar über den höchsten bei den deutschen Daten gefundenen Wert von 29° auf 35° vergrößerte. Während das Model 448 noch zwei zusätzliche Triebwerke im Heck erhielt, änderte man schließlich auch die Anordnung der Triebwerke, die nun in dem endgültigen Konzept Model 450-1-1 unter den Tragflächen aufgehängt wurden. Da diese jedoch, entsprechend den deutschen Forschungen, sehr dünn ausgeführt waren, bestand ein strukturelles Problem. Da klar war, dass die Maschine sechs Triebwerke bräuchte, die Tragflächen aber eigentlich nur vier hätten tragen können, fasste man je zwei Triebwerke in den inneren Gondeln zusammen, während die äußeren Gondeln je ein einzelnes Triebwerk erhielten. Die USAAF akzeptierten das Modell 450 und beauftragten Boeing mit der Weiterentwicklung. Nun war noch das Problem der Fahrwerke zu beheben. Zwar konnten jetzt alle sechs Triebwerke an den Tragflächen angebracht werden, allerdings war damit die sonstige Gesamttragfähigkeit erschöpft, weshalb das Fahrwerk nun komplett in den Rumpf verlegt werden musste. Da der neue Bomber auch die zu der Zeit noch sehr großen Atombomben abwerfen können sollte, bedurfte es eines großen internen Waffenschachts, was wiederum den Platz für das Fahrwerk reduzierte. Schnell war offensichtlich, dass das konventionelle Bugradfahrwerk nicht ausreichte. Um die Stabilität auch weiterhin zu garantieren, wurde das neue Tandemfahrwerk entwickelt. Es bestand aus zwei gleich dimensionierten, jeweils mit zwei Rädern versehenen Fahrwerksbeinen, die auf der Rumpf-Mittellinie vor und hinter dem Bombenschacht angeordnet waren sowie zwei zusätzlichen stabilisierenden Stützrädern an den inneren Triebwerksgondeln zwischen den Triebwerken. Dieses Konzept stellte Boeing im Oktober 1945 der USAAF vor. Eine Attrappenbesichtigung fand schließlich im April 1946 statt.

Die USAAF bestellte noch im April 1946 zwei Prototypen (Model 450-3-3). Diese erhielten von der neu gegründeten US Air Force die Bezeichnung XB-47. Der erste XB-47-Prototyp wurde am 17. Dezember 1947 von den Testpiloten Robert Robbins und Scott Osler erstmals geflogen. Diese berichteten nach dem 52 Minuten dauernden Jungfernflug von sehr guten Flugeigenschaften, bemängelten aber die zu geringe Schubkraft. In den folgenden Testflügen festigte sich die Erkenntnis, dass stärkere Triebwerke benötigt wurden. So entwickelte General Electric die J47-GE-3-Triebwerke, die zunächst als TG-190 bezeichnet wurden. Die zweite XB-47 startete dann erstmals mit den neuen Triebwerken am 21. Juli 1948. Auch der erste Prototyp wurde mit diesen nachgerüstet.

Da die Maschine einen kompletten Neuentwurf darstellte, waren die Flugtests für diese Zeit besonders intensiv und langwierig. Im Wettbewerb gegen die North American B-45, Convair XB-46 und Martin XB-48 setzte sich die B-47 relativ schnell durch. All diese Modelle setzten noch auf konventionelle Flugzeugzellenentwürfe, deren Kolbenmotoren lediglich durch Strahltriebwerke ersetzt worden waren. Dadurch erreichten sie jedoch deutlich schlechtere Leistungen und unterlagen im Vergleich. Die XB-45 ging zwar noch vorübergehend als B-45 Tornado in Dienst, allerdings auch nur als Übergangslösung, bis die B-47 einsatzbereit waren. Am 3. September 1948 bestellte die US-Luftwaffe dann schließlich die ersten B-47-Maschinen. 

Die B-47 war dem Strategic Air Command der US-Luftwaffe unterstellt, wo sie von 1951 bis 1965 in Dienst stand. 

Quelle:  Boeing_B-47_Stratojet

Video: B-47 Stratojet - The Mother Jet  


Ungefähr zum 50. Jahrestag der Revell Corporation schnappte ich mir den seltenen Kit der B-47. Es ist ein bisschen beängstigend, in die Box zu schauen - wow - das war in den 70ern der Standard. . .



Quelle:  www.cybermodeler.com

Ich musste alle Teile polieren und die Nasenfenster zuspachteln. Dann mussten alle Linien eingraviert werden. Ich fügte ein von Grund auf neu gebautes Cockpit, eine tiefgezogene Cockpitverglasung und viele Details hinzu. Ich habe den Bausatz mit einem von Grund auf neu gebauten Fahrwerk vervollständigt. Das Gemälde wurde mit Alclad Farbe Aluminium und Revell Farben für alle anderen Markierungen gemacht. Die B-47 sah nur in einem Diorama effektiv aus, also legte ich das fertige Modell auf eine Platte, die wie Betonplatten bemalt war. Ich habe den Generator und die elektrische Bodenausrüstung selbstgebaut, und die beiden Autos sind verkleinerte Papiermodelle, aber sie brauchen noch eine kleine Überarbeitung, für die ich keine Zeit hatte, weil ich das Diorama auf der Inn Scale 2015 ausstellen wollte. Und jetzt - bitte viel Spaß mit den Fotos meines Dioramas:




































Freitag, 1. Mai 2015

Supermarine Redfire Mk.IX (RedSpit) - papermodel 1/72

Die ersten Ideen für die Red-Spit kamen von einem Niederländer, J. Peuttiere, der zu dieser Zeit mit Supermarine zusammenarbeitete. Dieser Designer kam auch auf seinen Namen, der das Rote Kreuz und das niederländische Wort für Rettung (Redding) verehrte. Der Plan war einfach. Eine Standard-Spitfire könnte als Flugzeug zur Rückführung verwundeter Männer umgebaut werden. Der Rumpf wurde um einen Fuß (30 Zentimeter) verlängert, so dass eine Trage leicht hineinpassen konnte.

 scetch von 1943 - die erste Idee ?

so stellte man sich die Redfire vor

eine von vier gebauten Redfire - diese hier wurde verkauft und diente in Israel

Hinter dem Piloten wurde eine Flügeltür installiert. Im Rumpf war Platz für eine Trage. Die Kabel für die Lenkung wurden unter der Trage - am Rumpfboden des Flugzeugs, entlang geführt. Es bestand die Sorge, dass die Tür in der Monococq-Struktur den Rumpf schwächen würde, aber die installierten Lager für die Trage brachten genügend Stabilität. Es wurden mindestens vier gebaut (umgebaute PR Mk XIX). Es ist nicht bekannt, ob es jemals eine Redfire bei der RAF gab, aber es scheint, sie wurden 1948 an die israelische Luftwaffe verkauft (nicht bestätigt!). 

Quelle: https://www.strijdbewijs.nl/birds/spitfire/secret/spitproject.htm

Der Bausatz :    

Ich bin allgemein sehr offen und begierig neue Techniken zu erlernen. Seit einiger Zeit wollte ich eine andere Art des Papiermodells testen. Normalerweise schneidet man gedruckte Teile aus und klebt sie zusammen. Um diese Teile herzustellen, tauchte ich Papierblätter in warmes Wasser und hüllte sie über Teile, die aus einem Plastikbausatz stammen. Einen Tag lang getrocknet, konnten die Teile mit einer Schere herausgeschnitten werden. Ergänzt durch viele Zusatzarbeiten ergab sich ein kleines Modell. Ich bin mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, da die Teile sehr rau und zerknittert sind. Mit viel Farbe und Klarlack erhält man ein akzeptables Modell . . . denke ich. Abschließend würde ich sagen, dass das Ergebnis den investierten Arbeitsaufwand nicht wert ist.